Bachelorarbeit, 2023
43 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Gegenstand und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Bilingualismus: simultan/sukzessiv, gesteuert/ungesteuert
2.2 Hintergrundfaktor: Art der Inputvermittlung
2.3 Interferenz, Transfer, Sprachmischung
2.4 Der frühkindliche (bilinguale) Spracherwerb
2.5 Typologische Unterschiede Deutsch – Russisch: Morphosyntax
3. Methode
3.1 M und K
3.2 Datenerhebung: Analyse mit CLAN
3.3 Auswertung der erhobenen Daten
4. Ergebnisse
4.1 Erwerbsprofile
4.1.1 MR
4.1.2 MD
4.1.3 KR
4.1.4 KD
4.2 Interpretation der Ergebnisse
4.3 Limitationen der Studie
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Erwerb von Subjektpronomen bei zwei simultan bilingualen Kindern im Alter von etwa 1;05 bis 4;02 Jahren, die russisch-deutschsprachig aufwachsen. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie sich der Erwerb von Pronomen in beiden Sprachen gestaltet, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede sich in den Erwerbsprofilen zeigen und welchen Einfluss das Sprachinput sowie Hintergrundfaktoren auf diesen Prozess haben.
1.1 Gegenstand und Ziel der Arbeit
Die vorliegende Arbeit stellt eine qualitative Fallstudie zum Erwerb von Pronomen in Subjektstellung von zwei simultan bilingualen Kindern, K. und M. im Alter von 1; 05 – 4; 02 dar. Die Kinder sind ab dem Zeitpunkt ihrer Geburt dem Deutschen und Russischen ausgesetzt: Kinder, die ab der Geburt mit zwei Sprachen konfrontiert werden, durchlaufen einen Prozess, den Meisel (1989) als Bilingual First Language Acquisition (BFLA) bezeichnet, welcher eine besondere Form des bilingualen Spracherwerbs darstellt. Unter Subjektpronomen werden die Personalpronomen im Nominativ ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie verstanden. Eine der Besonderheiten dieser Untersuchung liegt darin, dass viele der Faktoren, denen ein Einfluss auf den Spracherwerb zugeschrieben wird, im Fall der untersuchten Kindern sehr ähnlich und deshalb gut vergleichbar sind. Der Erwerb von Personalpronomen bei simultan bilingualen Kindern, die Russisch und Deutsch sprechen, ist unter anderem aufgrund der Unterschiede in der Pro-Drop-Eigenschaften zwischen den beiden Sprachen ein interessanter Forschungsgegenstand. Russisch ist eine partielle Pro-Drop-Sprache oder Null-Subjekt-Sprache, was bedeutet, dass das Subjekt im Satz unter bestimmten Bedingungen weggelassen werden kann. Null-Subjekt und Pro-Drop werden nachfolgend synonym verwendet. Im Gegensatz dazu erfordert Deutsch, dass das Subjektpronomen im Satz immer ausgedrückt wird und erlaubt kein Null-Subjekt (vgl. Ivanova-Sullivan 2014: 63).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema des bilingualen Spracherwerbs und die Zielsetzung der Arbeit ein, die den Erwerb von Subjektpronomen bei zwei Kindern untersucht.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe des Bilingualismus definiert, die Art der Inputvermittlung erörtert und die spezifischen morphosyntaktischen Unterschiede zwischen Russisch und Deutsch bezüglich der Pro-Drop-Eigenschaften beleuchtet.
3. Methode: Das Kapitel erläutert das methodische Vorgehen, insbesondere die Datenerhebung der Spontansprachaufnahmen sowie die computergestützte Analyse mittels des Programms CLAN.
4. Ergebnisse: In diesem Teil werden die gewonnenen Daten in vier individuellen Erwerbsprofilen (MR, MD, KR, KD) detailliert vorgestellt und visuell aufbereitet.
6. Fazit und Ausblick: Das Abschlusskapitel resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Studie in Bezug auf die Forschungsfrage und gibt einen Ausblick auf mögliche zukünftige Forschungsansätze.
Bilingualismus, Russisch, Deutsch, Spracherwerb, Subjektpronomen, Pro-Drop, Morphosyntax, Inputvermittlung, Sprachdominanz, Fallstudie, CLAN, Spontansprache, Zweisprachigkeit, Spracherwerbsprofile, Syntax
Die Arbeit untersucht den Erwerb von Subjektpronomen bei zwei Kindern, die russisch-deutsch simultan bilingual aufwachsen.
Zu den zentralen Themen gehören der bilinguale Spracherwerb, die Pro-Drop-Eigenschaften der beteiligten Sprachen sowie der Einfluss von Faktoren wie dem individuellen Sprachinput.
Es wird angestrebt, Erwerbsprofile für die beiden Kinder in beiden Sprachen zu erstellen und zu analysieren, wie sich der Gebrauch von Subjektpronomen über einen Zeitraum von rund 2,5 Jahren entwickelt.
Es handelt sich um eine qualitative Fallstudie, deren empirische Basis Spontansprachaufnahmen bilden, die mithilfe des Software-Tools CLAN ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung, die methodische Darstellung der Datenauswertung und die detaillierte Präsentation der Ergebnisse für die vier untersuchten Erwerbsprofile.
Schlüsselbegriffe sind Bilingualismus, Sprachvergleich Russisch-Deutsch, Subjektpronomen, Null-Subjekt-Sprachen und Pro-Drop.
Da Russisch eine Pro-Drop-Sprache ist und Deutsch nicht, müssen die Kinder in der Produktion der Pronomen lernen, in welcher Sprache das Subjekt fakultativ weggelassen werden kann und in welcher nicht.
Die Studie beleuchtet, wie die Trennung der Sprachen durch die Eltern (One Person - One Language) oder andere Umgebungsbedingungen den Spracherwerb und die spätere Sprachdominanz der Kinder beeinflusst.
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