Bachelorarbeit, 2022
38 Seiten, Note: 2,9
1 Einleitung
2 Ehrenamt in der Kommunalpolitik
2.1 Was macht Ehrenamt aus?
2.2 Eine tragende Säule? – Das Ehrenamt in der Kommunalpolitik
2.3 Besonderheiten des kommunalen Ehrenamtes
2.4 Finanzielle Entschädigung des Ehrenamtes
2.5 Motivation für das kommunalpolitische Ehrenamt
3 Die Rolle der Parteien in der Kommunalpolitik
3.1 Funktion von Parteien auf kommunaler Ebene
3.2 Ehrenamtliches Engagement in einer Partei auf kommunaler Ebene
4 Parteipolitisierung
4.1 Was ist Parteipolitisierung auf kommunaler Ebene?
4.2 Der Grad der Parteipolitisierung auf kommunaler Ebene
4.3 Die Wirkung der Parteipolitisierung auf das Ehrenamt
4.3.1 Personelle Parteipolitisierung
4.3.2 Inhaltliche Parteipolitisierung
4.3.3 Prozedurale Parteipolitisierung
5 Professionalisierung
5.1 Ehrenamt und Professionalisierung – unvereinbar?
5.2 Zeitlicher Aufwand
5.3 Aufwandsentschädigung
5.4 Finanzielle Ausstattung der Fraktionen
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich die Tendenzen der Parteipolitisierung und der Professionalisierung auf die Attraktivität des kommunalpolitischen Ehrenamts in Deutschland auswirken. Dabei liegt die zentrale Forschungsfrage darauf, ob diese Entwicklungen die gemeinwohlorientierte Haltung der Akteure stärken oder die Ausübung des politischen Mandats erschweren und somit die Attraktivität des Engagements nachhaltig verändern.
4.3.1 Personelle Parteipolitisierung
Das Verständnis über den Einfluss der Parteipolitisierung auf das personelle Tableau der kommunalen Ebene ist entscheidend, um die Attraktivität des Ehrenamtes zu bewerten. Es gibt grundsätzliche Entwicklungen, die wesentliche Auswirkungen auf die personelle Ausstattung der kommunalen Ebene haben. Diese Entwicklungen nehmen insbesondere auf einwohnerstarke Gemeinden und Städte Einfluss, in denen die Kommunalpolitik in weiten Teilen politisiert ist. Besonders gravierend sind die Entwicklungen hinsichtlich der Altersstruktur in der ehrenamtlichen Kommunalpolitik und die Tendenz zu einem Mitgliederrückgang bzw. zur verringerten Bereitschaft, Arbeit für eine Partei zu tätigen.
Eine Mandatsträgerbefragung in Nordrhein-Westfalen ergab, dass die kommunalen Mandatsträger und Mandatsträgerinnen durchschnittlich über 50 Jahre alt sind. Damit ist auch die Bevölkerungsgruppe der 19- bis 45-Jährigen stark unterrepräsentiert. In seinem Beitrag legt WIESENDAHL diese Problematik dar und untersucht den Mitgliederschwund der Bundestagsparteien in den vergangenen Jahrzehnten. Obwohl die Entwicklung der Mitgliederzahlen nicht für jede Partei in gleicher Weise gilt und die FDP und Bündnis 90/Die Grünen in jüngster Zeit Mitglieder hinzugewonnen haben, lässt sich auf der kommunalen Ebene ein Problem der Nachwuchsgewinnung feststellen.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik des ehrenamtlichen Engagements in der Kommunalpolitik, Herleitung der Forschungsfrage und Überblick zur aktuellen Studienlage.
2 Ehrenamt in der Kommunalpolitik: Definition des Ehrenamtsbegriffs, Analyse der Besonderheiten des kommunalen Mandats sowie Untersuchung der Motivationslagen für ein politisches Engagement.
3 Die Rolle der Parteien in der Kommunalpolitik: Darstellung der Funktionen von Parteien vor Ort sowie Analyse ihres Einflusses auf kommunale Entscheidungsprozesse.
4 Parteipolitisierung: Untersuchung der Politisierung kommunaler Abläufe und deren Auswirkungen auf die personellen, inhaltlichen und prozeduralen Aspekte des Mandats.
5 Professionalisierung: Auseinandersetzung mit der Tendenz zur „Verberuflichung“, analysiert durch Zeitaufwand, Entschädigungen und die finanzielle Ausstattung von Fraktionen.
6 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Einordnung der Ergebnisse bezüglich der Zukunftsfähigkeit des kommunalpolitischen Ehrenamts.
Kommunalpolitik, Ehrenamt, Parteipolitisierung, Professionalisierung, Mandatsträger, Lokale Demokratie, Fraktionszwang, Aufwandsentschädigung, Kommunalwissenschaft, Engagement, Politikwissenschaft, Selbstverwaltung, Mitwirkung, Nachwuchsgewinnung, Politische Kultur
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Parteipolitisierung und Professionalisierung auf die Attraktivität des ehrenamtlichen Engagements in der kommunalen Politik.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Motivationslagen von Mandatsträgern, der Rolle von Parteien vor Ort sowie den strukturellen Veränderungen durch Professionalisierungstendenzen wie Zeitaufwand und Vergütung.
Die Forschungsfrage lautet: „Wie wirken sich Parteipolitisierung und Professionalisierung auf die Attraktivität des Ehrenamtes in der Kommunalpolitik aus?“
Die Arbeit stützt sich auf eine politikwissenschaftliche Literaturanalyse und den Ansatz des akteurszentrierten Institutionalismus, um kommunalpolitische Prozesse nachzuvollziehen.
Der Hauptteil beleuchtet detailliert den Begriff des Ehrenamtes, die Funktionen der Parteien, die drei Ebenen der Parteipolitisierung sowie die verschiedenen Facetten der Professionalisierung in der Kommunalpolitik.
Die wichtigsten Begriffe sind Kommunalpolitik, Ehrenamt, Parteipolitisierung, Professionalisierung, Mandatsträger, Lokale Demokratie und Aufwandsentschädigung.
Die Arbeit identifiziert die Gemeindegröße als zentralen Indikator: Mit wachsender Größe steigen die Professionalisierungsanforderungen und der Grad der Parteipolitisierung, was zumeist zulasten der Flexibilität des Ehrenamts geht.
Fraktionszwang wird oft als problematisch wahrgenommen, da er individuelle Überzeugungen unterdrückt, was bei Diskrepanzen zwischen Parteivorgaben und eigenem Gewissen die Attraktivität des Engagements mindern kann.
Während sie den erhöhten Zeitaufwand kompensiert, birgt sie bei einer „de facto Professionalisierung“ die Gefahr, den ideellen Grundgedanken des unentgeltlichen Ehrenamts zu verdrängen.
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