Masterarbeit, 2009
166 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Der österreichische Lehrplan
2.1 Der allgemeine Teil des österreichischen Lehrplans
2.1.1 Funktion und Gliederung des Lehrplans
2.1.2 Gesetzlicher Auftrag
2.1.3 Leitvorstellungen
2.1.4 Aufgabenbereiche der Schule
2.1.5 Bildungsbereich Sprache und Kommunikation
2.1.6 Bildungsbereich Mensch und Gesellschaft
2.2 Allgemeine didaktische Grundsätze
2.2.1 Interkulturelles Lernen
2.2.2 Selbsttätigkeit und Eigenverantwortung
2.3 Der Lehrplan für Geographie und Wirtschaftskunde
2.3.1 Bildungs- und Lehraufgabe
2.3.2 Der Lehrstoff
2.4 Ausgewählte Unterrichtsprinzipien: Europaerziehung und Medienpädagogik
2.4.1 Europaerziehung
2.4.2 Medienerlass des Bundesministeriums
3 Die neuen Medien und ihr Stellenwert für die Schule
3.1 Arten von Medien
3.2 Neue Medien und Multimedia
3.2.1.1 Die Wirkung von Multimodalität auf Lernleistungen
3.2.1.2 Die Doppelcodierungstheorie
3.2.1.3 Die Theorie der Hemisphären-Spezialisierung
3.2.2 Multimedianutzung aus didaktischer Sicht
3.2.3 Medienpädagogik
3.2.4 Mediendidaktik
3.2.4.1 Historische Entwicklung der Mediendidaktik
3.2.4.2 Mediendidaktik als eigenständige Disziplin
3.2.5 Medienkompetenz
3.2.5.1 Funktionale Medienkompetenz
3.2.5.2 Medienpädagogische Kompetenz
3.2.5.3 Mediendidaktische Kompetenz
3.3 E-Learning
3.3.1 Geschichte des E-Learning
3.3.2 Möglichkeiten von E-Learning
3.3.2.1 E-Learning by distributing
3.3.2.2 E-Learning by interacting
3.3.2.3 E-Learning by collaborating
3.3.3 Formen und Funktionen von E-Learning
3.3.4 E-Learning im Geographieunterricht
3.3.5 Forschungsergebnisse aus der Geographiedidaktik
3.4 Das Potential von E-Learning mit Lernplattformen
3.5 Lernplattformen
3.5.1 Begriffsdefinition von Moodle
3.5.2 Funktionsbereiche von Moodle
3.5.3 E-Learning und Lernplattformen auf dem Prüfstand
3.5.4 Vor- und Nachteile von Moodle
4 Psychologie des Lernens
4.1 Lerntheoretische Modelle
4.1.1 Das behavioristische Modell
4.1.2 Das kognitivistische Modell
4.1.3 Das konstruktivistische Modell
4.2 Die drei Lernmodelle im Vergleich
5 Vorstellungen, Einstellungen, Haltungen
5.1 Begriffsdefinitionen
5.2 Haltungen
5.3 Einstellungen
5.4 Vorurteil
5.5 Stereotyp
5.6 Vorstellungen
5.6.1 Räumliche Vorstellungen
5.6.2 Schülervorstellungen
5.6.3 Mentale Modelle
5.7 Relevanz für die Gestaltung von Lernsystemen
5.7.1 Mental Maps
5.7.2 Mental Maps im Erdkundeunterricht
5.8 Einstellungserwerb und Einstellungsänderung
5.8.1 Alltagsvorstellungen und Conceptual Change
5.8.2 Kennzeichen erfolgreichen Unterrichts
5.8.3 Änderungen der Schülervorstellungen
5.9 Didaktische Rekonstruktion
5.10 Didaktische Analyse
6 Vorstellung der Untersuchung – die Lernkurse
6.1 Ziel und Aufgabenstellung der Untersuchung
6.2 Der Lernkurs der Gruppe 4'
6.2.1 Der Lernkurs für Italien
6.2.2 Der Lernkurs für Rumänien
6.2.3 Ablauf und Erfahrungen der Moodle-Sequenz
6.3 Alternative Lernsequenz der Gruppe 4*
6.3.1 Lernsequenz zu Italien
6.3.2 Lernsequenz zu Rumänien
6.4 Analyse der Lernsequenzen
