Diplomarbeit, 2008
79 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Controlling – ein Modell
1.2.1. Begriffsabgrenzung Controlling
1.2.2. Controlling-Philosophie – Selbstverständnis der Controller
1.3. Unternehmensphilosophie
1.3.1. Stellenwert im Unternehmen
1.3.2. Relation von Unternehmensphilosophie und Controlling
2. Die Rollenwandlung des Controllings – Entwicklung zum Unternehmensführungskonzept
2.1. Entwicklungsstufen des Controllings
2.1.1. Bild des Controllers als Kostenmanager
2.1.2. Der Controller als Berater des Managements
2.2. Controlling im Führungsprozess
2.2.1. Anforderungen an den Controller
2.2.2. Organisationsstruktur des Controllings
2.2.3. Prozessmanagement
3. Controlling: Eine Strategie für sich
3.1. Stützpfeiler des Controllings
3.1.1. Strategisches Controlling
3.1.2. Operatives Controlling
3.2. Unternehmensphilosophie – der “rote Faden“ im Unternehmen
3.2.1. Verwandtschaft von Leitbild-Controlling und Unternehmensphilosophie
3.2.2. Controlling als strategisches Frühwarnsystem
3.2.3. Signifikanz der Corporate Identity
3.3. Zukunftsausrichtung des Unternehmens durch die Verwendung von Controlling-Instrumenten
3.3.1. Controlling als Indikator zur Erfolgsmessung
3.3.2. Controlling und Innovation
3.3.3. Projekt-Controlling
4. Tendenzen/Zukunftsaussichten für das Controlling
4.1. Kommunikationscontrolling – Wichtigkeit des Faktors Wissen für das Unternehmen und speziell für die Unternehmensphilosophie
4.1.1. Controlling und Kommunikation
4.1.2. Effekt von Kommunikation auf den Unternehmenswert
4.1.3. Unternehmenswert und Unternehmensphilosophie
4.2. Unverzichtbarkeit einer gezielten Informationsversorgung
4.2.1. Informationsmanagement
4.2.2. Bildungs- und Personalcontrolling
4.3. Virtuelle Unternehmen
4.3.1. IT-Systeme für das Controlling der Zukunft
4.3.2. Neue Wege im Bereich Controlling
4.3.3. Netzwerk-Controlling
5. Kritische Beurteilung
5.1. Controlling: Krisenbewältigung oder Krisenvermeidung
5.2. Notwendigkeit einer Kontrolle des Controllings
5.3. Grenzen des Controlling
6. Ergebnis
Das primäre Ziel der Arbeit besteht darin, die Vorteilhaftigkeit des Verständnisses von Controlling als ganzheitliches Unternehmensführungskonzept und als festen Bestandteil der Unternehmensphilosophie zu belegen. Die Forschungsfrage untersucht, wie durch die Implementierung von Controlling-Instrumenten in allen Unternehmensbereichen die interne Struktur verbessert und ein positiver Einfluss auf den externen Unternehmenswert erzielt werden kann.
1.1. Problemstellung
Der Begriff des Controllings ist heutzutage im Bereich der Unternehmensführung nicht mehr wegzudenken. Dabei hat der Begriff des Controllings bzw. des Controllers eine stete Wandlung durchlaufen. Vormals ausschließlich als „defensiver Kostenmanager“ betrachtet, so hat der Controller inzwischen den Status eines „flexiblen Beraters“ erreicht. Das Controlling hat jedoch weitaus mehr zu bieten als sein reines Instrumentarium. Vielmehr kann es als ein ganzheitliches Konzept innerhalb des Unternehmens verstanden werden. Die Unternehmensphilosophie spielt bei dieser Betrachtung eine zentrale Rolle. Die Philosophie kann als Herzstück eines Unternehmens betrachtet werden, ohne das der „Organismus“ des Unternehmens nicht (richtig) funktionieren kann. Bei vielen Unternehmen spielt die Unternehmensphilosophie jedoch eine eher untergeordnete Rolle. Das Vertrauen der Unternehmensführung wird stattdessen in diverse Studien und Konzepte investiert. Aber nur durch das reine Vorhandensein neuer Konzepte wird nicht zwangsläufig ein positiver Effekt auf das Unternehmen erzielt.
