Examensarbeit, 2004
129 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. EINLEITUNG
2. DIE BEDEUTUNG VON FREMDSPRACHEN
2.1. DIE GEGENWÄRTIGKEIT FREMDER SPRACHEN UND KULTUREN IN DER KINDLICHEN LEBENSWELT
2.2. DER KULTURBEGRIFF
2.3. „FASZINATION“ FREMDSPRACHE
2.4. FREMDSPRACHENLERNEN ALS NOTWENDIGKEIT
3. DIE ROLLE DER GRUNDSCHULE BEIM UNTERRICHT MIT FREMDEN SPRACHEN
3.1. DIE ZIELE DES FREMDSPRACHENUNTERRICHTS DER GRUNDSCHULE
3.2. DIE RISIKEN IM FREMDSPRACHENUNTERRICHT
4. MOTIVATION
4.1. DEFINITION ALLGEMEINER MOTIVATION
4.2. LERNMOTIVATION IM FREMDSPRACHENUNTERRICHT
4.3. MOTIVATION UND MOTIVE
4.3.1. MOTIVE IM FREMDSPRACHENUNTERRICHT
4.4. ARTEN VOM MOTIVATION
4.4.1. MOTIVATIONSART IM FREMDSPRACHENUNTERRICHT
5. MOTIVATION IM UNTERRICHT MIT FREMDEN SPRACHEN IN ABHÄNGIGKEIT EINZELNER FAKTOREN
5.1. DIE UNTERRICHTSZIELE
5.2. DER UNTERRICHTSGEGENSTAND
5.2.1. DIE AUSWAHL DER THEMEN
5.2.2. DER SCHWIERIGKEITSGRAD DER LERNAUFGABE
5.2.3. DAS LEHRWERK
5.3. DIE UNTERRICHTSMETHODEN
5.3.1. DIE EXISTIERENDEN UNTERRICHTSMETHODEN
5.3.2. GRUNDSÄTZE MOTIVATIONSFÖRDERNDER UNTERRICHTSMETHODEN
5.3.2.1. Kommunikationsorientierte Methoden
5.3.2.2. Selbsttätigkeitsfördernde Methoden
5.3.2.3. Abwechslungsreiche Methodenwahl
5.4. DIE UNTERRICHTSGESTALTUNG
5.4.1. VARIATIONSREICHTUM
5.4.2. DIE VERWENDUNG VON MEDIEN
5.4.3. EINSATZ KREATIVER SPRACHSPIELE
5.4.4. BERÜCKSICHTIGUNG VON VORWISSEN & ANWENDUNG DES GELERNTEN
5.4.5. ROUTINEN
5.4.6. EMOTIONALE UNTERRICHTSGESTALTUNG
5.4.7. HUMORVOLLE UNTERRICHTSZUGÄNGE
5.4.8. BELIEBTE LERNMOTIVATIONSFÖRDERNDE AKTIVITÄTEN
5.4.9. EINBEZUG DES EUROPÄISCHEN SPRACHENPORTFOLIOS
5.5. DIE SOZIALFORMEN
5.6. DER LEHRER
5.6.1. SCHAFFEN EINER VERTRAUENSBASIS
5.6.2. SCHAFFUNG EINER POSITIVEN LERNATMOSPHÄRE
5.6.3. BEREITSTELLUNG VON INPUT
5.6.4. ERFOLG „ERLEBEN“ LASSEN
5.6.5. FEEDBACK
5.6.5.1. Lob und Belohnung
5.6.5.2. Fehlerkorrekturen
5.6.6. VERMITTLUNG VON LERN- UND KOMMUNIKATIONSSTRATEGIEN
5.6.7. FRAGESTELLUNGEN
5.6.8. DAS SPRECHVERHALTEN
5.6.9. UMGANG MIT LERNSCHWÄCHE UND LEISTUNGSVERSAGEN
5.6.10. DIE MOTIVATION UND EINSTELLUNG DES LEHRERS
5.6.11. GESAMTKOMPETENZ DES LEHRERS
5.7. DER LERNENDE
5.7.1. WECHSELSPIEL VON PERSÖNLICHEN MERKMALEN UND UMWELTEINFLÜSSEN
5.7.2. DIE PERSÖNLICHKEITSSTRUKTUR DES LERNENDEN
5.7.2.1. Intelligenz
5.7.2.2. Analytische Fähigkeiten
5.7.2.3. Sprachlerneignung
5.7.2.4. Psychische Stabilität
5.7.2.5. Empathiefähigkeit
5.7.2.6. Introvertiertheit und Extrovertiertheit
5.7.3. DER EINFLUSS AFFEKTIVER FAKTOREN
