Diplomarbeit, 2006
91 Seiten, Note: gut (2,0)
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Kundenloyalität
2.1.1 Definition
2.1.2 Abgrenzung zu verwandten Konstrukten
2.1.3 Verhaltenswissenschaftliche Theorien zu loyalem Verhalten
2.1.4 Kundenloyalität im B-to-B-Bereich
2.1.5 Entstehungsprozess und Einflussfaktoren der Kundenloyalität
2.1.6 Auswirkungen der Kundenloyalität
2.1.7 Maßnahmen zur Generierung von Kundenloyalität
2.2 Customer Share
2.2.1 Definition
2.2.2 Abgrenzung zum Marktanteil
2.2.3 Equity-Theorie zum Customer Share
2.2.4 Einflussfaktoren des Customer Share
2.2.5 Auswirkungen eines gesteigerten Customer Share
3 Empirische Untersuchung des Wirkungszusammenhangs
3.1 Grundlagen
3.1.1 Untersuchungsablauf
3.1.2 Grundlegende Anforderungen an empirische Untersuchungen
3.1.3 Datengrundlage und Erhebungsmethode
3.2 Berechnung des Customer Share
3.3 Konzeptualisierung und Operationalisierung der Kundenloyalität
3.3.1 Grundlagen und Vorgehensweise
3.3.2 Entwicklung des Messinstruments
3.3.3 Gütebeurteilung der Konstruktmessung
3.4 Analyse des Wirkungszusammenhangs
3.4.1 Methodische Grundlagen der Regressionsanalyse
3.4.2 Entwicklung des Untersuchungsmodells
3.4.3 Regressionsanalytische Untersuchung
3.4.4 Prüfung der Modellprämissen
4. Bewertung der Ergebnisse
5. Fazit
Die Arbeit analysiert den Wirkungszusammenhang zwischen Kundenloyalität und Customer Share in einem B-to-B-Kontext, um zu prüfen, ob loyale Kunden tendenziell einen höheren Anteil ihres Bedarfs bei einem Unternehmen decken. Im Fokus steht dabei die Validierung dieses Zusammenhangs mittels einer empirischen Untersuchung zur Unterstützung strategischer Entscheidungen im Beziehungsmarketing.
2.1.3 Verhaltenswissenschaftliche Theorien zu loyalem Verhalten
Grundsätzlich dienen verhaltenswissenschaftliche Theorien der Erklärung loyalen Verhaltens. Die Theorie der kognitiven Dissonanz, die Risiko- und die Lerntheorie haben in der Wissenschaft bereits Anwendung gefunden und nehmen bei der Analyse von Loyalität eine zentrale Rolle ein (Homburg/Krohmer 2003, S. 104). Insbesondere die Theorie der kognitiven Dissonanz betrifft die Einstellung eines Kunden. Aufgrund der konzeptionellen Nähe der Konstrukte Verbundenheit und Einstellung sowie gleicher positiver Wirkungen auf die Verhaltensabsichten eines Konsumenten (vgl. Kap. 2.1), wird daher im Kontext dieses Abschnitts auch diese Theorie angeführt und erläutert.
Theorie der kognitiven Dissonanz
Die Theorie der kognitiven Dissonanz kann als die bedeutendste Gleichgewichtstheorie bezeichnet werden, die für die Erklärung der Entstehung und Änderung von Einstellungen herangezogen wird (Kroeber-Riel/Weinberg 2003, S. 184).
