Examensarbeit, 2008
102 Seiten, Note: 1,0
Abstract
Einleitung
1 Forschungsfrage und Ziel der Arbeit
2 Physisch-geographischer Hintergrund: endogene Kräfte und geologische Grundlagen
2.1 Der Schalenbau der Erde
2.1.1 Der Innenaufbau unseres Planeten
2.1.2 Der Aufbau der Erdkruste
2.1.3 Die Aufbau und die Bedeutung der Lithosphäre
2.2 Plattentektonik
2.2.1 Kontinentalverschiebung nach ALFRED WEGENER
2.2.2 Sea Floor Spreading und die Theorie der Plattentektonik
2.2.3 Plattenränder
2.3 Eine wesentliche Erscheinungsform der Plattentektonik: Erdbeben
2.3.1 Definition des Begriffs „Erdbeben“
2.3.2 Lage von Erdbeben auf dem Globus
2.3.3 Erdbebenwellen
2.3.4 Stärke von Erdbeben
2.3.5 Folgen für die betroffenen Menschen
2.4 Zwischenfazit des fachwissenschaftlichen Teils
3 Zur Bedeutung von Schülervorstellungen im Geographieunterricht
3.1 Schülervorstellungen und mentale Modelle
3.2 Wie entstehen Schülervorstellungen?
3.2.1 Beispiel 1: Das Thema in Schulbüchern des Fächerverbundes EWG
3.2.2 Beispiel 2: Das Thema in Kindersachbüchern
3.2.3 Vergleich der Literatur
3.3 Der Conceptual Change-Ansatz
3.3.1 Theorie des Conceptual Change
3.3.2 Konsequenzen für den Geographieunterricht
3.4 Zwischenfazit des fachdidaktischen Teils
4 Empirische Untersuchung: Welche Vorstellungen haben Siebtklässler bezüglich des Themas „Erdbeben“?
4.1 Die didaktische Relevanz des Themas: der Bezug zum Bildungsplan
4.2 Rahmenbedingungen der Untersuchung
4.2.1 Die Klasse 7c der Realschule Tettnang
4.2.2 Das Thema „Erdbeben“ im vorangegangenen Unterricht
4.3 Hypothesen bezüglich der Forschungsfrage
4.4 Das gewählte Forschungsinstrument
4.4.1 Die empirische Methode des Fragebogens
4.4.2 Die Gestaltung des Fragebogens
4.5 Durchführung der Umfrage
5 Auswertung der Umfrage
5.1 Auswertung und Interpretation der Fragebögen
5.1.1 Frage 2
5.1.2 Frage 3
5.1.3 Frage 4
5.1.4 Frage 5
5.2 Zusammenführende Ergebnisse und Überprüfung der Hypothesen
6 Vorschläge zur schulischen Umsetzung der Forschungsergebnisse
7 Fazit & Schlusswort
8 Literaturverzeichnis
8.1 Printmedien
8.2 Internetquellen
9 Anhang
Die Arbeit untersucht die individuellen Vorstellungen von Schülern der siebten Klasse zum Thema „Erdbeben“ und analysiert, wie diese durch schulische und außerschulische Einflüsse geprägt werden, um daraus didaktische Konsequenzen für einen konstruktivistischen Geographieunterricht abzuleiten.
Die Stärke von Erdbeben
Das gängigste internationale Verfahren, um die Stärke von Erdbeben festzustellen, ist die Messung der bei einem Beben freigesetzten Energiemenge mit Hilfe der Richter-Skala, die nach dem amerikanischen Seismologen CHARLES RICHTER aus dem Jahre 1935 benannt ist.
Die logarithmische Einteilung der Skala basiert auf „Aufzeichnungen der maximalen Amplitude von Erdbeben in 100 Kilometer Entfernung vom Erdbebenherd“ (LATZ 2007, S. 22), wodurch folgende Einteilung zu Stande kommt: Jede Stelle vor dem Komma entspricht einer zehnfachen Steigerung im Vergleich zum nachfolgenden Wert. Mit anderen Worten, „ein Beben der Stärke 4,0 ist demnach 10-mal stärker als ein Beben mit der Stärke 3,0 und 100-mal stärker als ein Beben mit der Stärke 2,0“ (BAHR 2000, S. 23). Die Werte, mit denen die Stärke der freigesetzten Energiemenge bei einem Erdbeben abgegeben werden, tragen die Einheit „Magnitude“ (ebd., S. 249). Wichtig ist hierbei, dass die Richter-Skala ein offenes Ende nach oben aufweist, da niemand weiß, wie stark ein Erdbeben wirklich sein kann und somit nur durch einen Basiswert von der Magnitude Null festgelegt ist (vgl. LATZ 2007, S. 22).
