Diplomarbeit, 2009
72 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Das Marketinginstrument Kundenkarte
2.1. Die Kundenkarte im Customer-Relationship-Management
2.2. Organisatorische Erscheinungsformen von Kundenkarten
2.3. Funktionen und Ziele von Kundenkarten
3. Konzeptionelle Grundlagen des Konzepts Akzeptanz
3.1. Ebenen der Akzeptanz aus Konsumentensicht
3.1.1. Einstellung
3.1.2. Handlung
3.1.3. Nutzung
3.2. Arten der Akzeptanz von Kundenkarten
3.2.1. Teilnahmeakzeptanz
3.2.2. Nutzungsakzeptanz
4. Akzeptanzfaktoren von Kundenkarten und Implikationen für die Praxis
4.1. Unternehmensbezogene Faktoren
4.1.1. Kernleistung
4.1.2. Kompetenz
4.2. Programmbezogene Faktoren
4.2.1. Programmgestaltung
4.2.2. Datenschutz
4.3. Teilnehmerbezogene Faktoren
4.3.1. Soziodemographische Faktoren
4.3.2. Psychographische Faktoren
5. Resümee
Diese Diplomarbeit untersucht die Faktoren, die die Akzeptanz von Kundenkartenprogrammen aus Konsumentensicht bestimmen, um deren Einfluss auf den Unternehmenserfolg zu analysieren und praxisorientierte Handlungsempfehlungen für die Gestaltung solcher Instrumente abzuleiten.
2.1. Die Kundenkarte im Customer-Relationship-Management
In jüngster Zeit wird das Customer-Relationship-Management, kurz CRM, mehr und mehr als Maxime einer marktorientierten Unternehmensführung herausgestellt (vgl. Mann 2004, S. 1). Begründung findet die Hinwendung zum CRM in der eingangs bereits erwähnten heutigen Situation auf den Märkten. Vor diesem Hintergrund ist es Hauptziel des Beziehungsmanagements, speziell die Beziehungen zu den aus Unternehmenssicht wertvollen Kunden aktiv zu gestalten, um diese im Sinne einer emotionalen Verbundenheit möglichst langfristig an das Unternehmen zu binden (vgl. Schönfeld 2005, S. 36; Mann 2004, S. 1; Yau/McFetridge et al. 2000, S. 1111ff).
Das CRM ist durch drei wesentliche Kernprinzipien gekennzeichnet. Zuerst stehen hierbei nicht mehr einzelne, diskrete Transaktionen als abgeschlossene Geschäfte im Mittelpunkt der Betrachtungen, sondern Sequenzen von Transaktionen als ein historisch-umfassender Austauschprozess. Natürlich müssen auch beim Beziehungsmanagement einzelne Transaktionen im Rahmen einer Anbieter-Abnehmer Beziehung abgewickelt werden, allerding sind diese stets in die Geschäftsbeziehung integriert und stehen nicht als Einzelobjekt dar (vgl. Mann 2004, S. 1).
Ein zweites essentielles Merkmal des CRM ist die Interaktion. Interaktion bedeutet einen gegenseitigen Informationsaustausch zwischen Unternehmen und Kunden, sprich eine direkte Kommunikationsbeziehung mit flexiblem Wechsel der kommunikativen Rollen (Sender – Empfänger) beider Partner (vgl. Mann 2007, S. 7). Ohne einen solchen Informationsaustausch gestaltet sich der Aufbau einer langfristigen Kundenbeziehung für ein Unternehmen äußerst schwierig (vgl. Mann 2004, S. 3), da es nur durch die Interaktion mit dem Kunden ein Wissen über deren Bedürfnisse, Wünsche, Erwartungen oder auch Beschwerden ansammeln und darauf aufbauend reagieren bzw. handeln kann.
1. Einleitung: Darlegung der Marktveränderungen und der Rolle der Kundenbindung, sowie Definition der Problemstellung und Zielsetzung dieser Arbeit.
2. Das Marketinginstrument Kundenkarte: Vorstellung der Kundenkarte im Kontext des CRM, der organisatorischen Erscheinungsformen und der Ziele und Funktionen.
3. Konzeptionelle Grundlagen des Konzepts Akzeptanz: Theoretische Herleitung der Akzeptanzebenen (Einstellung, Handlung, Nutzung) und deren Anwendung auf Kundenkarten.
4. Akzeptanzfaktoren von Kundenkarten und Implikationen für die Praxis: Kategorisierung und Analyse von Einflussfaktoren (unternehmens-, programm- und teilnehmerbezogen) auf die Akzeptanz durch Konsumenten.
5. Resümee: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und wissenschaftliche Einordnung der Arbeit.
Kundenkarte, Kundenbindung, Customer Relationship Management, Akzeptanz, Einstellungsakzeptanz, Nutzungsakzeptanz, Konsumentenverhalten, Programmgestaltung, Datenschutz, Bindungsstrategie, Anreiz-Beitrags-Theorie, CRM, Kundenkenntnis, Kaufverhalten, Marketinginstrument.
Die Arbeit analysiert die Faktoren, die darüber entscheiden, ob Konsumenten Kundenkartenprogramme annehmen und aktiv nutzen, um den Unternehmenserfolg durch Kundenbindung zu sichern.
Die zentralen Themen sind das Customer-Relationship-Management (CRM), das psychologische Konstrukt der Akzeptanz und spezifische Einflussgrößen von Kundenbindungsinstrumenten auf den Konsumenten.
Das Ziel ist die Identifikation der konsumentenseitigen Akzeptanzfaktoren für Kundenkarten, um deren Wirkung zu diskutieren und praxisrelevante Implikationen für eine erfolgreiche Programmgestaltung abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretisch-konzeptionellen Aufarbeitung bestehender wirtschaftswissenschaftlicher, soziologischer und psychologischer Theorien, die durch empirische Studien (insbesondere von Hoffmann) untermauert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die konzeptionellen Grundlagen der Akzeptanz bei Innovationen und die detaillierte Untersuchung der drei Kategorien von Akzeptanzfaktoren: unternehmens-, programm- und teilnehmerbezogene Faktoren.
Kundenbindung, Akzeptanz, CRM, Kundenkarte, Programmgestaltung, Konsumenteneinstellung, Nutzungsintensität und Kundenkenntnis.
Obwohl Konsumenten Datenschutzbedenken äußern, zeigt die Studie, dass diese selten die Teilnahme am Programm verhindern, jedoch bei der Datennutzung einen moderaten hemmenden Effekt auf die Nutzungsakzeptanz haben können.
Die Unterscheidung ist essenziell, da die bloße Anmeldung (Teilnahme) eines Kunden noch keine Aussage über die tatsächliche, für das Unternehmen wertvolle regelmäßige Nutzung der Karte zulässt.
Unternehmen sollten den Nutzen attraktiv und abwechslungsreich gestalten, die Komplexität reduzieren und auf eine hohe Einsatzgelegenheit achten, beispielsweise durch die Einbettung in Multi-Partner-Programme.
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