Bachelorarbeit, 2023
37 Seiten, Note: 2
1. EINLEITUNG
2. DEFINITION COMIC
3. „MAUS“ INHALT UND INFORMATIONEN
3.1 NARRATIVE EBENE
3.2 STIL
3.3 TIERMETAPHER
3.3.1 NS-RASSENIDEOLOGIE
3.3.2 ALS DISTANZIERENDES MITTEL
3.3.3 BEWUSSTMACHUNG DER TIERMETAPHER
4. EINSATZ IM DEUTSCHUNTERRICHT
4.1 GRAPHIC NOVEL ALS LEHRBUCH
4.2 POTENZIALE FÜR DIE DIDAKTIK DES DEUTSCHUNTERRICHTS
4.2.1 ASPEKTE LITERARISCHEN LERNENS NACH SPINNER
4.2.2 CHANCEN IN DER INTEGRATION DER GRAPHIC NOVEL „MAUS“
4.3 ZENSUR, VERBOT UND ZUMUTBARKEIT
4.4 VORAUSSETZUNGEN
5. FAZIT
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Potenziale der Graphic Novel „Maus“ von Art Spiegelman für den Deutschunterricht zu untersuchen. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern das Werk trotz seiner komplexen und schmerzhaften Thematik des Holocausts als didaktisches Medium eingesetzt werden kann, um literarisches Lernen, emotionale Auseinandersetzung und kritisches Geschichtsbewusstsein bei Schülern zu fördern.
3.1 Narrative Ebene
Der Autor verwebt in dieser Graphic Novel mehrere Erzählebenen miteinander, was dazu führt, dass einzelne Handlungsstränge immer wieder durchbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden. Nach Näpel (1998) gibt es drei Haupterzählebenen in „Maus“, die er „Epos“, „Bildungsroman“ und „Künstlerroman“ nennt.
Der Kern der Erzählung ist der Epos, beziehungsweise die Geschichte Wladek und Anjas vom Überleben des Holocausts. Dazu gehören Wladeks Leben ab dem Anfang der 1930er Jahre, die Zeit des Kennenlernens seiner zukünftigen Frau Anja, die Verfolgung und Deportation nach Auschwitz, die Zeit im Konzentrationslager und schließlich auch die Befreiung. Zeitgleich zu dieser Kernerzählebene läuft die Ebene des „Bildungsroman“, welche die autobiographische Erzählung Spiegelmans darstellt. Diese beinhaltet die Besuche bei seinem Vater und die Befragungen zu seiner Vergangenheit. Dadurch wird die Beziehung des Autors zu seinem Vater näher erläutert, wodurch die Leserschaft Wladek auch später, von den 1970er Jahren bis zu seinem Tod im Jahre 1982 kennenlernt. In dieser Rahmengeschichte erfahren wir von den Folgen des Holocausts die bei den Überlebenden zu sehen sind, wie beispielsweise Wladeks extreme Sparsamkeit, mit der er sein Umfeld in den Wahnsinn treibt.
1. EINLEITUNG: Definiert das Thema der Graphic Novel im schulischen Kontext und skizziert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. DEFINITION COMIC: Erarbeitet begriffliche Grundlagen und grenzt den Comic sowie die Graphic Novel als Medium von traditionellen Textformen ab.
3. „MAUS“ INHALT UND INFORMATIONEN: Bietet eine inhaltliche Zusammenfassung der Graphic Novel und analysiert Struktur, Stil und die Bedeutung der Tiermetaphorik.
4. EINSATZ IM DEUTSCHUNTERRICHT: Diskutiert die didaktische Eignung der Graphic Novel, beleuchtet Chancen sowie Herausforderungen wie Zensur und Zumutbarkeit und definiert notwendige Voraussetzungen für den Unterrichtseinsatz.
5. FAZIT: Fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bestätigt das Potenzial der Graphic Novel als didaktisches Werkzeug bei entsprechender pädagogischer Vorbereitung.
Holocaust, Graphic Novel, Maus, Art Spiegelman, Deutschunterricht, Literaturdidaktik, Tiermetapher, Narrative Ebenen, Bildungsroman, Erinnerungskultur, Zumutbarkeit, Interkulturelles Lernen, Medienkompetenz, NS-Rassenideologie, Identität.
Die Arbeit untersucht das Potenzial der Graphic Novel „Maus“ von Art Spiegelman als Lehrmedium im Deutschunterricht.
Die Arbeit fokussiert sich auf die inhaltliche und stilistische Analyse von „Maus“, dessen Bedeutung für das literarische Lernen sowie auf die ethischen und didaktischen Herausforderungen im Umgang mit Holocaust-Themen.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie „Maus“ zur Förderung literarischer Kompetenzen eingesetzt werden kann und welche Voraussetzungen Pädagogen benötigen, um diese grafische Erzählung angemessen in den Unterricht zu integrieren.
Die Autorin stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur aus der Literatur- und Geschichtsdidaktik sowie auf die methodischen Aspekte literarischen Lernens nach Kaspar Spinner.
Der Hauptteil gliedert sich in eine mediale Analyse der Graphic Novel, eine didaktische Einordnung zur Förderung des literarischen Lernens und eine kritische Auseinandersetzung mit der Zumutbarkeit für Schüler.
Zentrale Begriffe sind Holocaust, Graphic Novel, Deutschunterricht, Literaturdidaktik, Tiermetapher und Erinnerungskultur.
Die Tiermetaphern spiegeln die nationalsozialistische Rassenideologie wider und dienen gleichzeitig als distanzierendes Mittel, das den Lesern eine Auseinandersetzung mit den grausamen Inhalten ermöglicht, ohne diese sofort psychisch zu überfordern.
Die Rahmenhandlung, in der der Autor seinen Vater interviewt, verleiht der Geschichte Authentizität und beleuchtet die langjährigen Folgen des Holocausts für die nachfolgende Generation.
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