Masterarbeit, 2022
88 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Linguistische Grundlagen
2.1 Linguistische Grundlagen hinsichtlich Textebene
2.2 Linguistische Grundlagen hinsichtlich Satzebene
2.3 Linguistische Grundlagen hinsichtlich Wortebene
3. Empfehlungen, Regeln und Anforderungen im Vergleich
3.1 Vergleich der Empfehlungen, Regeln und Anforderungen hinsichtlich Textebene
3.2 Vergleich der Empfehlungen, Regeln und Anforderungen hinsichtlich Satzebene
3.3 Vergleich der Empfehlungen, Regeln und Anforderungen hinsichtlich Wortebene
4. Drei Webtexte für Deutschlernende im Vergleich
4.1 Vergleich der Webtexte hinsichtlich Textebene
4.2 Vergleich der Webtexte hinsichtlich Satzebene
4.3 Vergleich der Webtexte hinsichtlich Wortebene
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
7. Anhang
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen linguistischen Kriterienkatalog zu entwickeln, der hilft, Webtexte für Deutschlernende sprachlich so anzupassen, dass Sprachbarrieren abgebaut und Integration durch leichtere Verständlichkeit gefördert werden.
3. Empfehlungen, Regeln und Anforderungen im Vergleich
Um zu ermitteln, welche Anpassungen bei Webtexten für Deutschlernende vorgenommen werden müssen bzw. welche Anforderungen an Webtexte für Deutschlernende gestellt werden, gehe ich im Wesentlichen drei Fährten nach. Zuerst sei hier Baumert genannt, der ein Werk zur einfachen Sprache verfasst hat und darin Empfehlungen für das Verfassen von Texten in einfacher Sprache formuliert. Das BMAS, Bredel und Maaß und Sachsen.de bilden dazu die Gegenseite. Sie alle haben Regeln für das Verfassen von Texten in Leichter Sprache herausgearbeitet. Weshalb Leichte Sprache nicht ohne Weiteres für Deutschlernende passt, habe ich bereits in der Einleitung herausgearbeitet. Dennoch lohnt sich ein Blick auf die Regeln der Leichten Sprache, da sie offenbaren, in welcher Hinsicht deutsche Texte für Menschen mit eingeschränkten Sprachkenntnissen geschrieben werden sollten. Ich betrachte deshalb sowohl die einfache Sprache als auch die Leichte Sprache. Zweitens setze ich mich mit dem Werk Profile deutsch von Glaboniat et al. auseinander. Hierin sind die handlungsorientierten Anforderungen der Sprachniveaustufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens beschrieben. Eine dritte Sichtweise bieten Roche und andere Ratgeber, die aus einer eher persönlichen Sicht auf Texte für Deutschlernende und Webtexte blicken und damit die Lücken der anderen Werke füllen. Inwiefern ihre Empfehlungen für die Anpassung von Webtexten an Deutschlernende adäquat sind, wird sich im Folgenden zeigen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit, Webtexte für Deutschlernende anzupassen, um Teilhabe zu ermöglichen, und definiert das Ziel der Arbeit, einen linguistischen Kriterienkatalog zu erstellen.
2. Linguistische Grundlagen: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen zu Text-, Satz- und Wortebene (u.a. nach Schmitz, Vater und Hentschel/Weydt) gelegt.
3. Empfehlungen, Regeln und Anforderungen im Vergleich: Kapitel 3 vergleicht verschiedene Ratgeber zur einfachen und Leichten Sprache sowie allgemeine linguistische Anforderungen.
4. Drei Webtexte für Deutschlernende im Vergleich: Die Analyse der Webtexte wendet die zuvor entwickelten Kriterien auf drei Praxisbeispiele an, um die Eignung für Deutschlernende zu beurteilen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Anwendbarkeit der erarbeiteten Kriterien auf Webtexte.
6. Literaturverzeichnis: Hier werden alle verwendeten Quellen und Ratgeber dokumentiert.
7. Anhang: Der Anhang enthält ergänzende Materialien, welche für das Verständnis der durchgeführten Analysen hilfreich sind.
Deutschlernende, Leichte Sprache, Einfache Sprache, Webtexte, Linguistischer Kriterienkatalog, Sprachliche Anpassung, Textverständlichkeit, Sprachniveau A2, Sprachniveau B1, Modusanalyse, Kohäsion, Kohärenz, Satzsemantik, Wortbildung, Multimodalität
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik, dass viele Internetangebote für Deutschlernende zu komplex formuliert sind. Ziel ist die Entwicklung eines Kriterienkatalogs zur sprachlichen Anpassung von Webtexten.
Die Untersuchung konzentriert sich auf Erwachsene, die bereits Grundkenntnisse im Deutschen erworben haben (ca. Niveau A2 bis B1), jedoch mit dem Vokabular und der Komplexität von Standardtexten überfordert sind.
Die Arbeit gliedert sich methodisch in die Untersuchung der Textebene (Struktur, Multimodalität), der Satzebene (Syntax, Satzlänge, Konnektoren) und der Wortebene (Wortbildung, Lexik).
Zunächst werden theoretische Grundlagen erarbeitet und existierende Ratgeber zur einfachen und Leichten Sprache verglichen. Basierend darauf werden drei exemplarische Webtexte linguistisch analysiert und optimiert.
Ja, Leichte Sprache dient als Vergleichsfolie und Inspirationsquelle, wobei die Autorin kritisch hinterfragt, inwieweit deren starre Regeln für Deutschlernende (die nicht zwangsläufig Lernschwierigkeiten haben) sinnvoll sind.
Webtexte dienen oft als erste Anlaufstelle für lebenswichtige Informationen. Unverständliche Texte können hierbei Integrationsbemühungen erschweren oder gänzlich verhindern.
Es wird empfohlen, diese durch präzise, einfachere Lexeme oder Umschreibungen zu ersetzen, sofern sie nicht zwingend notwendig sind, um Missverständnisse durch unklare Fachsprache zu vermeiden.
Visualisierungen werden als wichtiges Kriterium für Multimodalität anerkannt. Diese sollten den Inhalt unterstützen, ohne den Textfluss durch übermäßige Komplexität zu stören.
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