Masterarbeit, 2022
90 Seiten
1 Einleitung
2 Begründung und Eingrenzung des Themas
2.1 Praxisphasen der Lehrer*innenausbildung
2.2 Gute Lehrer*innenausbildung durch Kompetenz und Evidenz
2.2.1 Kompetenzmodell in der Lehrer*innenausbildung
2.2.2 Evidenz und Professionalität
3 Der Begriff der Kohärenz innerhalb der Lehrer*innenausbildung
4 Wissensvernetzung als Teil von Expertise
4.1 Vernetzungstypen
5 Das Freiburger Säulen-Phasen-Modell
6 Domänen des Professionswissens
6.1 Fachwissenschaft
6.2 Fachdidaktik
6.3 Allgemeinpädagogik
6.4 Formen der Wissensbereiche
7 Didaktisches Argumentieren als professionelles Handeln
8 Empirische Befunde als Grundlage wissenschaftlicher Qualitätsanalyse
9 Übersicht über den Forschungsgegenstand
9.1 Zentrale Ergebnisse
10 Methodik
10.1 Anknüpfungspunkte hinsichtlich der eigenen Fragestellung
10.2 Forschungsmethodische Möglichkeiten
10.2.1 Thematisches Codieren
10.2.2 Auswertung: Der unabhängige t-Test
10.2.3 Auswertung: Der abhängige t-Test
11 Design und Planung
11.1 Musik-Tandem für das Praxissemester
11.2 Untersuchungsdesign
11.3 Vignetten
11.4 Bearbeitungsformat
11.5 Stichprobe
11.6 Auswertung und Datenanalyse
11.6.1 Kodierschema 1
11.6.2 Kodierschema 2
12 Ergebnisse
12.1 Messzeitpunkt 1
12.1.1 Deskriptive Statistik gesamter Messzeitpunkt 1
12.1.2 Deskriptive Statistik reguläre Begleitung
12.1.3 Deskriptive Statistik Musik-Tandem
12.2 Messzeitpunkt 2
12.2.1 Deskriptive Statistik gesamter Messzeitpunkt 2
12.2.2 Deskriptive Statistik reguläre Begleitung
12.2.3 Deskriptive Statistik Musik-Tandem
12.3 Vergleich der verwendeten Wissensbereiche
12.4 Der unabhängige t-Test
12.4.1 Ergebnisse des ersten Messzeitpunktes
12.4.1.1 Gruppenstatistik
12.4.1.2 Test bei unabhängigen Stichproben
12.4.2 Ergebnisse des zweiten Messzeitpunktes
12.4.2.1 Gruppenstatistik
12.4.2.2 Test bei unabhängigen Stichproben
12.5 Der abhängige t-Test
12.5.1 Ergebnisse des Kurses mit regulärer Begleitung
12.5.1.2 Test bei den abhängigen Stichproben des Kurses mit regulärer Begleitung
12.5.2 Ergebnisse des Musik-Tandems
12.5.2.1 Test bei den abhängigen Stichproben des Musik-Tandems
13 Zusammenfassung und Diskussion
14 Fazit
Diese Arbeit untersucht, inwieweit es Lehramtsstudierenden im Praxissemester gelingt, ihr Wissen aus den Bereichen Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Allgemeiner Pädagogik bei der Unterrichtsplanung miteinander zu vernetzen und welche Rolle dabei unterschiedliche Begleitformate (reguläre Begleitung vs. Musik-Tandem) spielen.
1 Einleitung
Mit den Standards für die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern legt die Kultusministerkonferenz Anforderungen fest, die von diesen erfüllt werden müssen. Dazu gehören neben dem Erziehungsauftrag, der Fähigkeit zu beurteilen und zu beraten und der Beteiligung an der Entwicklung von Schule, auch die Fähigkeit, der gezielten und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhenden Planung, Organisation und Reflexion von Unterricht (vgl. KMK, 2004). Innerhalb der geforderten Kompetenzen und der ihnen zugeordneten Standards kommt von daher der Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis in der Lehrer*innenausbildung eine besondere Aufgabe zu.
Das Praxissemester, welches Lehramtsstudierende während des Masterstudiums absolvieren, entspricht in seiner Idee einem Mitwirkungspraktikum (Bennack &. Jürgens, 2002), da die angehenden Lehrer*innen in der Regel hier zum ersten Mal angeleitet Unterricht planen und durchführen. Dabei soll eine Verschärfung von Theorie und Praxis die „Anbahnung berufsbezogener Kompetenzen in einem lernförderlichen Erfahrungs- und Reflexionsraum“ (Gröschner, 2012, S. 207) ermöglichen und es den angehenden Lehrkräften gestatten, theoriebasierte Handlungskompetenzen im permanenten Abgleich mit der Praxis aufzubauen und weiterzuentwickeln (Ericsson, Krampe & Tesch-Römer, 1993).
Besonders im Kompetenzbereich Unterrichten wird erwartet, dass die Studierenden fachwissenschaftliche und fachdidaktische Argumente in der Planung und Gestaltung von Unterricht verknüpfen und dabei auch ihnen bekannte Erziehungs- und Bildungstheorien zurückgreifen (vgl. KMK, 2004, S. 7). So soll es zu einer zielführenden Verbindung von Theorie und Praxis kommen, indem die angehenden Lehrerinnen und Lehrer ihr Wissen aus den drei Wissensbereichen miteinander vernetzen, um es im schulischen Kontext sinnvoll zu nutzen.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz der Verknüpfung von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Allgemeiner Pädagogik während des Praxissemesters dar und formuliert das Forschungsziel der Studie.
