Diplomarbeit, 2009
115 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1. Aktualität und Notwendigkeit der Unternehmensnachfolge
1.2. Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Definition und Abgrenzung des Begriffs der Unternehmensnachfolge
3. Definition der kleinen und mittleren Unternehmen
3.1. Qualitativer Mittelstand
3.2. Quantitativer Mittelstand
3.3. Volkswirtschaftliche Bedeutung des Mittelstandes
4. Motive der Unternehmensnachfolge
4.1. Motive aus Sicht des Übergebers
4.2. Motive aus Sicht des Übernehmers
5. Nachfolgeformen
5.1. Bedeutung der Nachfolgeform
5.2. Entgeltliche Übertragung des Unternehmens
5.2.1. Allgemeines zu entgeltlichen Übertragungen
5.2.2. Die Unternehmensbewertung
5.2.2.1. Grundsätzliches zur Unternehmensbewertung
5.2.2.2. Die ertragswertorientierten Verfahren
5.2.2.3. Die substanzwertorientierten Verfahren
5.2.2.4. Die Mischverfahren
5.2.2.5. Vergleichs-/Multiplikatorverfahren
5.2.2.6. Besonderheiten der Unternehmensbewertung bei kleinen und mittleren Unternehmen
5.2.3. Der Ablauf der Unternehmensveräußerung
5.2.4. Verkäuferkreis
5.2.4.1. Der „fremde“ Unternehmer
5.2.4.2. Management Buy-Out / Management Buy-In
5.2.4.3. Börsengang
5.3. Unentgeltliche Übertragung des Unternehmens
5.3.1. Vererbung
5.3.1.1. Gesetzliche Erbfolge
5.3.1.2. Gewillkürte Erbfolge
5.3.2. Schenkung
5.3.3. Stiftung
5.3.3.1. Gemeinnützige Stiftung
5.3.3.2. Privatnützige Stiftung
5.3.3.3. Doppelstiftung
6. Mögliche Wege zur Finanzierung der Unternehmensnachfolge
7. Aktuelle Trends
7.1. Unternehmensnachfolgen in Zeiten der Wirtschaftskrise
7.2. Besteht in Deutschland eine Nachfolgelücke? Was sind mögliche Lösungen?
8. Zukunftschancen der Unternehmensnachfolge unabhängig von der Gestaltungsform
8.1 Zukunftschancen durch die Person des Nachfolgers
8.2 Zukunftschancen aus den Verbundseffekten verschiedener Unternehmen
9. Schlussbetrachtung
Diese Arbeit befasst sich mit der komplexen Problematik der Unternehmensnachfolge in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland. Ziel ist es, dem Leser ein Verständnis für die verschiedenen Nachfolgeformen, deren Gestaltungsmöglichkeiten, die Finanzierung sowie die Zukunftschancen zu vermitteln, wobei die individuelle Anpassung an den Einzelfall im Vordergrund steht.
4.1. Motive aus Sicht des Übergebers
Der Vorgang der Nachfolge wird vorrangig aus der Sicht des abgebenden Eigentümers betrachtet, während bei der Betrachtung von Akquisitionen und Fusionen meist die Perspektive der erwerbenden Partei eingenommen wird. „Nichtsdestoweniger sind Akquisitionen und Fusionen einerseits sowie die Nachfolge durch Verkauf andererseits […] spiegelbildliche Erscheinungen ein und desselben Vorgangs und damit quasi ‚zwei Seiten einer Medaille’.“
Die Mehrzahl aller Unternehmensübertragungen erfolgt altersbedingt und planmäßig. Somit stellt das Alter des Übergebers das Hauptmotiv für eine Unternehmensnachfolge dar. Im Jahre 2005 erfolgten ca. 65,6 % aller Unternehmensnachfolgen aus diesem Übergabegrund heraus (siehe Abbildung 2).
