Bachelorarbeit, 2023
71 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung und Zielsetzung
2 Brennstoffzellentechnologie
2.1 Grundlagen und Funktionsprinzip
2.2 Brennstoffzellmarkt in Bezug auf die Anwendungsbereiche
2.3 Überblick über den stationären Einsatz der Brennstoffzellentechnologie
2.4 Brennstoffzellentypen und ihre Absatzanteile
3 PEMFC- und SOFC-Brennstoffzelle
3.1 Aufbau und Eigenschaften
3.2 PEMFC- und SOFC-Brennstoffzelle als Kerne der Brennstoffzellenheizungssystem
4 Brennstoffzellenheizungssysteme am Beispiel von Vaillant und Picea
4.1 Vaillant Brennstoffzellenheizung
4.2 Picea-System
5 Heizungsmarkt in Deutschland
5.1 Gebäudesektor
5.2 Beheizungsstruktur des Wohnungsbestandes in Deutschland 2021
5.3 Marktentwicklung der Wärmeerzeuger Deutschland 2013-2022
5.4 Effizienzstruktur im Gebäudebestand
6 Heizungssysteme im Vergleich
6.1 Überblick über herkömmliche Heizungssysteme
6.1.1 Öl- und Gasbrennwerttechnik
6.1.2 Solarthermie
6.1.3 Pelletheizung
6.1.4 Wärmepumpen
6.1.5 Fernwärme
6.2 Analyse der Vor- und Nachteile von Heizsystemen im Vergleich zum Brennstoffzellenheizung
6.3 Bewertung der Kosten und Umweltauswirkungen von Heizsystemen
6.3.1 Kosten von Heizungssysteme
6.3.2 Die Treibhausgas-Emissionen
7 Analyse der wirtschaftlichen Tragfähigkeit
7.1 Ermittlung der Wirtschaftlichkeit mittels Kostenvergleichsrechnung (ohne Förderung)
7.2 Ermittlung der Wirtschaftlichkeit mittels Kostenvergleichsrechnung (mit Förderung):
7.3 Der potenzielle Einsatz von Brennstoffzellen als Heizungsquelle in Bezug auf die Entwicklung der Energiepreise
8 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse
9 Fazit
Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche Eignung von Brennstoffzellen als Heizquelle in Privathaushalten im Hinblick auf Systemkosten, Umweltauswirkungen und das Potenzial zur energetischen Autarkie gegenüber herkömmlichen Heizmethoden.
2.3 Überblick über den stationären Einsatz der Brennstoffzellentechnologie
Brennstoffzellen finden nicht nur als alternative Antriebsquelle in Fahrzeugen Verwendung, sondern werden auch stationär zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Stromerzeugungssystemen bietet der stationäre Einsatz von Brennstoffzellen zahlreiche Vorteile. Brennstoffzellen wandeln chemische Energie direkt in elektrische Energie um und erzeugen dabei Wärme als Nebenprodukt. Im stationären Einsatz können Brennstoffzellen in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) betrieben werden, wobei die erzeugte Wärme zur Beheizung von Gebäuden oder zur Erzeugung von Prozesswärme genutzt wird.
In der häuslichen Energieversorgung erzeugen Brennstoffzellen Heizgeräte gleichzeitig Strom und Wärme, was sie zur kleinsten Form der Kraft Wärme-Kopplung macht. Charakteristisch für die Kraft-Wärme-Kopplung ist, dass neben der Stromerzeugung auch die entstehende Abwärme genutzt wird. Bisher war die Kraft-Wärme-Kopplung nur in großen Heizkraftwerken möglich, aber da der Wirkungsgrad nicht von der Größe abhängt, sind große Anlagen nicht erforderlich und diese Art der Energienutzung eignet sich daher hervorragend für die Energieversorgung von Haushalten. Die Zusammenfassung von Haushaltsanlagen in einem Netzwerk liefert ein so genanntes virtuelles Kraftwerk und bietet durch den Einsatz der Brennstoffzellentechnologie erhebliche Vorteile:
- Energie wird zu niedrigen Preisen und in der Nähe des Verbrauchers erzeugt.
- Vernachlässige Leitungs- und Transportverluste.
- Überschüssiger Strom kann in das örtliche Netz geleitet werden.
