Examensarbeit, 2009
59 Seiten, Note: 1,0
1. Begründung des Themas durch Bezüge zu den Lehrplanvorgaben
2. Kompetenzen, die im Rahmen der Unterrichtsreihe erworben werden
3. Aufbau der Unterrichtsreihe
4. Beschreibung der Klassensituation und Lernvoraussetzungen
5. Analyse der Sachstruktur
5.1 Anthropologische Aspekte
5.2 Theologische Aspekte
6. Didaktische Analyse
7. Darstellung von vier zusammenhängenden Stunden der Unterrichtsreihe
7.1 Die dritte Stunde der Unterrichtsreihe: Geschehen Wunder einfach so? – Die Heilung des blinden Bartimäus
7.1.1 Theologische Aspekte der Perikope über die Heilung des blinden Bartimäus (Mk 10, 46-52)
7.1.2 Didaktische Entscheidungen
7.1.3 Methodische Entscheidungen
7.1.4 Verlaufsplanung
7.1.5 Reflexion der Stunde
7.2 Die vierte und fünfte Stunde der Unterrichtsreihe: Aufrecht durchs Leben gehen – Die Heilung der gekrümmten Frau
7.2.1 Theologische Aspekte der Perikope von der Heilung der gekrümmten Frau (Lk 13,10-13)
7.2.2 Didaktische Entscheidungen
7.2.3 Methodische Entscheidungen
7.2.4 Verlaufsplanung
7.2.5 Reflexion der Stunden
7.3 Die sechste Stunde der Unterrichtsreihe: Lazarus – Gestorben und doch nicht tot
7.3.1 Theologische Aspekte der Perikope von der Auferweckung des Lazarus (Joh 11,1-45)
7.3.2 Didaktische Entscheidungen
7.3.3 Methodische Entscheidungen
7.3.4 Verlaufsplanung
7.3.5 Reflexion der Stunde
8. Gesamtreflexion der Unterrichtsreihe
Die vorliegende Examensarbeit zielt darauf ab, Schülern der Jahrgangsstufe 7 einen Zugang zu biblischen Wundererzählungen zu eröffnen, der über die bloße Historizität hinausgeht und diese als Zeichen für das Reich Gottes sowie als Impulse für das eigene Selbst- und Weltverständnis begreifbar macht.
5.1 Anthropologische Aspekte
Unter dem Begriff „Wunder“ wird ein positives Ereignis verstanden, das man nicht erklären kann, da sein Inhalt der menschlichen Erfahrung oder den Naturgesetzen widerspricht. Ein Wunder stellt somit eine Überschreitung der anerkannten Naturgesetze dar. Das bedeutet, Wunder können durch (natur-)wissenschaftliche Methoden weder bewiesen, noch widerlegt werden.
Der Begriff „Wunder“ steht ethymologisch dem Begriff „sich wundern“ sehr nahe, welcher allerdings in der Regel die Überraschung über alltägliche Gegebenheiten darstellt und weniger die Wahrnehmung einer Überschreitung anerkannter Naturgesetze. Das althochdeutsche Wort „wuntar“ wird häufig mit einem ursprünglich indogermanischen Wort in Verbindung gebracht, welches heute in der Regel mit „verlangen“ übersetzt wird, und so dem Wunderbegriff eine weitere Verständnisperspektive eröffnet.
Dem Liedtitel von Nena entsprechend, „Wunder gescheh´n“, suggerieren uns Fernsehsendungen wie „The next Uri Geller“, dass wunderbare Phänomene nicht nur gegenwärtig vorkommen, sondern auch durch Menschen verfügbar sind. Dies zeigt zumindest den Zuschauern der genannten Sendungen, dass Wunder entgegen ihrer Definition, etwas schon fast alltägliches sein können.
