Masterarbeit, 2022
117 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Die COVID-19 Pandemie in Deutschland
2.1. Ein Abriss der COVID-19 Pandemie
2.2. Das Stimmungsbild zur COVID-19 Impfpflicht
3. Hassrede
3.1. Die Problematik von Hassrede in der Pandemie
3.2. Ursachen von Hassrede
3.3. Wirkung von Hassrede
4. Hilfeverhalten
4.1. Theoretische und empirische Grundlage
4.2. Hilfeverhalten als kollektives Handeln
5. Motivatoren für kollektives Handeln
5.1. Moral
5.2. Soziale Identifikation
5.3. Ungerechtigkeitswahrnehmung und -empfindung
5.4. Wirksamkeitserwartung
6. Ein integratives Modell zur Erklärung kollektiven Handelns
7. Methodisches Vorgehen
7.1. Untersuchungsdesign und Vorgehen
7.2. Stichprobe
7.3. Gestaltung des Stimulusmaterials
7.4. Messung der zentralen Konstrukte
8. Ergebnisse
8.1. Treatment-Check
8.2. Vorangehende Analysen hinsichtlich der Gruppenunterschiede
8.3. Vorangehende Analysen hinsichtlich der Effekte der Stimuli
8.4. Die Unterschiede zwischen den Impfpflicht-Gruppen innerhalb einer Stimulusvariante
8.5. Der Einfluss der Stimulusvarianten auf die In- und Outgroup innerhalb einer Impfpflicht-Gruppe
9. Diskussion
9.1. Die Effekte der Stimuli auf die Collective Action
9.2. Die Unterschiede zwischen den Impfpflicht-Gruppen innerhalb einer Stimulusvariante
9.3. Die Effekte der Stimulusvarianten auf die In- und Outgroup innerhalb einer Impfpflicht-Gruppe
10. Limitationen
11. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss moralverletzender Hasskommentare auf die Interventionsbereitschaft (Collective Action) von Befürwortern und Gegnern einer allgemeinen COVID-19-Impfpflicht mittels einer experimentellen Online-Befragung.
3.1. Die Problematik von Hassrede in der Pandemie
Bevor auf die Problematik von Hassrede eingegangen wird, wird nachfolgend dieser Begriff definiert, da es bisher keine einheitliche und allgemein gültige Definition gibt (Sponholz, 2021, S.17). Hassrede (engl.: Hate Speech) kann im Rahmen von inziviler Kommunikation verstanden werden, mit der eine gegnerische Position auf respektlose Art die Rechtmäßigkeit abgesprochen wird, z. B. durch herabwürdigende Sprache, Vorurteile gegenüber sozialen Gruppen sowie verbale Aggressionen und Bedrohungen (Köhler et al., 2019, S. 301f.). Davon ausgehend zeichnet sich Hassrede dadurch aus, dass andere Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe (z. B. Herkunft, Geschlecht, Religionszugehörigkeit) oder aufgrund der Erfüllung einer bestimmten Rolle (z. B. Politiker*innen) dehumanisiert, reduziert und bedroht werden (ebd.). Zusammenfassend betrachtet, findet eine gruppenbezogene Ausgrenzung und Herabwürdigung statt, was als Problem auf gesellschaftlicher Ebene zu sehen ist.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die gesellschaftliche Debatte um die COVID-19-Impfpflicht ein und erläutert das moralische Dilemma zwischen staatlicher Maßnahme und individueller Freiheit.
2. Die COVID-19 Pandemie in Deutschland: Dieses Kapitel skizziert den zeitlichen Verlauf der Pandemie in Deutschland und die damit verbundene politische Diskussion um eine Impfpflicht.
3. Hassrede: Hier werden Definition, Ursachen und die gesellschaftliche Wirkung von Hassrede, insbesondere in digitalen Räumen und während der Pandemie, beleuchtet.
4. Hilfeverhalten: Dieses Kapitel verortet die Interventionsbereitschaft wissenschaftlich und definiert sie als kollektives Handeln, gestützt durch theoretische Modelle der Bystander-Forschung.
5. Motivatoren für kollektives Handeln: Hier werden die zentralen psychologischen Motivatoren des SIMCA – Moral, soziale Identifikation, Ungerechtigkeit und Wirksamkeit – detailliert theoretisch hergeleitet.
6. Ein integratives Modell zur Erklärung kollektiven Handelns: Dieses Kapitel führt die theoretischen Stränge zusammen, um Hypothesen abzuleiten und ein integratives Modell zu entwickeln.
7. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt das Design der experimentellen Online-Befragung, die Stichprobengewinnung sowie die Operationalisierung der Konstrukte.
8. Ergebnisse: Hier werden die empirischen Befunde der Studie präsentiert, beginnend mit dem Treatment-Check und den anschließenden statistischen Analysen zu Gruppenunterschieden und Effekten.
9. Diskussion: Das Kapitel interpretiert die Ergebnisse im Kontext der aufgestellten Hypothesen, diskutiert die fehlenden Effekte der Stimuli und setzt die Befunde in Beziehung zur existierenden Forschung.
10. Limitationen: Hier werden kritisch die methodischen Einschränkungen der Arbeit reflektiert, insbesondere hinsichtlich der Stichprobe und Konstrukt-Operationalisierungen.
11. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und leitet daraus Ansätze für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen ab.
Impfpflicht, COVID-19, SIMCA, Collective Action, Hassrede, Moral, soziale Identifikation, Ungerechtigkeit, Gruppenwirksamkeit, Hilfeverhalten, Online-Befragung, Interventionsbereitschaft, Cybermobbing, gruppenbasiertes Handeln.
Die Arbeit untersucht den Einfluss moralverletzender Hasskommentare auf die Bereitschaft zur Intervention (Collective Action) von Befürwortern und Gegnern der COVID-19-Impfpflicht.
Der Fokus liegt auf der Verknüpfung von Impfpflicht-Debatte, Online-Hassrede, Hilfeverhalten und dem Social Identity Model of Collective Action (SIMCA).
Die zentrale Forschungsfrage lautet: Welchen Einfluss haben moralverletzende Hasskommentare auf die Collective Action von Befürwortern und Gegnern einer allgemeinen COVID-19-Impfpflicht ab 18 Jahren?
Es wurde eine quantitative experimentelle Online-Befragung mit einem 2 x 2-Design durchgeführt, um verschiedene Stimulusvarianten (Hasskommentare) zu testen.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung zu Hassrede, Hilfeverhalten und kollektivem Handeln, die Ableitung eines integrativen Forschungsmodells, das methodische Vorgehen sowie die detaillierte Ergebnispräsentation und Diskussion.
Die zentralen Schlagwörter umfassen Impfpflicht, SIMCA, Collective Action, Moral, Identifikation, Ungerechtigkeit und Wirksamkeit.
Nein, über alle Analysen hinweg konnte kein signifikanter Einfluss der manipulierten Hasskommentare auf die Collective Action ermittelt werden.
Die soziale Identifikation erwies sich – unabhängig von der Gruppenzugehörigkeit – als signifikanter Prädiktor für die Interventionsbereitschaft.
Die Unterscheidung hilft zu erklären, wie Individuen ihre Gruppen zugehörigkeit definieren und warum sich insbesondere der Vergleich mit einer Outgroup auf die Wahrnehmung von Ungerechtigkeit und das Handeln auswirkt.
Obwohl moralische Überzeugungen theoretisch als ein zentraler Motivator (gemäß SIMCA) erwartet wurden, konnten sie in den vorliegenden Daten – entgegen den Erwartungen – nicht als signifikanter Mediator bestätigt werden.
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