Examensarbeit, 2021
17 Seiten, Note: 1,3
1 Hinführung
2 Der Weg von der Gewinnmaximierung zum Moral Case
2.1 Gewinnmaximierung im Mittelpunkt unternehmerischer Aktivitäten
2.1.1 Klassischer unternehmethischer Ansatz und Sachzwangthese
2.1.2 Der Business Case for CSR
2.2 Der Moral Case for CSR
2.2.1 Unternehmerische Verantwortung für das marktwirtschaftliche System und die gesellschaftliche Lebenswelt
2.2.2 Beteiligte des Moral Case und Kommunikation mit diesen: der normative Stakeholder Value Ansatz
3 Kritische Würdigung des Moral Case for CSR
4 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen klassischer Gewinnmaximierung und dem "Moral Case for CSR". Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern Unternehmen eine moralische Verpflichtung besitzen, über die reine Erzielung von Profiten hinauszugehen, und wie dieser moralische Anspruch in die betriebswirtschaftliche Praxis integriert werden kann.
2.1.1 Klassischer unternehmethischer Ansatz und Sachzwangthese
Wie einleitend bereits angedeutet, hat die Globalisierung zu Vermachtungsprozessen geführt, die den internationalen „Big Playern“ Macht und Einflussmöglichkeiten überantworten, welche gleichzeitig den Staaten abhandenkommen. Insofern mag es nicht überraschen, dass der Unternehmensethik im Vergleich zur Ordnungspolitik die weitaus potentialstärkere Rolle zugeschrieben wird (vgl. Ulrich 2016, S.426), weshalb diese im Mittelpunkt der Forschungsfrage steht.
Den Ausgangspunkt für die unternehmethisch beeinflussten Ansätze bildet die historisch gewachsene, streng ökonomistische Ansicht, ein Unternehmer müsse Gewinne maximieren, um den Fortbestand seines Schaffens zu sichern (vgl. Gutenberg 1976, S.464; Stiglitz 2010, S.303). Es bestehe quasi eine Pflicht, sich den Bedingungen für kommerziellen Erfolg zu unterwerfen, da ein wirtschaftliches Bestehen sonst nicht möglich sei (vgl. Weber 1988, S.56). Somit avancierte das Gewinnprinzip zu einer „Vorgabe in der Wettbewerbswirtschaft [...] die für ein einzelnes Unternehmen nicht zur Disposition steht“ (Steinmann/Löhr 1994, S.130). Aus diesem Umstand ergibt sich auf den ersten Blick ein ökonomischer Determinismus, um am Markt bestehen zu können. Wer dem nicht gehorcht, wird gnadenlos aussortiert und verschwindet aus dem Wettbewerb (vgl. Weber 1988, S.37).
1 Hinführung: Das Kapitel erläutert die zunehmende Relevanz von Corporate Social Responsibility vor dem Hintergrund globaler wirtschaftlicher Machtverschiebungen und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der ethischen Verantwortung von Unternehmen.
2 Der Weg von der Gewinnmaximierung zum Moral Case: Es wird die historische ökonomische Denkweise der Gewinnmaximierung kritisch beleuchtet und dem Konzept des „Business Case für CSR“ gegenübergestellt.
2.1 Gewinnmaximierung im Mittelpunkt unternehmerischer Aktivitäten: Dieser Abschnitt erörtert die klassische Sichtweise der Gewinnmaximierung als unabdingbare Voraussetzung für unternehmerisches Überleben.
2.1.1 Klassischer unternehmethischer Ansatz und Sachzwangthese: Hier wird detailliert auf die ökonomische Sachzwangthese eingegangen, die Unternehmen zu gewinnorientiertem Handeln verpflichtet.
2.1.2 Der Business Case for CSR: Dieser Teil beleuchtet CSR-Aktivitäten unter dem rein strategischen Gesichtspunkt der Erfolgsmaximierung durch positive Außenwirkung.
2.2 Der Moral Case for CSR: Das Kapitel definiert den Moral Case als ethisch begründete Alternative zur reinen Erfolgslogik.
2.2.1 Unternehmerische Verantwortung für das marktwirtschaftliche System und die gesellschaftliche Lebenswelt: Es wird analysiert, wie Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung über ihre ökonomische Funktion hinaus übernehmen können.
2.2.2 Beteiligte des Moral Case und Kommunikation mit diesen: der normative Stakeholder Value Ansatz: Fokus liegt hier auf dem Einbezug verschiedener Stakeholder durch diskursethische Ansätze.
3 Kritische Würdigung des Moral Case for CSR: Hier wird die Praxistauglichkeit des Moral Case anhand von Fallbeispielen und theoretischer Kritik überprüft.
4 Schlussbetrachtung und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass moralisches Handeln trotz Herausforderungen für eine nachhaltige Unternehmensführung entscheidend bleibt.
Corporate Social Responsibility, CSR, Gewinnmaximierung, Business Case, Moral Case, Unternehmensethik, Stakeholder Value, Globalisierung, Nachhaltigkeit, Soziale Verantwortung, Stakeholder-Ansatz, Marktwirtschaft, ökonomischer Determinismus, Unternehmensführung.
Die Arbeit befasst sich mit der moralischen Verantwortung von Unternehmen in einer globalisierten Wirtschaft und dem Spannungsfeld zwischen klassischer Profitmaximierung und ethischem Handeln.
Zentrale Themen sind die Gewinnmaximierung, der Business Case for CSR, der Moral Case for CSR und der normative Stakeholder Value Ansatz.
Das Ziel ist herauszufinden, ob Unternehmen eine moralische Verpflichtung haben, ihre Gewinnerzielung hinter ethische Grundsätze zurückzustellen, und wie dies strukturell möglich ist.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Literaturanalyse sowie eine kritische Würdigung anhand von Fallbeispielen aus der wirtschaftlichen Praxis.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Gewinnmaximierung, die begriffliche Abgrenzung von Business und Moral Case sowie eine konkrete kritische Reflexion des Moral Case.
Wichtige Begriffe sind Corporate Social Responsibility, Unternehmensethik, Stakeholder-Value, gesellschaftliche Verantwortung und Gewinnmaximierung.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass dieser Widerspruch durch neue Managementkonzepte, wie den Stakeholder Value Ansatz, zumindest theoretisch überbrückbar ist, wenn Ethik strategisch integriert wird.
Das Bankwesen dient als wichtiges Fallbeispiel, wobei der Autor besonders auf die Diskrepanz zwischen öffentlicher Rhetorik und der tatsächlichen, oftmals rein renditeorientierten Praxis hinweist.
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