7 Untersuchungsdesign und Erhebungsinstrumente
7.1 Forschungsmethodisches Vorgehen
7.1.1 Umfeld der Untersuchung
7.1.2 Untersuchungszeitraum
7.2 Mental Maps
7.3 Leitfadeninterviews
7.4 Polaritätsprofil
8 Die Ergebnisse der Untersuchung
8.1 Ergebnisse zu den Mental Maps
8.1.1 Auswertung der Mental Maps nach Typ
8.1.2 Auswertung der Mental Maps nach Wissen
8.1.3 Beispiele für Mental Maps
8.2 Ergebnisse der Leitfadeninterviews zu Italien
8.3 Ergebnisse der Leitfadeninterviews zu Rumänien
8.4 Zusammenfassung der Ergebnisse der Leitfadeninterviews
8.5 Ergebnisse des Polaritätsprofils
9 Zusammenfassung und Ausblick
9.1 Zusammenfassung
9.2 Ausblick
Die Master Thesis untersucht den Einfluss digitaler Lernumgebungen (insbesondere Moodle) auf die Vorstellungen, Einstellungen und das Wissen von Hauptschülerinnen und -schülern gegenüber Italien und Rumänien im Geographie- und Wirtschaftskundeunterricht.
3.5.1 Begriffsdefinition von Moodle
Moodle steht für die Abkürzung Modular Object Oriented Dynamic Learning Environment und ist ein weltweit anerkanntes Lernmanagement-System, das als freie Software zur Verfügung steht. Es eignet sich in verschiedenen lehrenden und lernenden Institutionen für den Bereich E-Learning und Blended Learning.
Entwickler war Martin Dougiamas, der 1999 in Perth (Australien) ein Projekt zur Programmierung einer Lernplattform initiierte, nachdem er an der Universität in Perth ein CMS unterstützt hatte. Cole (2005, S. xiii) drückte Dougiamas’ Motivation, eine neue Plattform zu gestalten, so aus: „He grew frustrated with the system and learned that engineers, not educators, had built it.“
Hoeksema/ Kuhn (2008, S. 15) meinen, dass Moodle in der Literatur nicht ganz eindeutig klassifiziert werde, ob es sich nun dabei um ein CMS oder ein WCMS handle. Ein CMS regle die Organisation von Lerngruppen und Lernprozessen, während ein WCMS das „kooperative Erstellen von Web-Inhalten wie Texten, Bildern, Audio- und Video-Dateien und deren Verwaltung“ vereinfache und zusätzlich „besonderes Gewicht auf die Vermittlung von Lerninhalten und das Initiieren von Lernprozessen“ legt. Sie wollen daher Moodle als LCMS (Learning Content Management System) bezeichnen.
Heute steht Moodle als Name für ein Lernportal, das ständig weiterentwickelt wird. Begriff für eine einfache Lerntechnik, die die Kreativität und Aufnahmefähigkeit der Lernenden fördern und unterstützen soll. Tätigkeit, bei der man sich mit verschiedenen Themen beschäftigt, einzelne Kapitel entnehmen kann, aber auch in einer Gruppe gemeinsam neue Einsichten und Gedanken entwickeln kann.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz moderner digitaler Medien für den Geographieunterricht und thematisiert die Notwendigkeit, fachliche Bildung mit aktueller Medienkompetenz zu verknüpfen.
2 Der österreichische Lehrplan: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen und didaktischen Vorgaben des österreichischen Lehrplans, mit besonderem Fokus auf das Fach Geographie und Wirtschaftskunde.