2 Begründung und Eingrenzung des Themas: In diesem Kapitel werden die Praxisphasen der Lehrer*innenausbildung erläutert und der zentrale Kompetenzbegriff sowie das Konzept der evidenzbasierten Praxis im Lehrerberuf definiert.
3 Der Begriff der Kohärenz innerhalb der Lehrer*innenausbildung: Hier wird der für die Ausbildung essenzielle Begriff der Kohärenz im Kontext der Lehrerbildung sowie dessen Nutzen für die Verknüpfung von Theorien und Schulpraxis dargelegt.
4 Wissensvernetzung als Teil von Expertise: Dieses Kapitel thematisiert die Notwendigkeit der Vernetzung verschiedener Wissensbereiche als zentrales Merkmal professioneller Lehrer*innenexpertise.
5 Das Freiburger Säulen-Phasen-Modell: Das Modell wird als systemischer Rahmen vorgestellt, der Möglichkeiten zur Strukturierung kohärenzfördernder Maßnahmen in der Lehrer*innenausbildung aufzeigt.
6 Domänen des Professionswissens: Die verschiedenen Wissensbereiche, welche die Studierenden während ihres Studiums erwerben, werden hier theoretisch fundiert beschrieben und voneinander abgegrenzt.
7 Didaktisches Argumentieren als professionelles Handeln: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung einer begründeten Unterrichtsplanung unter Anwendung fachlich fundierter Argumentationsstrukturen.
8 Empirische Befunde als Grundlage wissenschaftlicher Qualitätsanalyse: Der Abschnitt diskutiert, warum und in welcher Form empirische Daten als Evidenzgrundlage für eine professionelle Qualitätsanalyse der universitären Begleitformate dienen.
9 Übersicht über den Forschungsgegenstand: Es folgt eine kritische Zusammenfassung des aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstandes und der bisherigen Ergebnisse in diesem Themenfeld.
10 Methodik: Hier wird das methodische Vorgehen der Studie, das „Thematische Codieren“ sowie die quantitativen Auswertungsverfahren mittels t-Tests ausführlich beschrieben.
11 Design und Planung: Dieses Kapitel erläutert das Untersuchungsdesign, die Konzeption des Kooperationsseminars (Musik-Tandem) sowie die Charakteristika der Stichprobe und die verwendeten Vignetten.
12 Ergebnisse: Der umfangreiche Ergebnisteil präsentiert die deskriptiven Analysen und die Signifikanztests zu den zwei Messzeitpunkten für beide betrachteten Gruppen.
13 Zusammenfassung und Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, kritisch diskutiert, auf ihre Bedeutung für das Praxissemester hin hinterfragt und es werden Gründe für die beobachteten Entwicklungen erörtert.
14 Fazit: Das Fazit stellt die zentralen Erkenntnisse der Thesis zusammen und gibt Anregungen für eine stärkere Kohärenz in der Lehrer*innenausbildung sowie für die zukünftige Gestaltung des Praxissemesters.
Lehrer*innenausbildung, Praxissemester, Wissensvernetzung, Kohärenz, Professionswissen, Theorie-Praxis-Verzahnung, Kompetenzentwicklung, Evidenzbasierte Praxis, Unterrichtsplanung, Didaktisches Argumentieren, Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Allgemeinpädagogik, Musik-Tandem, Qualitative Inhaltsanalyse.
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, die innerhalb des universitären Studiums erworbenen Wissensbereiche (Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Allgemeinpädagogik) durch Lehramtsstudierende während des Praxissemesters sinnvoll miteinander zu vernetzen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem professionellen Wissensaufbau, der Bedeutung von Kohärenz in der Lehrer*innenausbildung und der kritischen Reflexion von Begleitformaten an der Universität.
Das Ziel ist die Untersuchung der Frage, inwieweit Studierende im Praxissemester ihr theoretisches Wissen aus verschiedenen Domänen für die Planung von Unterrichtsinhalten verknüpfen und welche Rolle spezifische Begleitsituationen dabei spielen.
Es wurde ein Mixed-Methods-Ansatz gewählt: Eine qualitative Analyse der Unterrichtsplanung der Studierenden mittels „Thematischem Codieren“ sowie eine quantitative Auswertung der Verläufe mittels t-Tests.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Vernetzung, die Methodik der Datenerhebung, die detaillierte Darstellung und Auswertung der empirischen Ergebnisse sowie die Diskussion der Wirksamkeit der untersuchten Kooperationsmodelle.
Zentrale Begriffe sind Lehrer*innenausbildung, Kohärenz, Wissensvernetzung, Professionswissen, Evidenz, Praxissemester und Unterrichtsqualität.
Das Musik-Tandem ist ein spezifisches Kooperationsmodell zwischen fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichen Lehrenden, das gezielt auf curriculare Kohärenz abzielt, während die reguläre Begleitung die Wissensbereiche separierter behandelt.
Die Autorin stellt fest, dass bei den meisten Studierenden eine tiefgreifende Wissensvernetzung in der Planungsphase oft ausbleibt und überwiegend eher oberflächliche, beschreibende Unterrichtskonzepte dominieren, was auf Optimierungsbedarf bei der universitären Begleitung hindeutet.
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