5.7.3.1. Einstellung
5.7.3.2. Der emotionale Zustand
5.7.4. DER EINFLUSS BIOLOGISCHER FAKTOREN
5.7.4.1. Geschlecht
5.7.4.2. Lebensalter
5.7.5. DER EINFLUSS SOZIALER FAKTOREN
5.7.5.1. Grad der objektiven Notwendigkeit
5.7.5.2. Einfluss durch Gesellschaft und Eltern
5.7.5.3. Sozioökonomische Hintergrund
5.7.5.4. Die unmittelbare Notwendigkeit
5.8. DIE UNTERRICHTSINTERAKTION
5.9. DIE INSTITUTIONELLEN RAHMENBEDINGUNGEN
5.10. ZUSAMMENFASSUNG
6. MEHRSPRACHIGKEIT ALS FERNZIEL DES FREMDSPRACHENUNTERRICHTS
6.1. DEFINITION "MEHRSPRACHIGKEIT"
6.2. DIE GESELLSCHAFTLICHE BEDEUTUNG UND NOTWENDIGKEIT VON MEHRSPRACHIGKEIT
6.3. MEHRSPRACHIGKEIT IN UNSERER GESELLSCHAFT
6.4. MEHRSPRACHIGKEIT & SCHULISCHER FREMDSPRACHENUNTERRICHT
6.4.1. UNSERE SCHULEN SIND MEHRSPRACHIG
6.4.2. MEHRSPRACHIGKEIT ALS FORDERUNG DER EUROPÄISCHEN UNION
6.4.3. BEDENKEN ZUR MEHRSPRACHIGEN ERZIEHUNG AN SCHULEN
6.4.4. MEHRSPRACHIGKEITSDIDAKTIK
6.4.5. BETRACHTUNG DES LEHRERS ALS ERZIEHER ZUR MEHRSPRACHIGKEIT
6.4.6. KONZEPTIONEN ZUR ETABLIERUNG VON MEHRSPRACHIGKEIT
6.4.6.1. Das Begegnungskonzept
6.4.6.2. Lerne die Sprache des Nachbarn
6.4.6.3. Das Immersionsmodell
6.4.6.4. Bilingualer Sachfachunterricht
6.4.6.5. Fremdsprachenfrühbeginn
6.4.7. MEHRSPRACHIGKEITSFÖRDERNDE LEHRANSÄTZE
6.4.7.1. Reflexion über Sprache
6.4.7.2. Sprachbewusstheit
6.4.7.3. Interkulturelles Lernen
7. SCHLUSS
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung der Motivation im Fremdsprachenunterricht der Primarstufe als fundamentale Voraussetzung für die Förderung von individueller Mehrsprachigkeit. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Lehrer Fremdsprachenunterricht motivierend gestalten können, um bei Grundschulkindern Begeisterung für das Erlernen von Sprachen zu wecken und somit eine solide Basis für das Fernziel der Mehrsprachigkeit zu legen.
5.7.2.6. Introvertiertheit und Extrovertiertheit
Schüchternheit bzw. Selbstsicherheit sind bezeichnende Eigenschaften einer Persönlichkeit die das Fremdsprachenlernen beeinflussen. SOLMECKE definiert Extraversion bzw. Selbstsicherheit als „die Stärke der Tendenz sich gegenüber fremden Personen und unterschiedlichen sozialen Situationen ungehemmt zu verhalten bzw. sogar solche Situationen aufzusuchen.“173 Selbstbewusste Personen lassen sich bereitwilliger auf sprachliche Interaktionen in der Zielsprache ein und gehen öfter sprachlichen Risiken ein, denn sie scheuen sich nicht vor Fehlern. Deshalb wirkt sich Extrovertiertheit förderlich auf Sprachenlernen aus.
