Bachelorarbeit, 2023
53 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problembeschreibung und Relevanz
1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3 Struktur der Arbeit
2. Weiterbildung von Führungskräften in ihren Settings
2.1 Funktionen und Ziele der Weiterbildung von Führungskräften im Pflegesektor
2.2 Differenzierung der Settings zum Einsatz von Führungskräften im Gesundheitswesen
2.3 Ziele und Inhalte der Funktionsweiterbildung „Führen und Leiten einer Pflege- oder Funktionseinheit in der Akut- und Langzeitpflege“
3. Die Bedeutung der Evaluation für die Weiterbildung und ihre Wirkung
4. Forschungsdesign
4.1 Forschungsmethode
4.1.1 Begründung der qualitativen Methode
4.1.2 Gütekriterien
4.1.3 Berücksichtigung ethischer Aspekte
4.2 Datenerhebung
4.2.1 Leitfadengestütztes Experteninterview
4.2.2 Auswahl der Interviewpartner:innen
4.2.3 Durchführung der Interviews
4.3 Datenauswertung
4.3.1 Transkription nach Kuckartz
4.3.2 Qualitative Inhaltsanalyse
5. Darstellung der Forschungsergebnisse
5.1 Allgemeiner Blick auf die Weiterbildung
5.2 Praxistransfer
5.3 Zukunftsausblick
6. Interpretation und Handlungsempfehlung
7. Fazit und kritische Reflexion
Die vorliegende Bachelorarbeit evaluiert die Funktionsweiterbildung „Führen und Leiten einer Pflege- oder Funktionseinheit in der Akut- und Langzeitpflege“ aus der Perspektive der Teilnehmenden, um deren Anwendbarkeit in der Praxis zu prüfen und den Bedarf an fortlaufenden Angeboten wie Refresher-Kursen zu eruieren.
5.1 Allgemeiner Blick auf die Weiterbildung
Zum allgemeinen Blick auf die Weiterbildung (vgl. Kapitel 2.3) zählen die damit verknüpften Erinnerungen. In dieser Subkategorie geht es vor allem um die subjektive Wahrnehmung der Weiterbildung und darum, was in Erinnerung geblieben ist, um in das Thema des Interviews einzusteigen.
Alle drei Teilnehmer:innen der Interviews stellten die Zusammenarbeit, den Austausch im Team als besonders positiv heraus und damit das Kennenlernen unterschiedlicher Settings und Einsatzmöglichkeiten im Gesundheitswesen. Insbesondere B1 und B2 nannten das durchgeführte Gruppendynamiktraining als besonders gelungen und bescheinigten diesem einen großen Nutzen. Dies machen die nachfolgenden zwei Zitate besonders deutlich:
„Ähm tatsächlich dieses Training in der Gruppendynamik, also Gruppendynamiktraining über eine ganze Woche. Das ist mir besonders in Erinnerung geblieben, weil man da tatsächlich sehr intensiv in Kleingruppen gearbeitet hat und sehr intensiv auch teilweise an Problemen, die man hatte oder auch andere Teilnehmer hatten. Das fand ich sehr interessant. Also da habe ich sehr viel auch für mich mitgenommen, auch in Bezug, wie sieht man andere Menschen oder auch Mitarbeiter eventuell.“ (B1/Zeile 39-41)
„Das war jetzt, was mir gut gefallen und was woran ich auch heute noch gern zurückdenke, das war die Woche, wo wir dieses Gruppendynamiktraining hatten. Das fand ich total klasse und das war auch glaube ich das Beste in der ganzen Weiterbildung.“ (B2/Zeile 783-785)
Alle drei Interviewpartner:innen betonten, dass insbesondere inhaltliche Themen wie Dienstplangestaltung deutlich zu kurz kamen, was nachfolgend exemplarisch dargelegt wird.
