Bachelorarbeit, 2009
73 Seiten, Note: 1,7
1 Simulation und kombinatorische Optimierung
1.1 Wichtige Grundbegriffe der Simulation
1.2 Arten der Simulation
1.3 Modellierung dynamischer Systeme
1.4 Optimierungsprobleme und Lösungsmöglichkeiten
1.5 Heuristiken und Metaheuristiken
1.6 Das Traveling-Salesman-Problem als klassisches Beispiel eines kombinatorischen Optimierungsproblems
2 Der Zufall und die Physik - der Weg des Simulated Annealing
2.1 Monte-Carlo-Simulation: Numerik mit Zufall
2.2 Statistische Mechanik und der Metropolis-Algorithmus
2.3 Die Vielfalt des Simulated Annealing: der Algorithmus und seine Parameter
2.3.1 Der Simulated-Annealing-Algorithmus
2.3.2 Die Wahl der Parameter
2.3.3 Konvergenzgeschwindigkeit versus Genauigkeit
2.3.4 Problemfelder
2.4 Anwendung des Simulated Annealing auf das Problem des Handlungsreisenden
3 Parallelisierung als Ausweg?
3.1 Möglichkeiten der Parallelisierung von Metaheuristiken
3.2 Möglichkeiten der Parallelisierung von Simulated Annealing
3.2.1 Schwierigkeiten bei der Parallelisierung von Simulated Annealing
3.2.2 Synchrone und asynchrone Parallelisierung
3.2.3 Problemabhängige und problemunabhängige Parallelisierung
3.2.4 Parallelisierung mit seriellen oder parallelen Zustandsübergängen
3.3 Parallelisierung des Simulated Annealing mittels Speculative Computation
3.3.1 Die grundlegende Vorgehensweise
3.3.2 Die Wahl der Baumgestalt
3.3.3 Verringerung des Kommunikationsaufwands
3.3.4 Generalized Speculative Computation
4 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Leistungsfähigkeit von Simulated Annealing zur Lösung kombinatorischer Optimierungsprobleme. Das Hauptziel besteht darin, die sequentielle Natur des Algorithmus durch Techniken der parallelen Verarbeitung, insbesondere mittels Speculative Computation, effizient zu beschleunigen, ohne dabei die Konvergenzeigenschaften und die Qualität der Lösungen zu gefährden.
3.3.1 Die grundlegende Vorgehensweise
Beim Speculative Computation werden einige Rechenschritte ausgeführt bevor bekannt ist, ob sie gebraucht werden oder nicht. Stellt sich später heraus, dass die Arbeit benötigt wird, dann ist sie bereits getan, wodurch eine Beschleunigung der Rechenzeit erzielt wird. Allerdings kann es vorkommen, dass einige spekulativ vorgenommene Berechnungen niemals notwendig sind, was somit verschwendeten Rechenaufwand nach sich zieht. Um Vorteile aus der Verwendung dieser Technik zu ziehen, ist es entscheidend, die zukünftig benötigte Arbeit zu identifizieren. Beim Simulated Annealing resultiert eine Iteration entweder in einer Akzeptanz oder in einer Zurückweisung der vorgeschlagenen Lösung. Eine parallele Verarbeitung könnte nun einen Prozessor wählen, der die drei Phasen einer Iteration (Generierung eines Lösungskandidaten, dessen Bewertung und Treffen der Akzeptanzentscheidung) ausführt, während zwei andere die spekulative Berechnung vornehmen. Einer der Prozessoren wird spekulieren, dass das Ergebnis eine Akzeptanz sein wird und beginnt unter dieser Annahme die Bearbeitung des nächsten Iterationsschritts, während der andere Prozessor davon ausgeht, dass der Vorgang eine Zurückweisung ergeben wird. Wenn die Entscheidung letztendlich getroffen wird, wurde bereits einige weiterführende Arbeit erledigt.
1 Simulation und kombinatorische Optimierung: Einführung in die Grundlagen der Simulationstheorie und Abgrenzung kombinatorischer Optimierungsprobleme, mit Fokus auf Heuristiken und dem Traveling-Salesman-Problem.
2 Der Zufall und die Physik - der Weg des Simulated Annealing: Herleitung der Methode aus der statistischen Thermodynamik sowie detaillierte Erläuterung des Metropolis-Algorithmus und der Parameterwahl.
3 Parallelisierung als Ausweg?: Untersuchung verschiedener Parallelisierungsstrategien für Metaheuristiken, mit einer vertieften Analyse von Speculative Computation zur effizienten Beschleunigung des Simulated Annealing.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Ergebnisse und Diskussion aktueller Forschungsfelder, wie der Netzwerktopologieplanung und dem automatischen Design von Software-Architekturen.
Metropolis-Algorithmus, Simulated Annealing, Monte-Carlo-Simulation, Traveling-Salesman-Problem, Speculative Computation, Metaheuristik, kombinatorische Optimierung, Parallelisierung, Konvergenz, Zustandsübergang, Boltzmann-Verteilung, thermodynamische Analogie, Optimierung, Rechenzeitreduktion, Algorithmen.
Die Arbeit behandelt den Einsatz von Simulated Annealing zur Lösung komplexer kombinatorischer Optimierungsprobleme und evaluiert Methoden zur massiven Parallelisierung dieses Verfahrens.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Simulation, der Aufbau des Simulated-Annealing-Algorithmus, die physikalischen Analogien der thermodynamischen Abkühlung sowie verschiedene parallele Berechnungsstrategien.
Das primäre Ziel ist es, die Rechenzeit des sequentiellen Simulated-Annealing-Algorithmus durch Parallelisierung zu verkürzen, ohne dabei die Lösungsqualität oder Konvergenzeigenschaften negativ zu beeinflussen.
Die Arbeit nutzt Literaturanalyse, formalmathematische Definitionen zur Optimierung sowie die wissenschaftliche Untersuchung von Algorithmus-Architekturen (insb. Speculative Computation).
Der Hauptteil analysiert die Simulation als Werkzeug, die Funktionsweise von Simulated Annealing und bietet eine detaillierte Klassifizierung und Evaluierung verschiedener paralleler Implementierungsansätze.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Simulated Annealing, Traveling-Salesman-Problem, Speculative Computation, Metaheuristiken und parallele Optimierung charakterisiert.
Diese Technik führt Berechnungen für verschiedene mögliche Ausgänge (Akzeptanz oder Zurückweisung) gleichzeitig aus, sodass das Ergebnis nach der Entscheidung bereits vorliegt und die Rechenzeit signifikant sinkt.
Die Baumgestalt bestimmt, wie effizient die Prozessoren bei unterschiedlichen Akzeptanzwahrscheinlichkeiten der Iterationen eingesetzt werden, was maßgeblich die erzielbare Geschwindigkeitsbeschleunigung beeinflusst.
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