Introvertiertheit ist dem Spracherwerb dagegen hinderlicher, da Schüchterne sich in der Regel vor Kontakt mit Sprechern der Zielsprache scheuen und dadurch weniger sprachlichen Input erhalten. Unbewusst werden so Barrieren gegen die Sprache aufgebaut.174
In Bezug auf das Geschehen im Fremdsprachenunterricht lässt sich schließen, dass extrovertierte Lernende im kommunikationsorientierten fremdsprachlichem Unterricht mehr zum Zuge kommen, da sie eher die Bereitschaft besitzen, sich in der fremden Sprache im Unterricht auszudrücken. Hierfür erhalten sie vom Lehrer positives Feedback, was sich wiederum förderlich auf deren Lernmotivation auswirkt. Um auch zurückhaltenden Schülern positive Rückmeldungen und Erfolgserlebnisse ermöglichen zu können, sollte der Lehrer sie ab und an auffordern und sie dadurch in die Kommunikation im Unterricht einbeziehen. Abschließend sei jedoch festgehalten, dass Introvertiertheit die Lernleistung nicht unbedingt negativ beeinflusst, denn verglichen mit redefreudigen Mitschülern, halten introvertierte Lernende in den meisten Fällen mustergültige Antworten bereit.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Schülermotivation im Fremdsprachenunterricht und Formulierung der Hypothese, dass diese die Grundlage für Mehrsprachigkeit bildet.
2. DIE BEDEUTUNG VON FREMDSPRACHEN: Analyse der gesellschaftlichen Notwendigkeit von Fremdsprachenkenntnissen und deren Bedeutung für das Kindesalter.
3. DIE ROLLE DER GRUNDSCHULE BEIM UNTERRICHT MIT FREMDEN SPRACHEN: Erörterung der spezifischen Ziele des Fremdsprachenunterrichts in der Primarstufe und der damit verbundenen Risiken für die Lernenden.
4. MOTIVATION: Definition und Differenzierung des Motivationsbegriffs sowie Einordnung der Lernmotivation und relevanter Motive im Fremdsprachenunterricht.
5. MOTIVATION IM UNTERRICHT MIT FREMDEN SPRACHEN IN ABHÄNGIGKEIT EINZELNER FAKTOREN: Detaillierte Untersuchung diverser Einflussgrößen, wie Unterrichtsziele, Methoden, Lehrerpersönlichkeit und Schülermerkmale, auf die Lernmotivation.
6. MEHRSPRACHIGKEIT ALS FERNZIEL DES FREMDSPRACHENUNTERRICHTS: Darlegung von Konzeptionen und Ansätzen, wie Mehrsprachigkeit durch gezielte Didaktik in der Grundschule etabliert und gefördert werden kann.
7. SCHLUSS: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse über die Komplexität der Motivationsförderung und Vision für einen schülerorientierten Fremdsprachenunterricht.
Fremdsprachenunterricht, Grundschule, Motivation, Mehrsprachigkeit, Interkulturelles Lernen, Sprachbewusstheit, Sprachreflexion, Unterrichtsmethoden, Lehrkompetenz, Lernerorientierung, Immersion, Bilingualer Sachfachunterricht, Fremdsprachenfrühbeginn, affektive Faktoren, Sprachaneignung.
Die Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung der Motivation im Fremdsprachenunterricht der Grundschule und wie diese als Grundlage für die Entwicklung von Mehrsprachigkeit bei Kindern dienen kann.
Zentrale Themen sind die Motivationsforschung im schulischen Kontext, die verschiedenen Einflussfaktoren auf das Lernverhalten, sowie didaktische Konzepte zur Förderung von Mehrsprachigkeit im Primarbereich.
Das Ziel ist es darzustellen, wie Lehrer ihren Unterricht professionell und motivierend gestalten können, um die Lernbereitschaft der Kinder zu fördern und sie erfolgreich an ein mehrsprachiges Profil heranzuführen.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgreifenden theoretischen Auseinandersetzung mit der einschlägigen fachdidaktischen Literatur, ergänzt durch Reflexionen aus der Unterrichtspraxis.
Der Hauptteil analysiert detailliert, wie Faktoren wie Unterrichtsziele, Methodenwahl, die Rolle des Lehrers und individuelle Eigenschaften des Schülers die Lernmotivation beeinflussen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Mehrsprachigkeitsdidaktik, Sprachbewusstheit, Interkulturelles Lernen und Lernerorientierung geprägt.
Grundschulkinder sind in einer Lebensphase, in der sie besonders offen, neugierig und vorurteilsfrei gegenüber fremden Kulturen und Sprachen sind, was als optimaler Startpunkt für lebenslanges Lernen dient.
Die Autorin betont, dass in kommunikativen Phasen eine hohe Fehlertoleranz geboten ist, um die Freude am Ausdruck nicht durch Angst vor Fehlern oder ständiges Korrigieren zu dämpfen.
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