„… als uns was mitzugeben für die tägliche Arbeit. Gerade die tägliche Arbeit, Dienstplangestaltung, Ruhezeiten einhalten.“ (B1/Zeile 359-360)
„… da steht natürlich an erster Stelle der Dienstplan. Ja, und das war gar nicht da. Das Thema war gar nicht vorhanden in dieser Weiterbildung. Also so Dienstplan, wie organisiere ich irgendwas, wie führe ich ein Mitarbeitergespräch. Diese Sachen haben einfach komplett gefehlt.“ (B2/Zeile 730-733)
„… da haben mir zum Beispiel Aspekte gefehlt wie Dienstplangestaltung.“ (B3/Zeile 1057-1058)
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Führungskräftequalifizierung angesichts des Fachkräftemangels und definiert die Forschungsfrage sowie Struktur.
2. Weiterbildung von Führungskräften in ihren Settings: Erläutert theoretische Grundlagen der Weiterbildung, verschiedene Settings der Pflege und die spezifischen Ziele der Funktionsweiterbildung.
3. Die Bedeutung der Evaluation für die Weiterbildung und ihre Wirkung: Spezifiziert den Evaluationsbegriff, die notwendigen Qualitätsstandards und das Ziel der Weiterbildungsverbesserung.
4. Forschungsdesign: Detailliert die methodische Vorgehensweise, Begründung der Experteninterviews, Datenerhebung sowie Auswertung mit Transkription und Inhaltsanalyse.
5. Darstellung der Forschungsergebnisse: Präsentiert die empirischen Befunde hinsichtlich Rückblick auf die Weiterbildung, Praxistransfer und Zukunftserwartungen.
6. Interpretation und Handlungsempfehlung: Diskutiert die Ergebnisse und leitet spezifische Empfehlungen für Bildungseinrichtungen und Unternehmen ab.
7. Fazit und kritische Reflexion: Fasst zentrale Ergebnisse zusammen und reflektiert kritisch das Forschungsdesign sowie die Grenzen der Studie.
Gesundheitswesen, Führungskräfte, Funktionsweiterbildung, Refresher-Kurse, Experteninterview, qualitative Forschungsmethode, Mitarbeiterbindung, Dienstplangestaltung, Transformationsführung, Praxisanleiter, Personalmangel, Evaluation, Theorie-Praxis-Transfer, Führungskompetenzen, lebenslanges Lernen
Die Arbeit evaluiert kritisch die Funktionsweiterbildung „Führen und Leiten“ für Führungskräfte im Gesundheitswesen aus der Sicht von Teilnehmenden.
Zentrale Themen sind die Eignung der Weiterbildungsinhalte für den Berufsalltag, der Umgang mit Konflikten, der Praxistransfer und die Notwendigkeit kontinuierlicher Weiterbildung.
Die Forschungsfrage lautet: „Wie wird die Weiterbildung ‚Führen und Leiten einer Pflege- oder Funktionseinheit in der Akut- und Langzeitpflege‘ für die Anwendung in der Praxis aus Teilnehmerperspektive bewertet?“
Die Autorin nutzt eine qualitative Forschungsstrategie basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews mit anschließender qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz.
Der Hauptteil analysiert theoretische Aspekte der Führung, das Forschungsdesign, die Resultate der Interviews sowie darauf basierende Handlungsempfehlungen für Praxis und Bildungsinstitute.
Schlüsselbegriffe sind Gesundheitswesen, Funktionsweiterbildung, Führungskräfte, Refresher-Kurse, Experteninterview und qualitative Forschung.
Alle befragten Führungskräfte bemängelten, dass das praxisrelevante Thema Dienstplangestaltung in ihrer Weiterbildung fehlte, obwohl es eine zentrale tägliche Herausforderung darstellt.
Aufgrund der sich stetig ändernden rechtlichen Rahmenbedingungen und Generationenwechsel halten sowohl die Interviewten als auch die Autorin Refresher-Kurse alle ein bis zwei Jahre für sinnvoll und notwendig.
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