Diplomarbeit, 2009
70 Seiten, Note: 1,7
1. Executive Summary
2. Der Markt
2.1 Einleitung
2.2 Nachfragebildung
2.2 Angebotsbildung
2.3 Gleichgewichtsmarkt
3. Idealtypische Marktkonstellation
3.1 Polypol bei vollkommener Konkurrenz
3.2 Annahmen
3.3 Resultate
3.4 Praktische Relevanz
4. Gravierende Ausprägungen des Marktversagens
4.1 Externe Kosten
4.1.1 Annahmen
4.1.2 Resultate
4.1.3 Praktische Relevanz
4.2 Adverse Auslese
4.2.1 Annahmen
4.2.2 Resultate
4.2.3 Praktische Relevanz
4.3 Natürliches Monopol
4.3.1 Annahmen
4.3.2 Resultate
4.3.3 Praktische Relevanz
4.4 Öffentliche Güter
4.4.1 Annahmen
4.4.2 Resultate
4.4.3 Praktische Relevanz
5. Weiterführende Fälle
5.1 Monopson
5.1.1 Annahmen
5.1.2 Resultate
5.1.3 Praktische Relevanz
5.2 Bilaterales Monopol
5.2.1 Annahmen
5.2.2 Resultate
5.2.3 Praktische Relevanz
6. Der Staat als helfende Hand?
6.1 Maßnahmen zur Verbesserung der Selbststeuerung
6.1.1 Reallokationspolitik
6.1.2 Redistributionspolitik
6.1.3 Stabilitätspolitik
6.2 Staatsversagen
6.3 Politikversagen
6.3.1 Probleme antizyklischer Konjunkturpolitik
6.3.2 Zunehmende Staatsverschuldung
7. Fazit: Markt oder Staat?
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen marktwirtschaftlicher Selbstregulierung und staatlichen Eingriffen vor dem Hintergrund der Wohlfahrtsmaximierung. Dabei wird analysiert, in welchen Fällen Marktversagen volkswirtschaftliche Wohlfahrtsverluste verursacht und unter welchen Bedingungen staatliche Maßnahmen zur Korrektur oder Unterbindung dieser Fehlleistungen notwendig oder kontraproduktiv sind.
4.1.3 Praktische Relevanz
Externe Kosten sind in der Realität in den Bereichen Produktion und Konsum vorzufinden. Demgemäß führt z. B. die industrielle Verunreinigung von Flüssen zur Verringerung der Fischfangergebnisse sowie Zerstörung der Bademöglichkeiten. Folgendes gravierendes Beispiel soll die Tragweite kurz erläutern: Im Juli 2008 sind aus dem Atomkomplex von Tricastin in Südfrankreich 30 Kubikmeter uranhaltiges Wasser ausgetreten und in zwei anliegende Flüsse gelangt.23 Der Austritt uranhaltiger Flüssigkeit hatte bedeutende Konsequenzen für Umwelt und Gesundheit der Anwohner. Demzufolge wurden Fischfang, Konsum und Weiterverwendung von Wasser sowie Wassersport sofort ganzheitlich in diesem Bereich untersagt.
Ein weiteres typisches Beispiel präsentiert sich in der Gefährdung von Berggebieten durch die Klimaerwärmung. Die bayerischen Alpen sind zu 50 % von reinem Freizeitverkehr betroffen, wobei zugleich viele Strecken massiv vom Transitverkehr belastet werden. Zudem stehen die Alpen als wichtigstes Ferien- und Freizeitgebiet der Bundesrepublik Deutschland zunehmend im Spannungsfeld zwischen Schutz und Nutzung durch den Menschen. Jahr für Jahr strömen viele Millionen Urlauber in die Alpenregionen und suchen ihr Vergnügen z. B. beim Skifahren. Diese Skifahrer zerstören kontinuierlich aber zugleich wichtiges Weideland.24
Im Falle von Klimaproblemen oder Luftbelastungen sind wirkungsvolle Umweltschutzinstrumente anzuwenden, um „die Abweichungen zwischen einzelwirtschaftlich berücksichtigten und tatsächlich für die Gesamtgesellschaft anfallenden Kosten und Erträge zu beseitigen“25. Ein Lösungsansatz liegt vor allem in der Internalisierung externer Kosten. Mit anderen Worten: Externe Kosten müssen für den Entscheidungsträger konsequent in interne Kosten umgewandelt werden. Welche staatlichen Eingriffe im Hinblick auf die Internalisierung externer Kosten jedoch tatsächlich denkbar sind, soll Kapitel 5.1 Maßnahmen zur Verbesserung der Selbststeuerung durch den Staat aufzeigen.
