Masterarbeit, 2021
91 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
2 DIE BILDUNGSSYSTEME IM VERGLEICH
2.1 Das deutsche Bildungssystem
2.1.1 Die Rolle von Bildung in Deutschland
2.1.2 Der Aufbau des deutschen Schulsystems
2.1.3 Die Bedingungsfaktoren auf der Schulebene
2.1.4 Die Förderungsmaßnahmen in deutschen Schulen
2.1.5 Die Prüfungskultur im deutschen Bildungssystem
2.1.6 Die Unterrichtsmethoden in deutschen Schulen
2.2 Das chinesische Bildungssystem
2.2.1 Die Rolle von Bildung in China
2.2.2 Der Aufbau des chinesischen Schulsystems
2.2.3 Die Bedingungsfaktoren auf der Schulebene
2.2.4 Die Förderungsmaßnahmen in chinesischen Schulen
2.2.5 Die Prüfungskultur im chinesischen Bildungssystem
2.2.6 Die Unterrichtsmethoden in chinesischen Schulen
3 DIE KOMPETENZENTWICKLUNG DER SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER
3.1 Die begriffliche Bestimmung von Kompetenz
3.2 Die Kompetenzbereiche nach PISA
3.2.1 Die Lesekompetenz
3.2.2 Die mathematische Kompetenz
3.2.3 Die naturwissenschaftliche Kompetenz
4 PISA
4.1 Das PISA-Rahmenmodell
4.2 Die PISA-Ergebnisse im Vergleich
5 DIE METHODE DER DATENERHEBUNG
5.1 Die Auswahl und Vorstellung der Probanden
5.2 Das Interviewleitfaden
5.3 Die Begründung der Interviewfragen
6 DIE DATENAUSWERTUNG
6.1 Die Methode der Datenauswertung
6.2 Die Analyse der Interviews
6.3 Die Zusammenfassung der Ergebnisse
7 DIE AUSWIRKUNGEN AUF DIE KOMPETENZBEREICHE
8 DIE CHANCEN FÜR DAS DEUTSCHE BILDUNGSSYSTEM
9 FAZIT
Die Arbeit untersucht den Einfluss des deutschen sowie des chinesischen Bildungssystems auf die PISA-Kompetenzbereiche der Schülerinnen und Schüler. Dabei wird erforscht, inwieweit Unterschiede in den Systemen die Kompetenzentwicklung beeinflussen und welche Optimierungsmöglichkeiten sich aus diesem Vergleich für Deutschland ableiten lassen.
2.1.1 Die Rolle von Bildung in Deutschland
Bildung stellt in Deutschland eine wichtige Ressource dar. Hier werden drei Dimensionen genannt, in welchen die Ziele von Bildung formuliert sind. (vgl. Siegert 2008: 10)
Bei der ersten Dimension geht es um die individuelle Regulationsfähigkeit. Es handelt sich dabei um die Fähigkeit sein Verhalten in der Gesellschaft und in der Umwelt, die eigene Biografie und das Gemeinschaftsleben selbstständig zu planen und zu gestalten. Des Weiteren geht es bei der zweiten Dimension um die Bildung von Humanressourcen. Im Fokus steht die ökonomische und individuelle Perspektive. Zum einen müssen Arbeitskräfte ausgebildet werden, um die Ökonomie des Landes sicherzustellen und weiterzuentwickeln. Zum anderen sollen Kompetenzen entwickelt werden, damit sie mittels ihrer Neigungen und Fähigkeiten eine Erwerbsarbeit ausüben können. Abschließend gibt es noch eine dritte Dimension. Diese bezieht sich jedoch auf die gesellschaftliche Teilhabe und Chancengleichheit, welche gefördert werden soll, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die demokratische teilhabe zu revitalisieren. (vgl. ebd.)
Für erfolgreiche Lernprozesse im Hinblick auf das schulische Lernen sind Sinnkonstruktionen relevant. So wurden einige SuS danach befragt, wo die Sinnhaftigkeit in den bestimmten Lerninhalten liegt. Sie begründeten ihre Antworten unter den Gesichtspunkten des gegenwärtigen und zukünftigen Lebens. Folglich sind die Unterrichtsinhalte für die aktuellen Gegebenheiten noch nicht bedeutsam, sondern erst für den späteren Verlauf des Lebens. (vgl. Vollstedt 2011: 2)
Dabei ist deutlich, dass eine Diskrepanz zwischen Lebensbezug und Unterrichtsrealität herrscht und die Unterrichtsinhalte somit für die SuS als eher bedeutungslos angesehen werden. Aufgrund des Sinndefizits können in Schulen Unlust, Teilnahmelosigkeit und Disziplinprobleme auftreten. (vgl. ebd.) So wird die Schulzeit bei den SuS als eine unzureichende, unbefriedigende und verpflichtende Phase empfunden, die eine Voraussetzung für den Eintritt in das Leben darstellt. (vgl. ebd.) So wird erwähnt, dass „die Schulzeit eine belastende und subjektiv als solche nicht sinnvoll definierte Zeit werde“ (zit.n. ebd.: 11).
