Bachelorarbeit, 2020
31 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Merseburger Zaubersprüche
3. Der Zweite Merseburger Zauberspruch im Vergleich
3.1 Vergleich des Aufbaus
3.2 Vergleich des Übersetzungsinhalts
3.3 Vergleich der Interpretationen
4. Interpretationen von Phol im Vergleich
4.1 Phol als Gott
4.2 Phol als Gott Balder
4.3 Phol als Pferd
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
7. Anhang
Die vorliegende Arbeit untersucht die Identität der Figur "Phol" im Zweiten Merseburger Zauberspruch, um zu klären, ob es sich dabei um einen Gott, den Gott Balder oder ein Pferd handelt. Durch den systematischen Vergleich mit weiteren europäischen Zaubersprüchen soll die Rolle Phols präzisiert und in den historisch-religiösen Kontext eingeordnet werden.
1. Einleitung
Bereits ein Jahr nach der Entdeckung der Merseburger Zaubersprüche rätselte Jacob Grimm über ihre Bedeutung und auch nach 179 Jahren gibt es keine Einigung diesbezüglich, vielmehr ist ein Irrgarten besonders um den Zweiten Merseburger Zauberspruch herum entstanden, in dessen Zentrum eines steht: Phol. Dieser war und ist immer wieder ein kontrovers diskutierter Gegenstand der Forschung, wie die zahlreiche Literatur dazu zeigt, zumal seine Deutung großen Einfluss auf die Interpretation des Zweiten Merseburger Zauberspruchs hat und damit wiederum auf das Verständnis der vorchristlichen Zeit in Europa.
Dass nur wenige schriftliche Quellen aus der Zeit der Niederschrift der Merseburger Zaubersprüche, etwa 1004 n.Chr., existieren, erschwert die Suche nach ihrem Ursprung, sowie möglichen Parallelen zu anderen Sprüchen, weshalb auf ähnliche, jedoch jüngere Sprüche zurückgegriffen wird. Verwandtschaft zu begründen und zu rechtfertigen ist dabei das Grundproblem, das zuerst gelöst werden muss, bevor ein Vergleich der Sprüche durchgeführt werden darf.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik um die Identität des "Phol" ein und skizziert die wissenschaftliche Vorgehensweise anhand eines Vergleichs mit ähnlichen europäischen Zaubersprüchen.
2. Die Merseburger Zaubersprüche: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Merseburger Zaubersprüche, ihre Einbettung in die Handschrift und die historischen sowie forschungsgeschichtlichen Rahmenbedingungen.
3. Der Zweite Merseburger Zauberspruch im Vergleich: Hier erfolgt eine direkte Gegenüberstellung der Aufbau- und Inhaltsstrukturen der ausgewählten Vergleichssprüche mit dem Zweiten Merseburger Zauberspruch.
4. Interpretationen von Phol im Vergleich: Dieses Kapitel prüft detailliert die drei zentralen Thesen – Phol als Gott, als Gott Balder oder als Pferd – auf ihre Plausibilität anhand der zuvor gewonnenen Erkenntnisse.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Interpretation von Phol als Pferd Wodans am wahrscheinlichsten ist.
6. Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.
7. Anhang: Enthält die Transkriptionen und Übersetzungen der untersuchten Sprüche.
Merseburger Zaubersprüche, Phol, Wodan, Balder, Incanatio, Historiola, Altdeutschland, Zauberspruchforschung, Verrenkung, Heilszauber, germanische Mythologie, christliche Überlieferung, Stabreim, mittelalterliche Literatur.
Die Arbeit befasst sich mit der Identität der rätselhaften Figur „Phol“ im Zweiten Merseburger Zauberspruch und untersucht deren Bedeutung im Kontext germanischer Mythologie und christlicher Überlieferung.
Zu den Schwerpunkten gehören der Aufbau und Inhalt von Zaubersprüchen des Frühmittelalters, die Analyse von Parallelüberlieferungen in Europa sowie die sprachwissenschaftliche und mythologische Interpretation antiker Texte.
Die Forschungsfrage lautet, wer oder was „Phol“ ist und ob es sich bei dieser Figur um eine Gottheit, speziell den Gott Balder, oder um ein Pferd handelt.
Es wird eine vergleichende Analyse durchgeführt, bei der der Zweite Merseburger Zauberspruch einer strukturellen und inhaltlichen Prüfung gegenüber sechs ausgewählten, vergleichbaren Zaubersprüchen aus anderen Regionen unterzogen wird.
Im Hauptteil werden der Aufbau der Sprüche, ihre Übersetzungsinhalte sowie die verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten von Phol detailliert gegenübergestellt.
Wichtige Begriffe sind Merseburger Zaubersprüche, Phol, Wodan, Balder, Incanatio, Historiola, sowie der Vergleich mit anderen europäischen Zaubersprüchen zur Heilung von Gliedmaßen.
Die Forschung ist sich uneinig, da nur wenige schriftliche Quellen aus der Entstehungszeit existieren und Phol nur in diesem einen Spruch explizit genannt wird.
Die Analyse legt nahe, dass Phol am ehesten als das junge Pferd Wodans zu deuten ist, eine Interpretation, die strukturelle und inhaltliche Gemeinsamkeiten innerhalb der untersuchten Zaubersprüche am besten stützt.
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