Oftmals werden Ziele und Strategien nicht bzw. nicht richtig an die Mitarbeiter kommuniziert. Folge ist die mangelnde Fähigkeit der Mitarbeiter, sich mit Zielen oder Leitsätzen der Unternehmensführung zu identifizieren. Es fehlt das Gefühl der Verbundenheit mit dem Unternehmen, das u.a. auch i.V.m. dem Begriff der „Corporate Identity“ (CI) bereits in diversen wissenschaftlichen Abhandlungen hinreichend untersucht wurde. Die CI gehört heutzutage ebenfalls zu den elementaren Erfolgsfaktoren eines Unternehmens. Sie kann z.B. durch eine zielgesteuerte Motivierung der Mitarbeiter verbessert werden und durch Schaffung eines Netzwerkes, welches alle Bereiche des Unternehmens sinnvoll zusammenführt bzw. verbindet. Erst durch die optimale Verknüpfung aller Teilbereiche kann das Erreichen eines gemeinsamen Zieles verfolgt werden. In der Praxis wird dem Faktor Vernetzung noch zu wenig Beachtung zuteil. Durch Implementierung von Controlling und speziell dem Netzwerkcontrolling kann dieser Zustand jedoch geändert werden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Wandel des Controlling-Verständnisses ein und stellt die Notwendigkeit dar, Controlling als ganzheitliche Unternehmensphilosophie zu etablieren.
2. Die Rollenwandlung des Controllings – Entwicklung zum Unternehmensführungskonzept: Hier wird die Entwicklung vom reinen Kostenmanager hin zum Berater des Managements und die Integration des Controllings in den Führungsprozess analysiert.
3. Controlling: Eine Strategie für sich: Dieses Kapitel erläutert die Stützpfeiler strategisches und operatives Controlling sowie die Verknüpfung von Unternehmensphilosophie, Frühwarnsystemen und modernen Instrumenten.
4. Tendenzen/Zukunftsaussichten für das Controlling: Es werden zukünftige Herausforderungen wie Kommunikationscontrolling, Informationsmanagement, virtuelle Strukturen und Netzwerk-Controlling behandelt.
5. Kritische Beurteilung: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit der Rolle des Controllings in Krisensituationen sowie der Notwendigkeit einer internen Selbstkontrolle des Controlling-Bereichs auseinander.
6. Ergebnis: Das Abschlusskapitel fasst die Vorteilhaftigkeit der Integration von Controlling in die Unternehmensphilosophie zusammen und bestätigt die zentrale Rolle des Controllers als Partner des Managements.
Controlling, Unternehmensphilosophie, Controller, Unternehmensführung, Strategisches Controlling, Operatives Controlling, Corporate Identity, Prozessmanagement, Informationsmanagement, Wertorientierung, Krisenmanagement, Innovationsmanagement, Netzwerk-Controlling, Unternehmenswert, Leitbild.
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation des Controllings von einer reinen Kostenkontrollinstanz zu einem ganzheitlichen Unternehmensführungskonzept, das eng mit der Unternehmensphilosophie verknüpft ist.
Die Arbeit deckt die Rollenwandlung des Controllers, die Einbettung in den Führungsprozess, strategische und operative Instrumente sowie die Bedeutung von Kommunikation, IT-Systemen und Netzwerken ab.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Verbindung von Controlling und Unternehmensphilosophie entscheidend für den nachhaltigen Unternehmenserfolg ist und die interne sowie externe Steuerung signifikant verbessert.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und die Auswertung aktueller Fachstudien zum Controlling, um die praktische Relevanz der Konzepte zu belegen.
Der Hauptteil analysiert die Stützpfeiler des Controllings, Instrumente wie die Balanced Scorecard und moderne Ansätze wie Prozess- und Netzwerk-Controlling sowie deren Einfluss auf die Unternehmenskultur.
Wesentliche Begriffe sind Unternehmensphilosophie, Controlling, Wertorientierung, Corporate Identity, Prozessmanagement und strategische Frühaufklärung.
Die Unternehmenskultur wird als "roter Faden" verstanden; das Controlling dient dabei als Instrument, um diese Kultur durch Transparenz und Kommunikation für Mitarbeiter lebbar zu machen.
Um die Akzeptanz zu sichern und dem Rechtfertigungsdruck zu begegnen, muss das Controlling seine eigenen Methoden kritisch hinterfragen und auch auf den eigenen Bereich anwenden, um als Vorbild zu agieren.
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