Bachelorarbeit, 2022
64 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Die Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
2.1.1 Symptome, Verlauf und Prognose
2.1.2 Klassifikation nach ICD-10 oder DSM
2.1.3 Prävalenz
2.1.4 Ätiologie
2.1.5 Komorbiditäten
2.1.6 Interventionsmöglichkeiten
2.1.7 Kontroversen und Mythen zum Störungsbild ADHS
2.2 ADHS und Schule
2.3 Aktueller Forschungsstand
2.4 Ziele, Fragestellungen und Hypothesen
3 Methodik
3.1 Studiendesign und Datenerhebung
3.2 Auswertungsmethoden
3.3 Operationalisierung
3.4 Stichprobenbeschreibung
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistik
4.2 Inferenzstatistik
5 Diskussion
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Diskussion der Ergebnisse
5.3 Limitationen
5.4 Ausblick und Fazit
Ziel der Arbeit ist die Untersuchung des Wissensstandes von Lehrkräften an einer norddeutschen Stadtteilschule bezüglich des Störungsbildes ADHS, um potenzielle Wissenslücken und den Einfluss von Fortbildungen oder Ausbildungsinhalten zu identifizieren.
Die Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
Von ADHS betroffene Säuglinge erscheinen retrospektiv oft unausgeglichen und unangepasst. Es finden sich unter ihnen beispielsweise ausgesprochene Schreikinder, es stellen sich Schlaf- und/oder Essprobleme ein, Schwierigkeiten mit der Fütterung sind häufiger als bei nicht betroffenen Säuglingen, sie weisen oft eine gereizte Stimmung und eine starke Bewegungsunruhe auf (Döpfner et al., 2013). Im Kindergarten- und Vorschulalter tritt besonders beim ADHS-Subtyp mit Hyperaktivität ausgesprochene motorische Unruhe auf, oft wirken die Kinder in ihren Aktivitäten ziellos und motorisch getrieben. Den Kindern ist es unmöglich, sich längerfristig auf eine ruhige Spielsituation einzulassen (Döpfner et al., 2013). Daraus folgt ein vermindertes Erfahrungslernern, aber auch eine erhöhte Unfallneigung, bzw. erste Integrationsschwierigkeiten in sozialen Kontexten (Petermann & Lehmkuhl, 2011).
Die Hyperaktivität nimmt mit Beginn des Schulalters nicht zuletzt auch aufgrund der veränderten Leistungsanforderungen ein wenig ab und die Aufmerksamkeitsschwäche und kognitive Impulsivität treten in den Vordergrund (Döpfner et al., 2013). Die Kinder reagieren oft allgemein zu schnell und voreilig, können Instruktionen nicht abwarten, können nicht warten, bis sie an die Reihe kommen (Barkley, 2016). Dinge, die ihnen langweilig erscheinen, werden möglichst schnell erledigt (ADHS mit Hyperaktivität) oder die Kinder zeigen ausgesprochene Schwierigkeiten bei der Bearbeitung schulischer Aufgaben (ADHS ohne Hyperaktivität) mit dem Resultat, dass wahlweise viele Fehler entstehen, Aufgabenstellungen nicht beachtet werden oder aber die Zeit für die Bearbeitung der Aufgaben nie auszureichen scheint (Barkley, 2016).
1 Einleitung: Vorstellung des Störungsbildes ADHS als klinisches und pädagogisches Problem sowie Darlegung der Relevanz für den schulischen Alltag.
2 Theoretischer Hintergrund: Umfassende Aufarbeitung der Symptomatik, Ätiologie, Therapieansätze und des aktuellen Forschungsstands bezüglich ADHS.
3 Methodik: Detaillierte Beschreibung des Studiendesigns, der Stichprobenauswahl und der eingesetzten Messinstrumente wie der KADDS-Skala.
4 Ergebnisse: Auswertung der erhobenen Daten mittels deskriptiver und inferenzstatistischer Methoden zur Beantwortung der aufgestellten Hypothesen.
5 Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Einordnung in den wissenschaftlichen Kontext, Erörterung der Limitationen und abschließender Ausblick.
ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität, Lehrkräfte, KADDS-Skala, Fortbildung, Schulpraxis, Wissensstand, Prävalenz, Komorbidität, Diagnose, Schule, Impulsivität, Pädagogische Psychologie, Inklusion.
Die Arbeit untersucht den Wissensstand von Lehrkräften über das Störungsbild ADHS und analysiert, inwieweit Faktoren wie Berufserfahrung oder absolvierte Fortbildungen diesen Wissensstand beeinflussen.
Zentrale Themen sind die klinischen und diagnostischen Merkmale von ADHS, die Herausforderungen für Lehrkräfte im Schulalltag sowie der Einfluss von spezifischem Fachwissen auf den Umgang mit betroffenen Schülern.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, wie gut Lehrkräfte über ADHS informiert sind und ob ein Bedarf an gezielten Fortbildungsmaßnahmen besteht, um die pädagogische Arbeit mit betroffenen Kindern zu verbessern.
Es handelt sich um eine quantitative empirische Querschnittsstudie, bei der 80 Lehrkräfte mithilfe des standardisierten „Knowledge of Attention Deficit Disorders Scale“ (KADDS) Fragebogens befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Hintergrund zum Störungsbild und eine detaillierte methodische sowie statistische Auswertung der Befragungsdaten.
Wichtige Begriffe sind ADHS, Lehrkräfte-Wissen, KADDS, Fortbildung, diagnostische Kompetenz, Schulpraxis und Lernstörungen.
Die Studie zeigt überraschenderweise keine positive Korrelation zwischen der Dauer der Lehrtätigkeit und dem Wissensstand; teilweise zeigte sich sogar, dass erfahrene Lehrkräfte weniger spezifisches Wissen aufwiesen als erwartet.
Es konnte nachgewiesen werden, dass Lehrkräfte, die Fortbildungen zum Thema ADHS besucht haben, einen signifikant höheren Wissensstand aufweisen als jene ohne solche Qualifizierungen.
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