Bachelorarbeit, 2009
130 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
2. Die Grundlagen des Emissionshandels
2.1 Der Klimawandel – seine Ursachen und Folgen
2.2 Die Rechtlichen Grundlagen des Emissionshandels
2.2.1 Internationale Klimapolitik
2.2.1.1 Die Klimarahmenkonvention
2.2.1.2 Das Kyoto – Protokoll
2.2.2 Europäische Klimapolitik
2.2.2.1 Die Emissionshandelsrichtlinie
2.2.2.2 Die Linking Directive
2.2.2.3 Ausblicke auf zukünftige Klimaschutzmaßnahmen der EU
2.3 Der Emissionshandel in Deutschland
2.3.1 Rechtliche Grundlagen des Emissionshandels in Deutschland
2.3.2 Umsetzung des Emissionshandels in Deutschland
2.3.3 Der Handel mit Emissionsberechtigungen
2.3.4 Die 1. Handelsperiode 2005 – 2007
2.3.5 Die 2. Handelsperiode 2008 – 2012
3. Bilanzierung von Emissionsberechtigungen gemäß BilMoG
3.1 Hintergrund zur bilanziellen Behandlung von Emissionsberechtigungen gemäß HGB und BilMoG
3.2 Bilanzierung der Emissionsberechtigungen gemäß HGB und BilMoG
3.2.1 Aktivierung der Emissionsberechtigungen
3.2.2 Ausweis und Ansatz der Emissionsberechtigungen
3.2.2.1 Ausweis in der Bilanz
3.2.2.2 Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes
3.2.3 Bewertung der Emissionsberechtigungen
3.2.3.1 Zugangsbewertung der Emissionsberechtigungen
3.2.3.2 Folgebewertung der Emissionsberechtigungen
3.2.3.3 Folgebewertung des Sonderpostens
3.2.3.4 Bewertung von Emissionsberechtigungen bei Kauf und Verkauf
3.2.4 Passivierung der Abgabeverpflichtung
3.2.4.1 Aktivierung der Abgabeverpflichtung
3.2.4.2 Bewertung der Abgabeverpflichtung
3.2.4.3 Rückstellung für Strafzahlungen
3.2.5 Angabepflichten
4. Bilanzierung von Emissionsberechtigungen gemäß IFRS
4.1 Hintergrund zur bilanziellen Behandlung von Emissionsberechtigungen gemäß IFRS
4.2 Bilanzierung der Emissionsberechtigungen gemäß aktuellen IAS/IFRS – Standards
4.2.1 Aktivierung der Emissionsberechtigungen
4.2.2 Ansatz und Ausweis der Emissionsberechtigungen
4.2.3 Bewertung der Emissionsberechtigungen
4.2.3.1 Zugangsbewertung der Emissionsberechtigungen
4.2.3.2 Folgebewertung der Emissionsberechtigungen
4.2.3.2.1 Anschaffungskostenmethode
4.2.3.2.2 Neubewertungsmethode
4.2.3.3 Bewertung von Emissionsberechtigungen bei Kauf und Verkauf
4.2.4 Passivierung der Abgabeverpflichtung
4.2.4.1 Ansatzkriterien der Abgabeverpflichtung
4.2.4.2 Bewertung der Abgabeverpflichtung
4.2.4.3 Rückstellung für Strafzahlungen
4.2.5 Angabepflichten
4.3 Bilanzierungsmethoden für Emissionsberechtigungen
4.3.1 IFRIC 3
4.3.2 Government Grant Approach
4.3.3 Nominal Amount Approach
5. Analyse der Entwicklung der bilanziellen Darstellung von Emissionsberechtigungen in Geschäftsberichten
5.1 Gegenstand und Zielsetzung der Analyse
5.2 RWE AG
5.3 Vattenfall Europe AG
5.4 E.ON AG
5.5 EnBW AG
5.6 Thyssen Krupp AG
5.7 Salzgitter AG
5.8 Auswertung der Analyse
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die bilanzielle Behandlung von Emissionsberechtigungen nach dem neuen deutschen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) sowie nach internationalen IFRS-Standards. Das Ziel ist es, die Grundlagen des Emissionshandels zu erläutern, die nationalen und internationalen Bilanzierungsmöglichkeiten kritisch gegenüberzustellen und anhand einer Analyse von Geschäftsberichten zu prüfen, wie transparent deutsche Großunternehmen diese Rechte in ihren Abschlüssen darstellen.
2.1 Der Klimawandel – seine Ursachen und Folgen
Wissenschaftler beschreiben den Klimawandel wie folgt: Er ist eine Veränderung in den durchschnittlichen Witterungsverhältnissen sowie in Extremereignissen über ein länger andauernden Zeitraum in einem bestimmten Gebiet oder auch global. Eine Ursache für die Klimaänderungen sind die Änderungen des Stoffhaushaltes der Atmosphäre. Der natürliche Treibhauseffekt verhindert die Wärmerückstrahlung von der Erde soweit, dass auf unserem Planeten statt einer mittleren Temperatur von ca. - 18° C eine globale Erdmitteltemperatur von ca. 15° C herrscht.