Es kann aber auch vorkommen, dass sich der Übergeber eine neue Tätigkeit sucht, in ca. 8,1 % der Fälle, oder unerwartet, etwa aufgrund einer Krankheit, eines Unfalls, Streitigkeiten innerhalb der Familie, Ehescheidungen oder des Todes, aus dem Unternehmen ausscheidet. Ca. 26,3 % aller Unternehmensnachfolgen resultieren hieraus.
1. Einleitung: Beleuchtung der hohen Aktualität und Dringlichkeit der Unternehmensnachfolge vor dem Hintergrund demografischer Entwicklungen und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
2. Definition und Abgrenzung des Begriffs der Unternehmensnachfolge: Klärung der Kernbegriffe zur Abgrenzung von unternehmerischem Ausscheiden und Nachfolge.
3. Definition der kleinen und mittleren Unternehmen: Diskussion qualitativer und quantitativer Abgrenzungskriterien sowie deren volkswirtschaftliche Bedeutung.
4. Motive der Unternehmensnachfolge: Analyse der Treiber und Herausforderungen aus der Perspektive von Übergebern und potenziellen Übernehmern.
5. Nachfolgeformen: Ausführliche Behandlung der entgeltlichen (Verkauf, Bewertung, Ablauf, Börsengang) und unentgeltlichen (Vererbung, Schenkung, Stiftung) Übertragungsmodelle.
6. Mögliche Wege zur Finanzierung der Unternehmensnachfolge: Überblick über Finanzierungsquellen, klassische Instrumente und deren Anwendung beim Unternehmenskauf.
7. Aktuelle Trends: Untersuchung der Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf Nachfolgeaktivitäten und Diskussion zur Existenz einer Nachfolgelücke.
8. Zukunftschancen der Unternehmensnachfolge unabhängig von der Gestaltungsform: Analyse von Potenzialen durch die Person des Nachfolgers und strategische Verbundseffekte.
9. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der Notwendigkeit einer individuellen, frühzeitigen Nachfolgeplanung unter Einbeziehung rechtlicher und steuerlicher Beratung.
Unternehmensnachfolge, Mittelstand, KMU, Unternehmensbewertung, Unternehmensverkauf, Erbschaftsteuer, Schenkung, Stiftung, Generationswechsel, Finanzierung, Familienunternehmen, Management Buy-Out, Existenzgründung, Nachfolgeplanung, Steuerrecht.
Die Arbeit analysiert die Gestaltungsmöglichkeiten und Herausforderungen bei der Unternehmensnachfolge in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland.
Die Arbeit behandelt die Definition des Mittelstands, die Motive für eine Nachfolge, verschiedene Übertragungsformen (entgeltlich/unentgeltlich), Bewertungsverfahren, Finanzierungsoptionen und aktuelle Trends wie die Auswirkungen der Wirtschaftskrise.
Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über die komplexen rechtlichen, steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Aspekte der Nachfolge zu geben, um Unternehmer bei der individuellen Entscheidungsfindung zu unterstützen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und Forschungsergebnisse zur Unternehmensnachfolge sowie der Einordnung in geltende rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von KMU, die Motive, die verschiedenen Gestaltungsformen (Verkauf, Vererbung, Schenkung, Stiftung), Finanzierung der Nachfolge sowie eine Analyse aktueller Trends und Zukunftschancen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Unternehmensnachfolge, Mittelstand, Erbschaftsteuer, Unternehmensbewertung, Management Buy-Out und Nachfolgeplanung definiert.
Die Bewertung ist entscheidend bei entgeltlichen Übertragungen, um einen fairen Kaufpreis zwischen Käufer und Verkäufer zu finden, wobei der Autor verschiedene Verfahren wie das Ertragswert- oder Multiplikatorverfahren erläutert.
Die Stiftung bietet die Möglichkeit, Vermögen langfristig zu binden, Herrschaftsmacht und Eigentum zu trennen und steuerliche Freibeträge optimal zu nutzen, insbesondere bei größeren Familienunternehmen.
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