- Verringerung der Treibhausgase und folglich Schutz der Umwelt. [G. Reich, M. Reppich, 2018]
1 Einleitung und Zielsetzung: Einführung in die Problematik steigender CO2-Emissionen, politische gesetzliche Vorgaben wie das GEG sowie die Definition der Forschungsfragen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Autarkie von Brennstoffzellen.
2 Brennstoffzellentechnologie: Grundlagen zu Funktionsweise, Marktsegmenten, dem stationären Einsatz der Technologie sowie eine Übersicht der verschiedenen Brennstoffzellentypen und deren Marktanteile.
3 PEMFC- und SOFC-Brennstoffzelle: Detaillierte Betrachtung des Aufbaus und der physikalisch-chemischen Eigenschaften sowie der Rolle als Kernkomponente in Brennstoffzellenheizungssystemen.
4 Brennstoffzellenheizungssysteme am Beispiel von Vaillant und Picea: Praxisbeispiele der Brennstoffzellentechnologie; Analyse des Xellpower-Produkts der Firma Vaillant und des Picea-Systems von HPS-Solutions.
5 Heizungsmarkt in Deutschland: Statistische Analyse des Gebäudebestands, aktuelle Beheizungsstrukturen, Marktentwicklungen einzelner Wärmeerzeugertypen und der Effizienzstatus deutscher Gebäude.
6 Heizungssysteme im Vergleich: Umfassende Gegenüberstellung gängiger Heiztechnologien inklusive Vor- und Nachteilanalyse sowie Bewertung der ökologischen Faktoren und Betriebskosten.
7 Analyse der wirtschaftlichen Tragfähigkeit: Anwendung der Kostenvergleichsrechnung (mit und ohne Bundesförderung) und Modellierung des Einflusses schwankender Energiepreise auf die Wirtschaftlichkeit.
8 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse: Synthese der technischen und ökonomischen Erkenntnisse und kritische Diskussion der Eignung der Brennstoffzelle im Kontext zukünftiger Rahmenbedingungen.
9 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Brennstoffzelle als zukunftsfähige Technologielösung zur gleichzeitigen Strom- und Wärmeerzeugung im Wohnbereich.
Brennstoffzelle, Heizungssystem, Energieeffizienz, Wasserstoff, PEMFC, SOFC, Picea-System, Wirtschaftlichkeit, Gebäudebestand, Treibhausgasemissionen, Kraft-Wärme-Kopplung, Energiewende, Gebäudeenergiegesetz, Investitionskosten, Autarkie
Die Bachelorthesis befasst sich mit der wirtschaftlichen Einsetzbarkeit von Brennstoffzellen als primäre oder unterstützende Heizquelle in privaten Wohngebäuden.
Zentrale Themen sind die Technologie der Brennstoffzellen, der Vergleich verschiedener marktüblicher Heizungssysteme und die ökonomische sowie ökologische Bewertung dieser Systeme.
Das Ziel ist zu klären, welche wirtschaftlichen Potenziale die Nutzung von Brennstoffzellen im Haushalt im Vergleich zu anderen Systemen hat und welchen Beitrag sie zur energetischen Autarkie leisten kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche sowie eine statische Kostenvergleichsrechnung, um die Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Heizsysteme unter Berücksichtigung von Förderprogrammen zu bewerten.
Der Hauptteil analysiert den deutschen Heizungsmarkt, detaillierte technische Aspekte von PEMFC/SOFC-Zellen und vergleicht diese mit herkömmlichen Systemen wie Wärmepumpen, Pelletheizungen und Brennwerttechnik.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Brennstoffzellentechnologie, Energieeffizienz, Treibhausgasreduktion, Wirtschaftlichkeit und Wasserstoff geprägt.
Das Picea-System dient als Fallbeispiel, da es als erstes kommerziell verfügbares System eine vollkommen CO2-freie und autonome Strom- und Wärmeversorgung für Privathäuser mittels Wasserstoffspeicherung in einem kompakten Gerät ermöglicht.
Die Analyse zeigt, dass Brennstoffzellen derzeit aufgrund hoher Investitionskosten im Vergleich zu etablierten Technologien bei aktuellen Marktbedingungen eher für zahlungskräftige Kunden relevant sind, sich jedoch die Rentabilität mit steigenden Energiepreisen verbessert.
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und die erhöhte CO2-Bepreisung führen dazu, dass zukunftsorientierte, emissionsarme Lösungen wie das Brennstoffzellenheizsystem an Relevanz gewinnen, da fossile Systeme zunehmend unrentabler werden.
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