Nach den Gleichgewichtstheorien strebt ein Individuum danach, kognitive Konflikte auszugleichen oder zu umgehen. Ein kognitiver Konflikt entsteht beispielsweise, wenn ein Individuum wissentlich raucht, aber gleichzeitig weiß, dass Rauchen eine Gesundheitsgefährdung darstellt (Kroeber-Riel/Weinberg 2003, S. 184). Festinger (1957, S. 3-7) beschreibt den im Rahmen seiner Theorie verwendeten Begriff Dissonanz mit der Vorstellung eines Ungleichgewichts. Mit dem Terminus Kognitionen sind neben dem Wissen und Meinungen eines Individuums auch die Überzeugungen bezüglich der Umwelt, sich selbst oder dem eigenen Verhalten gemeint. Festinger formuliert die Hypothese, dass das Existieren von Dissonanz als psychisch unangenehm empfunden wird und ein Individuum folglich versucht, diese abzubauen. Bei dem Vorliegen einer derartigen Dissonanz, wird ein Individuum demnach Informationen und Situationen vermeiden, die dieses Ungleichgewicht steigern würden. Bei einem gegenwärtigen dissonanten Gefühl wird angenommen, dass ein Individuum versuchen wird, das Gleichgewicht durch individuelles Verhalten wiederherzustellen. Ein einfaches Beispiel hierfür ist das Hungergefühl. Das Gefühl der Dissonanz wird nach Festiger (1957, S. 16-18) umso stärker sein, je größer die Bedeutung der kognitiven Elemente für eine Person ist. Einen weiteren Einfluss auf das Ausmaß der Dissonanz hat die Anzahl der dissonanten Elemente in Relation zu den konsonanten Elementen. Je deutlicher die Anzahl der dissonanten Elemente überwiegt, desto stärker wird eine Dissonanz empfunden.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die veränderte Wettbewerbssituation, die Notwendigkeit des Beziehungsmarketings und formuliert die Forschungsfrage zum Zusammenhang von Kundenloyalität und Customer Share.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel fundiert die Begriffe Kundenloyalität und Customer Share theoretisch und grenzt sie von verwandten Konzepten wie Kundenzufriedenheit ab.
3 Empirische Untersuchung des Wirkungszusammenhangs: Dieser Hauptteil beschreibt das Untersuchungsdesign, die Datenerhebung und die statistische Analyse mittels Regressionsmodell zur Überprüfung des Wirkungszusammenhangs.
4. Bewertung der Ergebnisse: Hier werden die statistischen Resultate der Regressionsanalyse sowie die Auswirkungen der gewählten Transformationen auf die Aussagekraft des Modells bewertet.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Implikationen für das Beziehungsmanagement sowie die Grenzen der vorliegenden empirischen Untersuchung.
Kundenloyalität, Customer Share, Beziehungsmarketing, Kundenzufriedenheit, Regressionsanalyse, Wirkungszusammenhang, Kundenbindung, Verbundenheit, Vertrauen, B-to-B-Marketing, Kundenwert, empirische Analyse, Dienstleistungsbereich, Konsumgüterbereich, Messmodell.
Die Arbeit untersucht, wie sich die Kundenloyalität auf den Customer Share auswirkt, also darauf, welchen Anteil eines Bedarfs ein Kunde bei einem bestimmten Anbieter deckt.
Im Mittelpunkt stehen die theoretische Einordnung und operative Messung von Kundenloyalität und Customer Share sowie deren statistischer Zusammenhang in Business-to-Business-Märkten.
Das Ziel ist es, zu beantworten, ob zwischen einer empfundenen Loyalität und dem tatsächlichen Customer Share eines Kunden eine messbare positive Wirkungsbeziehung besteht.
Es wird eine empirische Querschnitt-Untersuchung durchgeführt, wobei die Daten mittels Regressionsanalyse und konfirmatorischer Faktorenanalyse statistisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung der Begriffe, die methodische Herleitung des Untersuchungsmodells, die Durchführung der Datenerhebung bei einem Industriezulieferer sowie die mathematische Analyse der Wirkungsketten.
Kundenloyalität, Customer Share, Beziehungsmarketing, Kundenbindung, Regressionsanalyse und B-to-B-Marketing sind die zentralen Begriffe.
Die Transformation war notwendig, um Prämissenverletzungen wie Heteroskedastizität und Nichtlinearität im linearen Regressionsmodell zu beheben und somit statistisch valide Ergebnisse zu erhalten.
Business Promoters dienen als wichtige Schnittstellen für den Informationsaustausch zwischen Käufer und Lieferant und unterstützen so die Verbesserung der Geschäftsbeziehung und der Datenqualität für die Analyse.
Der Begriff beschreibt das Phänomen, dass zufriedene Kunden nicht automatisch loyal sind oder wiederholt kaufen, weshalb Zufriedenheitsumfragen allein oft nicht für die Vorhersage des Kundenverhaltens ausreichen.
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