Diese gegenwärtige Haltung zum Wundergeschehen reiht sich ein in eine jahrhundertealte Tradition von antiken und urvölkischen Geschichten über wundersame Göttertaten. Dem gegenüber steht das aufgeklärt-rationale Denken vieler Menschen, die Überschreitungen der anerkannten Naturgesetze generell ablehnen.
1. Begründung des Themas durch Bezüge zu den Lehrplanvorgaben: Erläutert die Relevanz der Wunderthematik im Rahmen des Religionsunterrichts der 7. Klasse und deren Einordnung in das schulspezifische Leitmotiv.
2. Kompetenzen, die im Rahmen der Unterrichtsreihe erworben werden: Definiert die angestrebten Lernziele, insbesondere die Entwicklung eines aufgeklärten Textverständnisses und die Ableitung von Impulsen für die eigene Lebensführung.
3. Aufbau der Unterrichtsreihe: Beschreibt die methodische Abfolge der Unterrichtseinheiten von der Begriffsdefinition bis zum Filmprojekt.
4. Beschreibung der Klassensituation und Lernvoraussetzungen: Analysiert den soziologischen Hintergrund und die religiöse Urteilskraft der Lerngruppe.
5. Analyse der Sachstruktur: Thematisiert das Wunderverständnis aus anthropologischer und theologischer Perspektive.
6. Didaktische Analyse: Begründet die Auswahl der biblischen Texte und die methodischen Entscheidungen vor dem Hintergrund der Schülerinteressen.
7. Darstellung von vier zusammenhängenden Stunden der Unterrichtsreihe: Bietet eine detaillierte Ausarbeitung der Unterrichtsentwürfe zu den zentralen Heilungserzählungen (Bartimäus, Gekrümmte Frau, Lazarus).
8. Gesamtreflexion der Unterrichtsreihe: Zieht ein Fazit über den Lernzuwachs, die methodische Umsetzung und die Herausforderungen im Unterrichtsverlauf.
Wundergeschichten, Reich Gottes, Heilung, Biblische Perikopen, Bartimäus, Gekrümmte Frau, Lazarus, Religionsunterricht, Elementarisierung, Glaubensentwicklung, Erwachsenenglaube, Exegese, Didaktik, Wunderverständnis, Seelsorge.
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption einer Unterrichtsreihe für die 7. Klasse zum Thema „Wunder als Zeichen des Heils“ unter Verwendung neutestamentlicher Heilungserzählungen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Klärung des Wunderbegriffs, der Bedeutung von Krankheit und Leid sowie der Übertragung biblischer Botschaften auf die heutige Lebenswelt der Schüler.
Das Ziel ist es, den Schülern zu helfen, Wundererzählungen nicht als historische Tatsachenberichte, sondern als lebensrelevante Zeichen der Zuwendung Gottes zu verstehen und für den eigenen Glauben zu erschließen.
Es wird das Elementarisierungsmodell angewandt, welches eine Brücke zwischen der Lebenswelt der Schüler und der theologischen Wahrheit der biblischen Texte schlägt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachstrukturanalyse, eine didaktische Einordnung sowie konkrete Verlaufspläne für die behandelten Perikopen zu Bartimäus, der gekrümmten Frau und Lazarus.
Schlüsselbegriffe sind Wunder, Reich Gottes, Nachfolge Jesu, religiöse Urteilskraft und der Aufbruch vom Kinder- zum Erwachsenenglauben.
Die Geschichte dient als Einstieg, um zu verdeutlichen, dass persönlicher Glaube und aktives Eintreten für das eigene Leben eine notwendige Voraussetzung für die Begegnung mit Jesus darstellen.
Durch theaterpädagogische Übungen wurde das Gefühl des „Niedergedrücktseins“ körperlich erfahrbar gemacht, um den Schülern das befreiende Handeln Jesu empathisch nahezubringen.
Die Auferweckung des Lazarus bildet den Höhepunkt der Zeichen Jesu und regt aufgrund der erzählerischen Komplexität zur kritischen Auseinandersetzung mit der Macht Gottes über den Tod an.
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