Masterarbeit, 2004
130 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1 Die phylogenetische Entwicklung des Sprachursprungs
1.1 Die Entstehung der Organismen
1.2 Die evolutionstheoretische Betrachtung des Sprachursprungs von Müller
1.2.1 Die Grundlagen der Evolution
1.2.2 Die Ausbildung der Sprachfähigkeit
1.2.3 Die Evolution der Sprache
1.3 Die paläoanthroplogische Sichtweise des Sprachursprungs (Brandt)
1.3.1 Die Untersuchung des Gehirns
1.3.2 Die Gehirngröße und das Körpergewicht
1.3.3 Hirnoberflächenstruktur
1.3.4 Die Sprachursprungsproblematik
1.4 Die biolinguistische Betrachtung des Sprachursprungs (Kreisel-Korz)
1.4.1 Die theoretische Frage der Sprachentstehung
1.4.2 Sprache und Technologie
1.4.3 Polygenese versus Monogenese
1.4.4 Evolutionsfaktoren und Sprache
1.5 Die sprachtheoretische Betrachtung des Sprachursprungs
1.5.1 Der Sprachursprung nach Hockett
1.5.2 Die Herkunft der Sprache nach Zimmer
1.5.3 Korpiuns Modell über die Sprachentwicklung
1.6 Die anthropologische Sichtweise des Sprachursprungs (Leakey/Lewin)
1.6.1 Der Junge von Turkana
1.6.2 Die Zweibeinigkeit
1.6.3 Webstuhl der Sprache
1.6.4 Spuren des Geistes
1.7 Die kulturalistische Betrachtung des phylogenetischen Sprachursprungs
1.7.1 Die kulturalistische Sicht Tomasellos
1.7.1.1 Ein Rätsel und eine Vermutung
2.7.1.2 Biologische und kulturelle Vererbung
1.7.2 Die memetische Theorie Blackmores
1.7.2.1 Genen und Memen nach Blackmore
1.7.2.2 Der Ursprung und die Evolution der Sprache
1.7.2.3 Die Koevolution von Memen und Genen
2 Die aktuellen Ansätzen über die ontogenetische Entwicklung des Sprachursprungs
2.1 Der nativistische Ansatz
2.1.1 Biologische Grundlagen der Sprache (Lenneberg)
2.1.2 Kognitive Fähigkeiten nach Chomsky
2.1.3 Die Sprache als Sprachinstinkt (Pinker)
2.1.3.1 Eine instinktive Kunst
2.1.3.2 Die Universalität der Sprache
2.1.3.3 Die mentalesische Sprache
2.1.3.4 Wie funktioniert Sprache?
2.1.3.5 Die Die Sprache des Neugeborenen
2.1.3.6 Die Grammatikgene
2.1.3.7 Die Evolution der Sprache und der Bauplan des Geistes
2.1.4 Die Sprache nach Calvin/Ojemann
2.1.4.1 Wie das Gehirn denkt (Calvin)
2.1.4.2 Einsicht ins Gehirn (Calvin/Ojemann)
2.1.5 Der nativistische Ansatz nach Klann-Delius
2.2 Der kognitivistische Ansatz
2.2.1 Kurze Darstellung der Theorie Piagets
2.2.2 Die vier Perioden der kognitiven Entwicklung des Kindes
2.2.2.1 Periode der sensomotorischen Intelligenz (0 bis 2 Jahre)
2.2.2.2 Die Periode des voroperationalen Denken (2 bis 7 Jahre)
2.2.2.3 Die Periode der konkreten Operationen (7 bis 11 Jahre)
2.2.2.4 Die Periode der formalen Operationen (ab 11 Jahre)
2.2.3 Die Kritik Wygotskis an Piaget
2.2.4 Die Theorie Piagets und die Informationsverarbeitungstheorien
2.2.4.1 Die Theorie Piagets nach Sodian
2.2.4.2 Informationsverarbeitungstheorien der kognitiven Entwicklung
2.2.5 Die Sprache und das Bewusstsein nach konstruktivistischer Sichtweise
2.3 Der kulturalistische Ansatz
2.3.1 Sprache und Denken nach Wygotski
2.3.2 Der Spracherwerb der Kinder nach Bruner
2.3.3 Die kulturelle Entwicklung des menschlichen Denkens nach Tomasello
2.3.3.1 Gemeinsame Aufmerksamkeit und kulturelles Lernen
2.3.3.2 Sprachliche Kommunikation und symbolische Repräsentation
2.3.3.3 Sprachkonstruktionen und die Kognition von Ereignissen
2.3.3.4 Rede und repräsentationale Neubeschreibung
2.3.3.5 Kulturelle Kognition
2.3.4 Die historisch-anthroplogische Betrachtung der Sprache nach Trabant
Die Arbeit untersucht den Sprachursprung interdisziplinär, indem sie sowohl die phylogenetische Entwicklung der Sprache als auch die ontogenetische Analyse des Spracherwerbs und der kognitiven Entwicklung des Kindes betrachtet und diese in den Kontext aktueller wissenschaftlicher Theorien stellt.
