Diplomarbeit, 2008
108 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Definitorische Abgrenzungen
2.1 Theoretische Grundlagen zum Produktinnovationsprozess
2.1.1 Begriff der Innovation
2.1.2 Das sequentielle Phasenmodell des Innovationsprozesses
2.1.3 Das integrierte (simultane) Modell des Produktinnovationsprozesses
2.2 Definition und Bedeutung der Kundenorientierung im Rahmen der Produktinnovationsprozesse
2.3 Kundenorientierte Qualität
2.4 Verbraucherorientiertes Qualitätsmanagement und seine Instrumente
3 Quality Function Deployment
3.1 Definition und Begriffserklärung
3.2 Entstehung, Herkunft und Verbreitung des QFD
3.3 Funktionsweise des QFD
3.3.1 Ziele und Gründe für die Einführung des QFD
3.3.2 Instrumente und Vorgehensweise bei der Implementierung des QFD
3.3.2.1 Der klassische Ansatz nach Y. Akao und B. King
3.3.2.2 QFD-Prozess nach ASI (American Supplier Institute)
3.3.3 House of Quality
3.3.4 Das Qualitätshaus als Entscheidungsbasis
3.3.5 Einordnung von QFD in den Produktentwicklungsprozess und generelle Einsatzmöglichkeiten
3.3.6 Zusammenhang von QFD und TQM
4 Besonderheiten der Lebensmittelbranche
4.1 Struktur und Innovationssituation der Ernährungswirtschaft
4.2 Aktuelle Konsum-Trends
4.3 Besonderheiten der Lebensmittelinnovationen
4.4 Die Rolle des Konsumenten bei der Produktentwicklung im Konsumgüterbereich
4.5 Qualität und Besonderheiten ihrer Wahrnehmung bei Nahrungs- und Genussmitteln
5 Einsatz der QFD-Methode in der Lebensmittelindustrie
5.1 Darstellung der Einsatzmöglichkeiten des QFD in der Lebensmittelindustrie
5.1.1 Inhaltliche Beschreibung der Studien
5.1.2 Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Aussagen und Ergebnissen der vorliegenden Fallstudien
5.2 Generelle Befunde der Studien
6 Kritische Würdigung
6.1 Kritische Betrachtung des QFD im Hinblick auf den Einsatz in der Ernährungsindustrie
6.1.1 Stärken und Schwächen
6.1.2 Gefahren
6.2 Zusammenfassender Überblick und Betrachtung des Status quo
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der Methode Quality Function Deployment (QFD) als Instrument zur kundenorientierten Neuproduktentwicklung innerhalb der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Ziel ist es, den Nutzen der Methode für Qualitätsverbesserungen in dieser spezifischen Branche zu evaluieren und durch die Analyse von Fallstudien praktische Potenziale sowie Grenzen aufzuzeigen.
3.3.2.1 Der klassische Ansatz nach Y. Akao und B. King
Yoji Akao, der geistige Vater des QFD, befürwortet einen unternehmensweiten QFD-Ansatz, bei dem langfristig das komplette Unternehmen in den QFD-Prozess eingebunden wird. Im Vordergrund stehen Kundenorientierung und die durchgängige Übertragung der Kundenbedürfnisse auf die unternehmerischen Prozesse, wobei Konzepte zur Ermittlung von Markt- und Kundenbedürfnissen, wie beispielsweise „Voice of Customer“, entwickelt und daraus die technischen Forderungen für Produkte und Prozesse abgeleitet werden. Ein Qualitätsplan, der direkt von den Markt- und Kundenanforderungen abhängt, wird aufgestellt, wobei für die Dokumentation der Kundenbedürfnisse und der Entwicklungsziele des Unternehmens Qualitätstafeln eingeführt werden. Der Ansatz nach Y. Akao findet wegen seiner Umständlichkeit keine breite Anwendung in der Produktherstellung. Laut allgemeingültiger Aussage schließt der Ansatz nach Akao keinen detaillierten Leitfaden für die Anwendung ein, was erhebliche Schwierigkeiten vor allem bei QFD-Einsteigern hervorruft.
