Examensarbeit, 2016
34 Seiten, Note: 2,1
Einleitung
I. Theoretische Vorüberlegungen und Begriffsklärung
1.1 Historisch-genetisches Lernen – Begrifflichkeiten
1.2 Der Begriff „Arbeit“
1.3 Die Bedeutung der Arbeit in unserer Gesellschaft
1.4 Die Arbeitswelt im Wandel hinsichtlich Technologisierung, Automatisierung und Rationalisierung
II. Unterrichtsanregung
2. Sachanalyse
3. Bedingungsanalyse
4. Didaktisch-methodische Analyse
4.1 Begründete Auswahl der Unterrichtsgegenstände
4.2 Erschließung des Themas „Arbeitswelt im Wandel“ über den Kategorialen Ansatz Bernhard Sutors
4.3 Beschreibung und Analyse des methodisch-didaktischen Konzepts der Unterrichtsstunde
5. Alternativen und Einschätzung dere Unterrichtsstunde
6. Ausführlicher Unterrichtsverlaufsplan
Diese Hausarbeit untersucht den Wandel der Arbeitswelt unter den Einflüssen von Technologisierung, Automatisierung und Rationalisierung. Ziel ist es, ein didaktisches Konzept für den Unterricht an Hauptschulen zu entwickeln, das Lernenden hilft, diesen komplexen Strukturwandel besser zu verstehen und eigene Handlungsmöglichkeiten für ihre berufliche Zukunft zu entwickeln.
1.4 Die Arbeitswelt im Wandel hinsichtlich Technologisierung, Automatisierung und Rationalisierung
Deutschland wird weiterhin eine führende Produktionsnation sein. Produktion sichert Wohlstand, Beschäftigung und unsere Zukunft. Auch in Zeiten der Verlagerung in Niedriglohnländer behauptet sich der Standort Deutschland durch Flexibilität, Qualität und Stabilität. Dies gilt insbesondere für die Highlight-Branchen, den Maschinen- und Anlagenbau, die Elektrotechnik und den Automobilbau. In den letzten Jahren haben diese Branchen ihre Produktion nach den Prinzipien der schlanken Produktion gestaltet, Flexibilität erhöht und damit große Erfolge bei Produktivität und Lieferbereitschaft erzielt. Aktuell steht die Produktion vor einem neuen Umbruch. Unter dem plakativen Namen »Industrie 4.0« wird der flächendeckende Einzug von Informations- und Kommunikationstechnik sowie deren Vernetzung zu einem Internet der Dinge, Dienste und Daten, das eine Echtzeitfähigkeit der Produktion ermöglicht, propagiert. Autonome Objekte, mobile Kommunikation und Echtzeitsensorik erlauben neue Paradigmen der dezentralen Steuerung und Ad-hoc-Gestaltung von Prozessen.
Die Fähigkeit, schnell und flexibel auf Kundenanforderungen zu reagieren und hohe Variantenzahlen bei niedrigen Losgrößen wirtschaftlich zu produzieren, wird zunehmen und so die Wettbewerbsfähigkeit noch einmal erhöhen. Neue Formen kundenintegrierter Geschäftsprozesse werden möglich. Die vollmundig versprochene »vierte industrielle Revolution« scheint in greifbarer Nähe. Dabei erscheint es absolut sicher, dass der arbeitende Mensch weiterhin im Mittelpunkt stehen wird, auch in einer durchgängig virtualisierten und informatisierten Fabrik. Qualifiziertee Mitarbeiter schließen sensorische Lücken, die immer bestehen werden. Sie verfügen über langjährige Erfahrung zur Beurteilung und Lösung von Ausnahmesituationen. Und sie bringen als Arbeitskraft ihre Kreativität und Flexibilität in die Prozesse ein. Gleichzeitig bieten die neuen Technologien und Unterstützungsmöglichkeiten auch bisher nicht denkbare Entfaltungsmöglichkeiten für Mitarbeiter. Sie können ihre Fähigkeiten sinnvoll einbringen und werden in monotonen bzw. körperlich anstrengenden Tätigkeiten entlastet Die Produktionsarbeit in Deutschland steht vor einem einschneidenden Umbruch. Dieser Umbruch kann individuell mitgestaltet werden. Dabei sollen die Techniken der Industrie 4.0 genutzt werden, um das erfolgreiche Konzept der schlanken Produktion weiterzuentwickeln und das Potenzial der Mitarbeiter effizient einzubringen.
Einleitung: Einführung in den gesamtgesellschaftlichen Wandel der Arbeitswelt und die Bedeutung kritischer Analyse durch Schüler.
I. Theoretische Vorüberlegungen und Begriffsklärung: Theoretische Fundierung des historisch-genetischen Lernens sowie Definition des Arbeitsbegriffs und der sozioökonomischen Veränderungsprozesse.
II. Unterrichtsanregung: Didaktische Planung einer Unterrichtseinheit zum Wandel der Arbeitswelt inklusive Analyse der Zielgruppe, methodischer Vorgehensweisen und Reflexion.
Arbeitswelt, Strukturwandel, Historisch-genetisches Lernen, Technologisierung, Automatisierung, Rationalisierung, Industrie 4.0, Arbeitslehre, Schlüsselqualifikationen, Bernhard Sutor, Didaktik, Dienstleistungsgesellschaft, Berufsorientierung, Sozialer Wandel.
Die Arbeit behandelt den Wandel der Arbeitswelt durch technologische und gesellschaftliche Faktoren und leitet daraus didaktische Ansätze für den Unterricht im Fach Arbeitslehre ab.
Die Schwerpunkte liegen auf dem historisch-genetischen Lernen, der Definition von Arbeit, der Entwicklung vom Industrie- zum Dienstleistungssektor sowie der methodisch-didaktischen Unterrichtsplanung.
Ziel ist es, Schülern ein Verständnis für die Dynamik der modernen Arbeitswelt zu vermitteln und ihnen Kriterien für kritische Urteilsbildung in Bezug auf ihre eigene Berufswahl zu geben.
Die Arbeit stützt sich auf den kategorialen Ansatz nach Bernhard Sutor zur politischen Bildung, um komplexe gesellschaftliche Sachverhalte für Schüler didaktisch zu erschließen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Begriffsklärungsteil und einen praktischen Unterrichtsentwurf mit einer detaillierten Analyse der methodischen Vorgehensweise.
Wichtige Begriffe sind Arbeitswelt-Wandel, historisch-genetisches Lernen, Schlüsselkompetenzen und der kategoriale Ansatz der politischen Bildung.
Die Industrie 4.0 bildet den aktuellen technologischen Kontext, der den Bedarf an hochqualifizierten, flexiblen Arbeitskräften hervorhebt und als Treiber des Umbruchs dient.
Sutors Ansatz dient dazu, Schülern ein „Handwerkszeug“ an die Hand zu geben, mit dem sie politische und gesellschaftliche Prozesse kritisch hinterfragen und auf ihre eigene Lebenswelt beziehen können.
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