Bachelorarbeit, 2008
128 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Migration in Deutschland
2.1. Die Geschichte der Migration Deutschlands ab 1949
2.2. Was ist Migration?
2.3. Religions- und Wertunterschiede und deren Bedeutung für Deutschland
3. Definitionen zur Verständigung
3.1. Was ist ein „Ausländer“?
3.2. Das Grundgesetz (Artikel 116, Absatz 1)
3.3. Was bedeutet „Staatsangehörigkeit“?
3.4. Was ist unter „Integration“ zu verstehen?
3.5. Das Zuwanderungsgesetz
4. Exkurs: Einblick in bestimmte Einwanderungswellen
4.1. Die griechischen und türkischen Einwanderungswellen
4.2. Die Spätaussiedler
4.3. Ein Vergleich: worin liegt der Unterschied zwischen diesen Menschen?
5. Die Shell Jugendstudie
5.1. Bildung
5.2. Beruf
5.3. Privatleben
5.4. Zukunftsaussichten
6. Probleme von Migrantenjugendlichen
6.1. In der Schule
6.2. Mit der Sprache
6.3. Erklärungsansätze zum Verständnis von Bildung in anderen Kulturen
6.4. Die Nachkommen von Migranten als Chance für Deutschland?
7. Empirischer Teil der Arbeit
7.1. Hypothesen
7.2. Operationalisierung der Hypothesen
7.3. Versuchsplan
7.4. Beschreibung der Versuchspersonen
8. Auswertung (1) der Daten
9. Auswertung (2) der Daten
9.1. Erstellung der latenten Variablen
9.2. Beziehungen der Variablen untereinander
10. Diskussion und Auswertung
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht, wie Jugendliche in Deutschland – differenziert nach ihrem Migrationshintergrund – ihre Zukunft in den Bereichen Bildung, Beruf und Privatleben beurteilen. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, zu ermitteln, inwieweit sich Jugendliche mit Migrationshintergrund innerhalb der deutschen Gesellschaftsstrukturen benachteiligt fühlen und welche Faktoren ihre Lebensentwürfe und ihr Wohlbefinden beeinflussen.
2.2. Was ist Migration?
In dem Augenblick, in dem wir von Migration sprechen, beschäftigen wir uns mit dem Zuwanderungsschicksal anderer Menschen aus verschiedenen Kulturen und Lebenssituationen. Es gibt verschiedene Arten der Migration; d.h. Menschen wandern aus unterschiedlichen Gründen aus bzw. in ein anderes Land ein. Einige wünschen sich einen guten abschließenden Lebensabschnitt, andere eine bessere Zukunft für ihre Kinder. Andere wiederum sind aufgrund von Krieg oder Elend aus ihrer Heimat in ein anderes Land geflohen oder vertrieben worden. Das folgende Zitat soll uns eine geeignete Definition zum Begriff geben:
„Flexibilität und Mobilität sind in der modernen, kapitalistisch angetriebenen Gesellschaft regelmäßige Erwartungen an das Individuum. Sobald nennenswerte Bevölkerungsgruppen räumlich in Bewegung geraten, wird Mobilität als Wanderung beobachtet; wenn auf der Suche nach bezahlter Beschäftigung und persönlicher Sicherheit nationale Grenzen überschritten werden ist von Migration die Rede, die, wenn sie eine bestimmte Größenordnung erreicht, von den abgebenden wie den aufnehmenden Staaten als Problem wahrgenommen werden kann“ (Bommes/ Schiffauer 2006; 165).
Wie im Zitat beschrieben, stellt Migration in erster Linie nicht das Problem dar, als was es oftmals betrachtet wird. In erster Linie ist Migration ein linearer, geführter und durchaus gewollter Prozess. Überschreitet dieser allerdings eine festgelegte Größenordnung, wird Migration zum Problem. Viele Menschen mit denselben Herkunftswurzeln oder demselben Schicksal müssen natürlich zunächst in die Gesellschaft eingegliedert werden. Da dies aber nicht sofort nach Zuwanderung geschehen kann, sondern ein langer, mit Geduld gesteuerter Prozess, sein muss, verliert der Begriff Migration schnell seinen positiven Aspekt und wird weiterhin als Dorn im Auge betrachtet.
