Bachelorarbeit, 2022
107 Seiten, Note: 1,3
1. Motivation
1.1 Forschungsfrage und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit und methodische Vorgehensweise
2. Nutzfahrzeuge
2.1 Begrifflichkeiten
2.2 Relevanz der Nutzfahrzeuge
2.3 Nutzfahrzeugklassifizierung
2.4 Typische Merkmale und aktuelle Datenlage
2.5 Diesel
2.6 Antriebsvarianten
2.6.1 Erdgas
2.6.2 Strom
2.6.3 Zwischenfazit und Ausblick
3. Wasserstoff
3.1 Wasserstoffherstellung
3.2 Wasserstoffnutzung
3.3 Wasserstoffspeichertechnologien
3.3.1 Druckspeicherung
3.3.2 Flüssigspeicherung
3.3.3 Exkurs: Speicherungstechniken in der Forschung
3.4 Antriebstechnologien
3.4.1 Wasserstoffverbrennung
3.4.2 Brennstoffzellen
3.5 Infrastruktur in Deutschland, Europa und weltweit
3.5.1 Versorgungspfade
3.5.2 Tankstelleninfrastruktur
4. Analyse
4.1 Vergleich technologischer Kriterien
4.2 TCO-Betrachtung
4.2.1 TCO-Schema
4.2.2 Vergleich TCO-Ergebnisse
4.2.3 Korrelationsbetrachtung TCO-Ergebnisse und TCO-Einflussfaktoren
4.2.3.1 Diesel
4.2.3.2 Strom
4.2.3.3 Wasserstoff
4.2.3.4 Subventionen und Anreizstrategien
4.3 Prototypen und Pressemitteilungen
5. Diskussion
5.1 Herausforderungen und Limitationen der Wasserstofftechnologie
5.2 Chancen der Wasserstofftechnologie
5.3 Wasserstoffverbrennung als attraktive Übergangslösung
5.4 Betrachtung möglicher Ansprüche für zukünftige Wasserstofftechnologien
6. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht ökonomische Anforderungen an zukünftige Wasserstofftechnologien im Nutzfahrzeugsegment, um deren langfristige Marktetablierung als wirtschaftlich kompetitive Alternative zu Diesel und batterieelektrischen Antrieben durch die Identifikation entscheidender Kostenfaktoren und regulatorischer Rahmenbedingungen zu fördern.
3.3.1 Druckspeicherung
Für eine rentable Handhabung des Wasserstoffs, muss aufgrund der geringen Dichte und der daraus resultierenden hohen Diffusionsfähigkeit, der Wasserstoff mittels Druckes verdichtet werden. Zwar ist die volumetrische Energiedichte deutlich höher als bei anderen Kraftstoffen, dennoch tendiert die volumetrische Energiedichte gegen Null (Shell Deutschland Oil GmbH, 2017). Auf Grund der hohen Diffusionsfähigkeit erfordert die Speicherung von Wasserstoff spezielle Materialien, wie zum Beispiel austenitische Stähle oder Diffusionssperrschichten, da der Wasserstoff sonst durch poröses Material oder einfache Metalle hindurch diffundiert, somit Materialversprödungen verursacht und letzten Endes bereits gespeicherter Wasserstoff verloren geht.
Um die Systemkosten gering zu halten und eine möglichst effiziente Wasserstoffspeicherung mit höheren volumetrischen Energiedichten zu ermöglichen, wird bei der Druckspeicherung der Wasserstoff auf möglichst kleinem Raum untergebracht. Für den Mobilitätsbereich haben sich Speicherdrücke von 350 oder 700 bar etabliert, wobei sich Drücke von 50 bis theoretisch 1.000 bar realisieren lassen. Neben diversen Pkw, Lkw und Bus-Prototypen und Kleinflotten in moderaten Stückzahlen finden Druckspeicher auch in Flurförderzeugen wie Gabelstaplern oder Schleppern Anwendung. Dadurch wird im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren lokal ein emissionsfreies Fahren in Lagerhallen ermöglicht. Hinzu kommt, dass ein nahezu kontinuierliches Fahren in Lagerhallen gewährleistet werden kann, da die Batterien von batterieelektrischen Fahrzeugen für diesen Zweck in der Regel ausgetauscht werden müssen. Wasserstofftanks sind dahingegen in nur zwei bis drei Minuten betankt und ermöglichen Zeitvorteile und dadurch mit einhergehende wirtschaftliche Vorteile (Shell Deutschland Oil GmbH, 2017).
