Bachelorarbeit, 2023
135 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Zahlverständnis
2.1 Modell für Entwicklung des Zahlverständnisses nach Piaget
2.2 Zahlaspekte
2.3 Zahlauffassung und Zahldarstellung
2.3.1 Zählprinzipien
2.3.2 Simultane Zahlauffassung und Zahldarstellung
2.3.3 Dienesmaterial
2.3.4 Zwanzigerfeld
2.4 Zahlbeziehungen und Zahlbedeutungen
2.4.1 Zahlenstrahl
2.4.2 Dezimales Stellenwertsystem
2.4.3 Stellenwertdarstellung
3 Durchführung
3.1 Forschungsmethode
3.2 Auswertungsmethode
3.3 Analyse der Erprobungsaufgaben
3.4 Prozess des Interviews
3.4.1 Umgebung und Stichprobe
3.4.2 Vorgehen der Durchführung
3.4.3 Vorgehen der Auswertung anhand der Aufgabe A2.6
4 Auswertung
4.1 Interviewauswertung und Darstellung der Ergebnisse von Teil A1
4.1.1 Aufgabe A1.1
4.1.2 Aufgabe A1.3
4.1.3 Aufgabe A1.4
4.1.4 Aufgabe A1.5
4.1.5 Aufgabe A1.7
4.1.6 Aufgabe A1.8
4.2 Interviewauswertung und Darstellung der Ergebnisse von Teil A2
4.2.1 Aufgabe A2.1
4.2.2 Aufgabe A2.2
4.2.3 Aufgabe A2.4
4.2.4 Aufgabe A2.5
4.2.5 Aufgabe A2.6
5 Fazit
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage
5.2 Persönliches Fazit und kritische Auseinandersetzung
5.3 Ausführungen aus dem Thema/ Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, über welches Wissen und Können sowie welche Qualität beim Verständnis von Zahlvorstellungen Schülerinnen und Schüler der dritten Klassenstufe verfügen. Durch qualitative Interviews im Rahmen einer klinischen Forschungsmethode wird analysiert, wie Kinder im Primarbereich mathematische Aufgaben zum Zahlverständnis bewältigen und welche Lösungsstrategien sie dabei anwenden.
2.1 Modell für Entwicklung des Zahlverständnisses nach Piaget
Für die Entwicklung des Zahlverständnis gibt es verschiedene Modelle. Nach einem Modell des Schweizer Psychologen Jean Piaget gibt es mehrere Werkzeuge, welche laut ihm grundlegend für die Entwicklung des Zahlbegriffes sind. Die Zahlbegriffsentwicklung nach Piaget wurde so interpretiert, dass ein Kind zunächst logische Grundoperationen erlernen müsste, bevor es davon profitierend ein Verständnis von Zahlen konstruieren kann. Nach diesem Modell erfährt das Kind zu Schulbeginn also etwas über die Zahlen, anhand von logischen Grundoperationen, anstatt mit den Zahlen umgehen zu können. Logische Werkzeuge des Modells sind dabei Verständnis von Invarianz, Eins-zu-eins-Zuordnung, Klasseninklusion, Klassifikation, und Seriation. (vgl. Padberg & Benz 2011: 11-12) Die Bedeutung der logischen Werkzeuge für die Entwicklung des Zahlbegriffs bei Kindern, wird von dem Schweizer Psychologen mit dem Ratschlag unterstützt, dass man: „ [… ] nämlich nicht glauben [darf], ein Kind besitze die Zahl schon nur deshalb, weil es verbal zählen gelernt hat […]“ (Piaget & Inhelder 1973: 108).
Das erste Werkzeug ist dabei das Verständnis von Invarianz, welches mit dem Begriff der Zahlerhaltung verbunden ist. Die Invarianz besagt, dass die Anzahl der Elemente einer Menge trotz der Änderung dieser in ihrer räumlichen Lage gleich bleibt. Aussagen, welche sich mit „mehr als“ oder „weniger als“ äußern, sind auf die Anzahl der Elemente einer Menge zu beziehen und keinesfalls auf die räumliche Ausdehnung. Ein Beispiel für das Bestehen der Invarianz ist, dass drei Kugeln, welche offen in einem Raum liegen, trotz der Verschiebung in einen Karton, weiterhin drei Kugeln bleiben. Die Transformation, indem man drei Kugeln im Raum auseinanderzieht oder zusammenschiebt, ändert nichts an ihrer Menge.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema, die Forschungsfrage und den methodischen Aufbau der Arbeit zur Untersuchung des Zahlverständnisses bei Drittklässlern vor.
2 Zahlverständnis: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen zum Zahlbegriff, einschließlich des Modells nach Piaget, verschiedener Zahlaspekte sowie Konzepte der Zahlauffassung und Zahlbeziehungen.
3 Durchführung: Hier werden die wissenschaftliche Forschungsmethode, die Analyse der verwendeten Erprobungsaufgaben und der detaillierte Prozess der Durchführung der Interviews beschrieben.
4 Auswertung: Dieses Kapitel analysiert systematisch die Ergebnisse der durchgeführten Interviews für die Aufgabenteile A1 und A2 basierend auf den erarbeiteten Kategorien.
5 Fazit: Das Fazit fasst die empirischen Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und bietet eine kritische Selbstreflexion zur Arbeit.
Zahlverständnis, Mathematikdidaktik, Drittklässler, Piaget, Zahlauffassung, Zahlbeziehungen, Leifadeninterview, Dienesmaterial, Zwanzigerfeld, Zahlenstrahl, Stellenwertsystem, Qualitatives Interview, Primarbereich, Lernprozess, Mathematische Kompetenz
Die Arbeit untersucht das Verständnis von Zahlvorstellungen bei Kindern der dritten Klassenstufe im Rahmen des Mathematikunterrichts.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Zahlbegriffs, wie das Modell nach Piaget, die Anwendung von Zahlaspekten sowie der Einsatz didaktischer Materialien (Dienesmaterial, Zwanzigerfeld, Zahlenstrahl).
Die Forschungsfrage lautet: „Über welches Wissen und Können und in welcher Qualität verfügen die Schülerinnen und Schüler der dritten Klassenstufe hinsichtlich des Zahlverständnisses?“
Es wurde eine qualitative Inhaltsanalyse auf Basis von leitfadengestützten Interviews mit Kindern durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte zum Zahlverständnis (Modelle & Aspekte), die Beschreibung des Forschungsdesigns (Durchführung) und die detaillierte Auswertung der erhobenen Interviewdaten.
Zahlverständnis, Mathematikdidaktik, Zahlauffassung, Zahlenstrahl, Stellenwertsystem und didaktische Lernmittel.
Der Leitfaden stellte sicher, dass die Interviews strukturiert und vergleichbar blieben, ließ jedoch Raum für offene Beobachtungen und qualitative Einblicke in die Denkprozesse der Kinder.
Eine Herausforderung war die Kategorisierung der vielfältigen Lösungswege, weshalb ein systematisches Kategoriensystem mit Definitionen, Ankerbeispielen und Kodierregeln erstellt wurde.
Die untersuchten Schülerinnen und Schüler verfügten insgesamt über ein ausgeprägtes und sicheres Wissen sowie Können bezüglich des Zahlverständnisses im Zahlenraum.
Der Autor merkt kritisch an, dass die Aufgaben teilweise zu leicht waren und die Stichprobe sowie der Zeitraum für eine umfassende Komplexitätsanalyse begrenzt waren.
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