Die energieintensive Lebensweise der Menschen hat seit Beginn der Industrialisierung im starken Maße dazu beigetragen, dass die Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre seit 1750 weltweit ansteigen. Durch diese Konzentrationszunahme kommt es zum anthropogenen Treibhauseffekt, der eine durch die Menschen verursachte Verstärkung des natürlichen Treibhauseffekts darstellt. Darunter fallen folgende Treibhausgase: Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (Lachgas – N2O), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW/HFC), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW/PFC) und Schwefelhexalfluorid (SF6). Deren Einfluss auf die globale Erwärmung ist sowohl abhängig von ihrer Konzentration als auch von ihrer langjährigen Verweildauer in der Atmosphäre. Die wesentlichen Ursachen dafür liegen in der Verbrennung von fossilen Brennstoffen, wie Öl, Kohle und Gas, sowie in den industriellen Produktionsprozessen, im Verkehrswesen und in der Entwaldung des Planeten.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Umweltverschmutzung und des Klimawandels ein und erläutert die Relevanz des Emissionshandels für Unternehmen und das Rechnungswesen.
2. Die Grundlagen des Emissionshandels: In diesem Kapitel werden die internationalen und europäischen Grundlagen des Emissionshandels sowie die spezifische Umsetzung in Deutschland (NAP, Zuteilungsgesetze) detailliert beschrieben.
3. Bilanzierung von Emissionsberechtigungen gemäß BilMoG: Dieses Kapitel behandelt die handelsrechtliche Behandlung nach den neuen Vorgaben des BilMoG, inklusive Aktivierung, Bewertung und Passivierung der Abgabeverpflichtung.
4. Bilanzierung von Emissionsberechtigungen gemäß IFRS: Dieses Kapitel untersucht die internationale Bilanzierungspraxis unter Berücksichtigung der Standards IAS 20, 37 und 38 sowie verschiedener Bilanzierungsmethoden wie IFRIC 3, GGA und NAA.
5. Analyse der Entwicklung der bilanziellen Darstellung von Emissionsberechtigungen in Geschäftsberichten: Hier erfolgt die empirische Untersuchung der Geschäftsberichte von sechs großen deutschen Unternehmen zur Darstellung von Emissionsrechten zwischen 2005 und 2008.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die mangelnde Transparenz in den Geschäftsberichten und fordert verbindliche Standards für die Zukunft.
Emissionshandel, Emissionsberechtigungen, BilMoG, IFRS, Klimawandel, Treibhauseffekt, Bilanzierung, Rückstellung, IAS 38, IAS 37, IFRIC 3, Sonderposten, Geschäftsbericht, CO2-Emissionen, Handelsperiode
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen Emissionsberechtigungen in ihren Abschlüssen nach deutschem Handelsrecht (unter Einbeziehung des BilMoG) und internationalen IFRS-Standards bilanziell erfassen.
Die zentralen Themen sind der rechtliche Rahmen des Emissionshandels, die verschiedenen Methoden der Bilanzierung und Bewertung von Zertifikaten sowie die Analyse der Praxis in Geschäftsberichten.
Ziel ist es, die aktuelle Bilanzierungspraxis aufzuzeigen, verschiedene Bewertungsmethoden (z.B. IFRIC 3, GGA, NAA) zu vergleichen und zu prüfen, ob die bisherige Darstellung in Geschäftsberichten für Investoren ausreichend transparent ist.
Es handelt sich um eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse und Gesetzesauslegung, ergänzt durch eine empirische Inhaltsanalyse von Geschäftsberichten sowie Fallbeispiele zur Veranschaulichung der Bilanzierungseffekte.
Der Hauptteil behandelt die Bilanzierung nach BilMoG (Kapitel 3) und nach IFRS (Kapitel 4), gefolgt von einer Analyse der Praxis bei sechs deutschen Großunternehmen (Kapitel 5).
Schlüsselwörter sind u.a. Emissionshandel, Emissionsberechtigungen, BilMoG, IFRS, Bewertungsmethoden, Rückstellungsbildung und Geschäftsberichterstattung.
Die Erinnerungswertmethode bewertet Zertifikate mit 0 € oder einem symbolischen Wert, was das Ergebnis schont. Die Zeitwertmethode bildet den Marktwert ab, was jedoch zu Ergebnisverschiebungen führen kann, die durch passive Rechnungsabgrenzungsposten neutralisiert werden müssen.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Transparenz bisher unzureichend ist. Die Informationen in Geschäftsberichten seien lückenhaft und ließen für externe Bilanzleser kaum eine korrekte Einschätzung der wirtschaftlichen Lage eines Unternehmens im Bezug auf den Emissionshandel zu.
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