Der Ansatz nach Bob King, dem Nachfolger von Y. Akao, unterscheidet sich von dem des Y. Akao dadurch, dass er den Schwerpunkt auf die Entwicklung von Matrizen und auf die damit umzusetzenden Planungstätigkeiten setzt. Sein Konzept zur Durchführung einer Entwicklung basiert auf der Matrix der Matrizen. Er baut seine Matrizen so auf, dass jedes Unternehmen sich daraus seine spezifische Vorgehensweise für den QFD-Einsatz ableiten kann. Der Ansatz wird aber auch nicht in der Praxis umgesetzt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Marktsituation der Lebensmittelbranche und die Notwendigkeit, Kundenbedürfnisse frühzeitig in den Innovationsprozess zu integrieren.
2 Definitorische Abgrenzungen: Dieses Kapitel schafft die theoretische Basis durch die Definition von Innovation, Produktinnovationsprozessen und den unterschiedlichen Ansätzen des Qualitätsmanagements.
3 Quality Function Deployment: Es wird die Methodik des QFD, seine Entstehung sowie die zentrale Rolle des House of Quality als Planungs- und Kommunikationsinstrument detailliert dargestellt.
4 Besonderheiten der Lebensmittelbranche: Hier werden die spezifischen Rahmenbedingungen der Ernährungswirtschaft, aktuelle Konsumtrends und die Besonderheiten von Lebensmittelinnovationen analysiert.
5 Einsatz der QFD-Methode in der Lebensmittelindustrie: Auf Basis ausgewählter Fallstudien werden Einsatzmöglichkeiten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der QFD-Anwendung in der Lebensmittelpraxis untersucht.
6 Kritische Würdigung: Dieses Kapitel hinterfragt kritisch die Stärken, Schwächen und Gefahren der QFD-Methode bei ihrem Einsatz in der Lebensmittelindustrie und diskutiert Lösungsansätze.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung des QFD als Instrument zur kundenorientierten Entwicklung in der Lebensmittelbranche.
Quality Function Deployment, QFD, Kundenorientierung, Neuproduktentwicklung, Lebensmittelindustrie, Innovationsprozess, House of Quality, Qualitätsmanagement, Verbraucherwünsche, Ernährungswirtschaft, Produktqualität, Prozessoptimierung, Markteinführung, Konsumtrends, Lebensmittel.
Die Arbeit analysiert das Managementinstrument Quality Function Deployment (QFD) und dessen Eignung, die spezifischen Anforderungen und Kundenbedürfnisse bei der Entwicklung neuer Produkte in der Lebensmittelindustrie systematisch abzubilden.
Die zentralen Felder umfassen die Innovationsprozesse in der Lebensmittelbranche, die methodischen Grundlagen von QFD inklusive des House of Quality sowie die Herausforderungen bei der Messbarkeit sensorischer Kundenanforderungen.
Das Hauptziel besteht darin zu prüfen, ob und wie QFD in der Lebensmittelindustrie als Planungsleitfaden für die Neuproduktentwicklung dienen kann, um den Markterfolg durch konsequente Kundenorientierung zu sichern.
Neben einer umfassenden theoretischen Aufarbeitung basiert der empirische Teil der Arbeit auf einer Literaturanalyse verschiedener Fallstudien zum QFD-Einsatz in der Lebensmittelpraxis.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der QFD-Methode, die spezifischen Anforderungen der Ernährungsbranche und eine vergleichende Analyse der Fallstudien hinsichtlich ihrer methodischen Umsetzung.
Wichtige Begriffe sind QFD, Kundenorientierung, Produktentwicklung, Lebensmittelindustrie, House of Quality und Innovationserfolg.
Dies liegt vor allem an der psychophysikalischen Natur sensorischer Kundenwünsche, die schwer in technische Messparameter zu übersetzen sind, sowie an der hohen Variabilität natürlicher Rohstoffe.
Obwohl QFD die interne Kommunikation verbessert, ist die Methode in der Lebensmittelbranche aufgrund der hohen Komplexität und der subjektiven Wahrnehmung von Qualität bisher nur begrenzt erfolgreich einsetzbar.
Begeisterungsfaktoren sind innovative Eigenschaften, die vom Kunden noch nicht explizit erwartet werden; ihre Integration führt zu einer überproportionalen Steigerung der Kundenzufriedenheit und des Markterfolgs.
Der Konsument wandelt sich vom passiven Empfänger hin zum aktiven Co-Designer, dessen Einbindung durch Methoden wie QFD für den Erfolg von Lebensmittelinnovationen essenziell ist.
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