1.2.1 Die Grundlagen der Evolution
Schon am Anfang seines Buches behauptet Müller (1990:2, Herv. von mir, R.K.), dass parallel zur Stammesgeschichte der Organismen im Hinblick auf die körperliche Entwicklung in gleicher Weise auch eine Stammesgeschichte der psychischen Entwicklung existiere.
Auch die kognitiven Prozesse des Menschen sind nach Müller (1990:2) „Ergebnis eines sich seit 4 Mrd. Jahren vollziehenden Anpassungsprozesses von Organismen an die Realität der Welt, indem Eigenschaften der Umwelt im Organismus abgebildet werden.“
Somit erklärt Müller (1990:3) sein Ziel, die Evolutionsbiologie mit der historisch-vergleichenden Sprachforschung zu verbinden.
1 Die phylogenetische Entwicklung des Sprachursprungs: Dieses Kapitel untersucht die evolutionären Ursprünge der menschlichen Sprache aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven, wie der Biologie, Paläoanthropologie und Anthropologie.
2 Die aktuellen Ansätzen über die ontogenetische Entwicklung des Sprachursprungs: Dieser Teil widmet sich der individuellen Sprachentwicklung von Kindern und subsumiert die relevanten Forschungsergebnisse unter die Strömungen Nativismus, Kognitivismus und Kulturalismus.
Sprachursprung, Phylogenese, Ontogenese, Evolutionstheorie, Nativismus, Kognitivismus, Kulturalismus, Gehirnentwicklung, Spracherwerb, Universalgrammatik, Memetik, Sprachinstinkt, Kognition, Sprachentstehung, Interdisziplinarität
Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Frage nach dem Ursprung der menschlichen Sprache und untersucht diese aus zwei Hauptperspektiven: der phylogenetischen Entwicklung der Menschheit und der ontogenetischen Sprachentwicklung bei Kindern.
Die zentralen Themenfelder umfassen die biologische Evolutionstheorie, paläoanthropologische Befunde zur Gehirnentwicklung, kognitionspsychologische Theorien zum Spracherwerb sowie kulturelle Einflussfaktoren auf die menschliche Sprachentwicklung.
Das primäre Ziel besteht darin, den Sprachursprung interdisziplinär zu analysieren und dabei die wichtigsten wissenschaftlichen Denkrichtungen in der heutigen Diskussion – Nativismus, Kognitivismus und Kulturalismus – darzustellen und gegeneinander abzugrenzen.
Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Literaturanalyse, um verschiedene Theorien aus der Evolutionsbiologie, Paläontologie, Linguistik und Entwicklungspsychologie zusammenzuführen und kritisch zu bewerten.
Im Hauptteil wird zunächst die phylogenetische Entwicklung (u.a. nach Müller, Brandt, Leakey/Lewin) und anschließend die ontogenetische Entwicklung (u.a. nach Piaget, Chomsky, Pinker, Tomasello) anhand maßgeblicher Autoren und deren Forschungsansätze analysiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sprachursprung, Phylogenese, Ontogenese, Universalgrammatik, Kognition und die Gegenüberstellung von biologischer Vererbung und kultureller Prägung charakterisiert.
In der memetischen Theorie nach Blackmore fungieren "Meme" als kulturelle Replikatoren, die wie Gene einen Evolutionsprozess durchlaufen. Sie werden durch Imitation weitergegeben und haben laut Blackmore massiv die Entwicklung des menschlichen Gehirns beeinflusst, um als "Apparate" für die Meme-Verbreitung zu dienen.
Während der Nativismus (z.B. Chomsky) die Sprache primär als angeborenes biologisches "Organ" oder Instinkt sieht, betont Tomasellos kulturalistischer Ansatz, dass kognitive Fähigkeiten erst durch soziale Interaktion und die Identifikation mit anderen als intentionalen Akteuren in einem kulturellen Kontext erworben werden.
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