Eine weitere, heute geläufige Messskala für die Stärke von Erdbeben ist die sog. Mercalli-Skala. Diese zwölfstufige Skala ist bereits älter als die eben beschriebene Richter-Skala, jedoch beinhaltet sie einen großen Nachteil im Vergleich ihrer „Konkurrentin“: Die Mercalli-Skala bezieht sich lediglich auf wahrnehmbare Beobachtungen und Beschreibungen betroffener Menschen, ohne dabei seismologische oder andere technische Messgeräte zu verwenden (vgl. ebd.).
1 Forschungsfrage und Ziel der Arbeit: Definiert die Leitfrage zur Erforschung der individuellen Erdbebenvorstellungen von Siebtklässlern und skizziert das Ziel der empirischen Untersuchung.
2 Physisch-geographischer Hintergrund: endogene Kräfte und geologische Grundlagen: Vermittelt das notwendige Fachwissen über den Schalenbau der Erde, Plattentektonik, Erdbebenentstehung und seismologische Grundlagen.
3 Zur Bedeutung von Schülervorstellungen im Geographieunterricht: Erläutert die theoretischen Grundlagen von Schülervorstellungen, deren Entstehung sowie den Ansatz des Conceptual Change im Geographieunterricht.
4 Empirische Untersuchung: Welche Vorstellungen haben Siebtklässler bezüglich des Themas „Erdbeben“?: Beschreibt das methodische Vorgehen der empirischen Studie, inklusive der Rahmenbedingungen und der Entwicklung des Fragebogens.
5 Auswertung der Umfrage: Analysiert und interpretiert die Ergebnisse der durchgeführten Befragung und überprüft die aufgestellten Hypothesen.
6 Vorschläge zur schulischen Umsetzung der Forschungsergebnisse: Leitet konkrete didaktische Methoden und Unterrichtsvorschläge ab, um Fehlvorstellungen bei Schülern gezielt zu korrigieren.
7 Fazit & Schlusswort: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung.
Erdbeben, Plattentektonik, Schülervorstellungen, Geographieunterricht, Conceptual Change, Naturkatastrophen, Empirische Untersuchung, Didaktik, Seismologie, Lithosphäre, Subduktion, Alltagstheorien, Lernpsychologie, Realschule, Wissensveränderung
Die Arbeit befasst sich mit der geographischen Bildung und untersucht, welche Vorstellungen Schüler der siebten Klasse zum Thema Erdbeben haben und woher diese stammen.
Im Zentrum stehen physisch-geographische Grundlagen der Plattentektonik sowie fachdidaktische Konzepte zur Schülervorstellung und Wissenskonstruktion.
Ziel ist es, herauszufinden, ob Schüler über korrekte fachwissenschaftliche Konzepte verfügen oder ob sie Fehlvorstellungen aufweisen, um daraus didaktische Konsequenzen für den Unterricht abzuleiten.
Die Autorin führt eine empirische Untersuchung mittels eines teilstandardisierten Fragebogens in einer siebten Klasse durch.
Neben den geologischen Grundlagen (Plattenaufbau, Plattentektonik, Erdbebenmechanismen) werden didaktische Theorien wie der "Conceptual Change" und das Modell der "didaktischen Rekonstruktion" vertieft.
Erdbeben, Schülervorstellungen, Plattentektonik, Geographieunterricht, Conceptual Change und Didaktik sind die zentralen Begriffe.
Die Autorin stellt fest, dass Medien wie Fernsehen und Internet sowie Sachbücher eine tragende Rolle bei der Prägung der Schülervorstellungen spielen, indem sie Erdbeben primär als "Naturkatastrophe" darstellen.
Häufige Fehlvorstellungen sind die Annahme, dass Platten im Kreis rotieren, dass Erdbeben überall auf der Erde auftreten können oder dass konvergierende Plattenbewegungen bei allen Plattengrenzen (inkl. mittelozeanische Rücken) vorkommen.
Sie schließt, dass ein konstruktivistischer Unterricht notwendig ist, um durch kognitive Konflikte eine Umstrukturierung von falschen Alltagstheorien hin zu fachlich korrektem Wissen zu erreichen.
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