1. Motivation: Einleitung in die globale wirtschaftliche Herausforderung durch Güterverkehrswachstum und die Notwendigkeit der Energiewende im Transportsektor.
2. Nutzfahrzeuge: Definition von Begrifflichkeiten, Klassifizierung von Nutzfahrzeugen und detaillierte Analyse des aktuellen Stands der Technik bei Diesel-, Erdgas- und Stromantrieben.
3. Wasserstoff: Untersuchung von Herstellungsmethoden, Speichertechnologien (Druck, Flüssig, Forschung) sowie Antriebstechnologien und Infrastrukturbedarf.
4. Analyse: Durchführung eines technologischen Vergleichs und einer umfangreichen TCO-Betrachtung inklusive Korrelationsanalysen von Einflussfaktoren und Subventionsstrategien.
5. Diskussion: Kritische Evaluation der Herausforderungen und Chancen der Wasserstofftechnologie sowie Ableitung konkreter wirtschaftlicher Ansprüche für die Zukunft.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Kernergebnisse und Schlussfolgerung zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit der Wasserstofftechnologie im Schwerlastverkehr.
Wasserstofftechnologie, Nutzfahrzeuge, TCO, Transportlogistik, Brennstoffzelle, Wasserstoffverbrennung, Emissionsreduktion, Energiewende, Straßengüterverkehr, Skaleneffekte, Infrastruktur, Kraftstoffkosten, Wirtschaftlichkeit, Antriebstechnologien, Dekarbonisierung.
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Rahmenbedingungen und Anforderungen, die notwendig sind, um Wasserstofftechnologien im Straßengüterverkehr als wettbewerbsfähige Alternative zu etablieren.
Die zentralen Felder sind die Definition ökonomischer Ansprüche, die Analyse von Total Cost of Ownership, der technologische Vergleich von Antriebssträngen und die Bewertung politischer Förderinstrumente.
Das Ziel ist es, spezifische Anforderungen an die Wasserstofftechnologie zu definieren, die bei deren Umsetzung zur langfristigen wirtschaftlichen Etablierung im Bereich der Nutzfahrzeuge beitragen können.
Die Arbeit basiert auf einer methodischen Erhebung und Literaturgegenüberstellung relevanter Studien (wie etwa der Shell Nutzfahrzeugstudie) sowie einem Vergleich technischer und ökonomischer Kriterien.
Der Hauptteil erstreckt sich über die theoretischen Grundlagen zu Nutzfahrzeugen und Wasserstoff bis hin zur quantitativen Analyse (TCO) und Diskussion von Szenarien, Herausforderungen und Chancen.
Wesentliche Begriffe sind Wasserstofftechnologie, TCO-Betrachtung, CO2-Flottengrenzwerte, Skaleneffekte und ökonomische Konkurrenzfähigkeit.
Er nutzt bestehende Verbrennungstechnologien mit geringem Umrüstaufwand und ermöglicht so eine schnellere kurzfristige CO2-Einsparung im Vergleich zu technologisch komplexeren Brennstoffzellensystemen.
Strafzahlungen durch die EU-Regulierungen bei Verfehlung von Flottengrenzwerten sind ein wesentlicher Kostenfaktor, der die wirtschaftliche Attraktivität konventioneller Dieselmodelle zukünftig massiv schwächen kann.
Pipelines bieten ein signifikantes Potenzial zur Kostensenkung der Distribution, da sie im Vergleich zum Lkw-Transport langfristig effizienter sind, um große Mengen grünen Wasserstoffs zur Tankstelle zu liefern.
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