3 Die neuen Medien und ihr Stellenwert für die Schule: Es erfolgt eine theoretische Einordnung von digitalen Medien, E-Learning-Konzepten und der Bedeutung von Lernplattformen wie Moodle in schulischen Kontexten.
4 Psychologie des Lernens: Dieses Kapitel stellt zentrale lerntheoretische Modelle wie Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus gegenüber, um ein Verständnis für verschiedene Lernprozesse zu schaffen.
5 Vorstellungen, Einstellungen, Haltungen: Die Arbeit vertieft hier die psychologischen Grundlagen von Schülervorstellungen und Konzepten wie „Conceptual Change“, die für die Gestaltung effektiver Lernsysteme essenziell sind.
6 Vorstellung der Untersuchung – die Lernkurse: Hier wird das praktische Untersuchungsdesign beschrieben, bei dem zwei Gruppen der vierten Hauptschulklasse unterschiedliche Lernsequenzen zu Italien und Rumänien durchlaufen.
7 Untersuchungsdesign und Erhebungsinstrumente: Dieses Kapitel dokumentiert die methodische Herangehensweise, einschließlich der Datenerhebung durch Mental Maps, Interviews und Polaritätsprofile.
8 Die Ergebnisse der Untersuchung: Die erhobenen Daten werden ausgewertet, wobei der Wissenszuwachs und die Einstellungsänderungen bei den Schülerinnen und Schülern detailliert gegenübergestellt werden.
9 Zusammenfassung und Ausblick: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse reflektiert und ein Ausblick auf zukünftige Anforderungen an die Gestaltung von Unterricht mit digitalen Medien gegeben.
Digitale Medien, Geographieunterricht, E-Learning, Moodle, Schülervorstellungen, Mental Maps, Didaktische Rekonstruktion, Lernplattform, Konstruktivismus, Medienkompetenz, Conceptual Change, Europaerziehung, Unterrichtssequenz, Polaritätsprofil, Bildungsstandards.
Die Master Thesis analysiert, wie digitale Lernumgebungen und spezifische Unterrichtskonzepte die kindlichen Vorstellungen und Einstellungen zu europäischen Ländern wie Italien und Rumänien beeinflussen.
Neben didaktischen Grundlagen des Geographieunterrichts und dem Stellenwert von E-Learning thematisiert die Arbeit kognitionspsychologische Lernmodelle und deren praktische Anwendung in der Schule.
Ziel ist es zu belegen, dass der Geographieunterricht durch digitale Lernumgebungen gezielt zur Erweiterung des Wissens und zur positiven Veränderung von Einstellungen gegenüber fremden Ländern beitragen kann.
Die Arbeit basiert auf einem explorativen Ansatz, der eine Kombination aus Mental Maps, qualitativen Leitfadeninterviews und quantitativen Polaritätsprofilen nutzt.
Der Hauptteil erstreckt sich von den theoretischen Grundlagen des Lehrens und Lernens über die methodische Konzeption der Lernkurse bis hin zur empirischen Auswertung der erzielten Ergebnisse.
Besonders prägend für die Arbeit sind Begriffe wie Konstruktivismus, Medienpädagogik, Didaktische Rekonstruktion, Mental Maps und Conceptual Change.
Moodle wurde aufgrund der Verfügbarkeit, der Flexibilität in der Kursgestaltung und der Möglichkeiten für kollaborative Lernprozesse im oberösterreichischen Bildungsraum ausgewählt.
Die Ergebnisse zeigen, dass Italien aufgrund geographischer Nähe und Bekanntheit von vornherein positiver bewertet wurde, während Rumänien anfangs mit negativen Klischees behaftet war, die durch den Lernprozess jedoch abgebaut werden konnten.
Das Modell verdeutlicht, dass Unterrichtsplanung die fachliche Sachstruktur stets mit den individuellen Schülervorstellungen und Interessen vernetzen muss, um nachhaltiges Lernen zu ermöglichen.
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