1. Executive Summary: Diese Einleitung skizziert die Problematik von Marktversagen und die Rolle des Staates bei der Korrektur von Ineffizienzen in einer Marktwirtschaft.
2. Der Markt: Dieses Kapitel erläutert grundlegende ökonomische Begriffe sowie die Mechanismen von Nachfrage- und Angebotsbildung.
3. Idealtypische Marktkonstellation: Hier wird das Polypol bei vollkommener Konkurrenz als theoretisches Ideal zur Erreichung der Wohlfahrtsmaximierung analysiert.
4. Gravierende Ausprägungen des Marktversagens: Das Kapitel untersucht systematisch Marktunvollkommenheiten wie externe Kosten, adverse Auslese, natürliche Monopole und öffentliche Güter.
5. Weiterführende Fälle: Hier werden spezielle Marktstrukturen wie das Monopson und das bilaterale Monopol auf Arbeitsmärkten analysiert.
6. Der Staat als helfende Hand?: Das Kapitel diskutiert staatliche Eingriffsmöglichkeiten, problematisiert dabei aber auch Staats- und Politikversagen sowie die Staatsverschuldung.
7. Fazit: Markt oder Staat?: Das Fazit abwägt die Notwendigkeit staatlicher Eingriffe gegen deren Ineffizienzrisiken und plädiert für ein ausgewogenes Verhältnis.
Marktversagen, Wohlfahrtsmaximierung, Staatseingriffe, Polypol, Monopol, externe Kosten, adverse Auslese, öffentliche Güter, Monopson, bilaterales Monopol, Staatsversagen, Politikversagen, Konjunkturpolitik, Staatsverschuldung, Crowding-Out
Die Arbeit behandelt die ökonomische Fragestellung, wie durch Marktmechanismen Wohlfahrt maximiert werden kann und an welcher Stelle staatliche Eingriffe zur Behebung von Marktversagen notwendig oder schädlich sein können.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen des Marktgleichgewichts, die Analyse verschiedener Formen des Marktversagens und die Bewertung staatlicher wirtschaftspolitischer Interventionen.
Das Ziel besteht darin, aufzuzeigen, ob und in welchem Maße der Staat bei Marktversagen korrigierend eingreifen sollte, ohne dabei durch bürokratische Ineffizienzen oder Politikversagen selbst wohlfahrtsmindernd zu wirken.
Der Autor stützt sich auf mikro- und makroökonomische Modellanalysen (Preis-Mengen-Diagramme, Rentenbetrachtungen), die er mit realwirtschaftlichen Beispielen und empirischen Daten kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse idealtypischer Marktkonstellationen, die Darstellung spezifischer Marktversagensformen (z.B. externe Effekte, asymmetrische Information) sowie die kritische Untersuchung staatlicher Reallokations-, Redistributions- und Stabilitätspolitik.
Die zentralen Begriffe umfassen Marktversagen, Wohlfahrtsmaximierung, staatliche Eingriffe, Monopole, externe Effekte sowie Staats- und Politikversagen.
Es dient als theoretischer Maßstab (Benchmark), da unter diesen Bedingungen die Ressourcenallokation als effizient gilt und die Summe aus Konsumenten- und Produzentenrente maximiert wird.
Der Autor warnt davor, dass die staatliche Kreditnachfrage zur Finanzierung von Ausgaben den privaten Sektor verdrängt, was zu Zinssteigerungen führt und somit private Investitionen und Konsum hemmt.
Der Autor sieht diesen als markt- und zielinkonform an, da er zu Überproduktion führt, hohe Kosten verursacht und letztlich gesamtwirtschaftliche Wohlfahrtseinbußen generiert.
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