1. Einleitung: Stellt den gesellschaftlichen Kontext der Migration in Deutschland dar und definiert die Zielsetzung der Arbeit, das Wohlbefinden und die Zukunftsaussichten von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu untersuchen.
2. Migration in Deutschland: Bietet einen historischen Überblick über die Einwanderung seit 1949 und erläutert die theoretischen Definitionen sowie die soziokulturelle Bedeutung von Migration.
3. Definitionen zur Verständigung: Klärt zentrale Begriffe wie Ausländer, Staatsangehörigkeit, Integration und das Zuwanderungsgesetz, um ein einheitliches Verständnis für die weitere Analyse zu schaffen.
4. Exkurs: Einblick in bestimmte Einwanderungswellen: Analysiert spezifisch die griechischen und türkischen Gastarbeiter sowie Spätaussiedler und vergleicht deren unterschiedliche Integrationshintergründe.
5. Die Shell Jugendstudie: Betrachtet die Bereiche Bildung, Beruf, Privatleben und Zukunftsaussichten junger Menschen in Deutschland als Vergleichsbasis für die eigene Untersuchung.
6. Probleme von Migrantenjugendlichen: Beleuchtet die Herausforderungen in der Schule, sprachliche Hürden und kulturelle Faktoren, die den Schulerfolg beeinflussen können.
7. Empirischer Teil der Arbeit: Beschreibt die Hypothesenbildung, die Operationalisierung der Fragen und den methodischen Versuchsplan der durchgeführten Befragung.
8. Auswertung (1) der Daten: Präsentiert die deskriptive Statistik der erhobenen Daten, insbesondere zur Herkunft und zum Bildungsstand der Befragten.
9. Auswertung (2) der Daten: Analysiert die komplexeren Zusammenhänge und Korrelationen zwischen den Variablen, inklusive der Erstellung latenter Variablen.
10. Diskussion und Auswertung: Fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die Integrationsprozesse und bietet einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung sowie die politische Relevanz des Themas.
Migration, Jugendstudie, Integration, Bildungsbenachteiligung, Zukunftsperspektiven, Migrationshintergrund, Schulerfolg, Sprachkompetenz, interkulturelle Beziehungen, Sozialstruktur, Demokratiebeteiligung, Wertevorstellungen, Identitätsfindung, Empirische Untersuchung, Zuwanderungsgesetz.
Die Arbeit untersucht die Lebensumstände, Zukunftsvorstellungen und das Wohlbefinden von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund in der deutschen Gesellschaft.
Die Untersuchung konzentriert sich primär auf die drei großen Bereiche Bildung, Beruf und Privatleben sowie auf das Thema Freizeitgestaltung.
Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie sich Jugendliche mit Migrationshintergrund benachteiligt fühlen und wie sie ihre Chancen und Zukunft in Deutschland bewerten.
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung durchgeführt, bei der ein Fragebogen in Schulen und Jugendzentren in Flensburg und Umgebung verteilt wurde, ergänzt durch deskriptive Statistik und Korrelationsanalysen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Migrationsgeschichte und Begriffsdefinitionen, eine Analyse relevanter Jugendstudien sowie die ausführliche empirische Auswertung der Umfrageergebnisse.
Die wichtigsten Schlagworte sind Migration, Integration, Jugendstudie, Bildungschancen und soziale Partizipation.
Sprachkenntnisse werden als zentraler Schlüssel zur Integration identifiziert; Mängel führen oft zu einer Bildungsbenachteiligung und einer verzerrten Wahrnehmung des Leistungspotenzials der Jugendlichen.
Trotz einer gewissen Politikverdrossenheit und Sorgen hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage blickt eine Mehrheit der Jugendlichen eher zuversichtlich auf ihre persönliche Zukunft.
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