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der PISA-Studien und Darstellung der Forschungsfrage sowie des Aufbaus der Arbeit.
2 DIE BILDUNGSSYSTEME IM VERGLEICH: Detaillierte Gegenüberstellung der Strukturen, Bedingungen und Methoden des deutschen und chinesischen Bildungssystems.
3 DIE KOMPETENZENTWICKLUNG DER SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER: Theoretische Grundlegung zum Kompetenzbegriff und den zentralen PISA-Kompetenzbereichen.
4 PISA: Erläuterung des PISA-Programms und des Rahmenmodells sowie Darstellung der PISA-Ergebnisse im Vergleich.
5 DIE METHODE DER DATENERHEBUNG: Darstellung des qualitativen Vorgehens, der Probandenauswahl und der Gestaltung des Interviewleitfadens.
6 DIE DATENAUSWERTUNG: Analyse und Interpretation der geführten Experteninterviews im Kontext der PISA-Ergebnisse.
7 DIE AUSWIRKUNGEN AUF DIE KOMPETENZBEREICHE: Beantwortung der Forschungsfrage hinsichtlich der Wirkung der Bildungssysteme auf die Kompetenzbereiche.
8 DIE CHANCEN FÜR DAS DEUTSCHE BILDUNGSSYSTEM: Erörterung potentieller Optimierungsansätze für das deutsche System basierend auf den Vergleichsergebnissen.
9 FAZIT: Zusammenfassung der zentralen Forschungsergebnisse und Schlussfolgerungen.
PISA-Studien, Bildungssysteme, Deutschland, China, Kompetenzentwicklung, Unterrichtsmethoden, Lesekompetenz, mathematische Kompetenz, naturwissenschaftliche Kompetenz, individuelle Förderung, Prüfungskultur, qualitative Interviews, Lernzeit, Leistungsmotivation, Bildungsgerechtigkeit.
Die Arbeit untersucht, wie das deutsche und das chinesische Bildungssystem die Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern beeinflussen, basierend auf Ergebnissen der PISA-Studien.
Zentrale Themen sind der Aufbau der Schulsysteme, Prüfungskulturen, Unterrichtsmethoden, die Bedeutung von Lernzeit und Förderangeboten sowie die Entwicklung von Lese-, Mathematik- und Naturwissenschaftskompetenzen.
Das Ziel ist es, die Wirkungsweise beider Bildungssysteme auf die Kompetenzbereiche zu vergleichen und auf dieser Basis Entwicklungschancen für das deutsche Bildungssystem aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt einen quantitativen PISA-Datenvergleich in Kombination mit einer qualitativen Forschungsmethode, bei der vier Interviews mit Personen geführt wurden, die Erfahrungen in beiden Bildungssystemen gesammelt haben.
Der Hauptteil analysiert theoretische Hintergründe zu Bildungssystemen und Kompetenzen, stellt PISA-Daten gegenüber und vergleicht diese Ergebnisse mit den individuellen Erfahrungen aus den Experteninterviews.
Wichtige Begriffe sind Kompetenzentwicklung, Lernkultur, Leistungsdruck, Sinnkonstruktion von Lerninhalten, Experimentieren im Unterricht und die Rolle des Elternhauses.
Das chinesische System ist durch einen hohen, durch Prüfungsdruck geprägten Wettbewerbscharakter gekennzeichnet, während in Deutschland zentrale Abschlussprüfungen zwar Druck ausüben, die Lernkultur jedoch anders gewichtet ist.
Die Analyse zeigt, dass chinesische Schülerinnen und Schüler im Vergleich zu deutschen Schülerinnen und Schülern signifikant mehr Zeit für schulische Aktivitäten und Lerninhalte aufwenden, was sich positiv auf die PISA-Ergebnisse auswirkt.
Die Arbeit schlägt vor, den Stellenwert der naturwissenschaftlichen Fächer zu erhöhen, die Sinnhaftigkeit von Lernzielen besser zu vermitteln und ein höheres Leistungengagement durch klarere Zielsetzungen zu fördern.
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