Masterarbeit, 2018
98 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Begriffserklärung Aggression/Gewalt
2.1 Definition von Aggression
2.1.1 Ausdrucksformen der Aggression
2.2 Definition von Gewalt
2.2.1 Mediale Gewalt
2.3 Abgrenzung der Begrifflichkeiten
2.4 Erklärungstheorien
2.4.1 Triebtheoretischer Ansatz
2.4.2 Instinkttheoretischer Ansatz
2.4.3 Frustrations-Aggressions-Hypothese
2.4.4 Lerntheoretische Erklärungsmodelle
2.4.4.1 Operante Konditionierung
2.4.4.2 Lernen am Modell
2.4.5 Anomietheorie
2.5 Risikofaktoren
2.5.1 Familie als Risikofaktor
2.5.2 Schule als Risikofaktor
2.5.3 Peergroups als Risikofaktor
2.6 Gewalt/Delinquenz bei Kindern und Jugendlichen
2.6.1 Kinder bis unter 14 Jahre
2.6.2 Jugendliche (14 bis 18 Jahre)
3 Medien
3.1 Definition Medien
3.1.1 Neue Medien
3.2 Medien in Kindheit und Jugend
3.3 Historische Entwicklung von medialer Gewalt und der Kontoverse um deren Wirkung
4 Gewaltwirkungsforschung
4.1 Thesen zur Wirkung von Gewaltdarstellungen
4.1.1 Katharsisthese
4.1.2 Inhibitionsthese
4.1.3 Habitualisierungsthese
4.1.4 Kultivierungsthese
4.1.5 Suggestionsthese
4.1.6 Stimulationsthese
4.1.7 Lerntheorie
4.1.8 General Aggression Model (GAM)
4.2 Defizite der traditionellen Gewaltwirkungsforschung
5 Fernsehen
5.1 Junge Menschen und Fernsehen
5.2 Gewalt im Fernsehen
5.2.1 Berichterstattungen
5.2.2 Unterhaltung
5.3 Zusammenhang zwischen Gewalt im Fernsehen und dem Aggressionspotential von jungen Menschen
6 Internet
6.1 Junge Menschen und Internet
6.2 Gewalt im Internet
6.2.1 Ungeeignete Inhalte
6.2.2 Soziale Netzwerke/Kommunikation
6.2.3 Cyber-Mobbing
6.3 Zusammenhang zwischen Gewalt im Internet und dem Aggressionspotential junger Menschen
7 Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, inwieweit der Konsum von modernen, gewalthaltigen Medien, insbesondere Fernsehen und Internet, das Aggressionspotential bei Kindern und Jugendlichen tatsächlich fördert. Im Zentrum steht die Frage, ob moderne Medien als Hauptauslöser für Aggressivität und Delinquenz identifiziert werden können oder ob komplexere Ursachenzusammenhänge bestehen.
2.1 Definition von Aggression
Der Begriff Aggression hat seinen Ursprung im lateinischen aggredi, welches mit herangehen, heranschreiten ins Deutsche übersetzt wird. Darüber hinaus kann zusätzlich die Bedeutung des kriegerischen Angriffes abgeleitet werden, wodurch dem Wort eine negative Akzentuierung zugeschrieben wird, die es bis heute innehat (vgl. RAMBERG 2015, 33).
MYSCHKER und STEIN definieren Aggressionen als „individuen- und sachschädigende Handlungen oder unterlassende Handlungen“ (MYSCHKER/STEIN 2014, 455), die als „destruktive Verhaltensweisen, mit den Grundemotionen Ärger, Wut, Hass, Zorn oder einer entsprechenden Gestimmtheit“ (ebd.) einhergehen. Demzufolge bezieht sich eine Aggression immer auf eine aktualgenetische Situation und beschreibt ein beabsichtigtes Verhalten, welches das Ziel verfolgt, einer Person oder einer Sache gegenüber indirekt oder direkt Schaden zuzufügen. Dieser Angriff erfolgt dabei immer gegen den Willen des Gegenübers und kann sowohl körperlich als auch verbal erfolgen. Bei einer unbeabsichtigten oder versehentlichen Schädigung spricht man nicht von einer aggressiven Handlung (vgl. MESSNER 2009, 96).
Jedes Kind zeigt sich gegenüber Gleichaltrigen, Erwachsenen oder Erziehungsberechtigten mehr oder weniger oft aggressiv, indem es z. B. vorgeschriebene Regeln nicht beachtet und sich diesen widersetzt (vgl. PETERMANN u. a. 2016, 13). Gelegentliche Konfrontationen und Konflikte mit den Eltern etc. sind jedoch als normal anzusehen und tauchen in jeder Entwicklung eines Kindes auf. Erst wenn sich die Aggressionen jedoch ausprägen und über mehrere Monate zur Regelmäßigkeit werden, führen diese zwangsläufig zu erheblichen Problemen und Beeinträchtigungen, die mit negativen „Folgen in familiären, sozialen und schulischen Lebensbereichen“ (ebd.) einhergehen können. An dieser Stelle spricht man von aggressivem Verhalten.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Thematik ein und begründet die Untersuchung der Auswirkungen moderner Medien auf das Aggressionspotential junger Menschen.
2 Begriffserklärung Aggression/Gewalt: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Aggression und Gewalt, grenzt sie voneinander ab und beschreibt verschiedene Erklärungstheorien sowie Risikofaktoren.
3 Medien: Hier wird der Medienbegriff definiert, die Rolle der Medien in der kindlichen Entwicklung beleuchtet und die historische Kontroverse ihrer Wirkung erläutert.
4 Gewaltwirkungsforschung: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über klassische Thesen zur Gewaltwirkung, wie etwa die Katharsis- oder Kultivierungsthese, und diskutiert deren wissenschaftliche Defizite.
5 Fernsehen: Die Nutzung und die Gewaltinhalte im Fernsehen, unterteilt in Berichterstattung und Unterhaltung, werden hier im Hinblick auf junge Zielgruppen analysiert.
6 Internet: Dieses Kapitel befasst sich mit den Chancen und spezifischen Gefahren des Internets für Kinder und Jugendliche, insbesondere hinsichtlich Cyber-Mobbing und problematischer Inhalte.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Studie zusammen und ordnet die Bedeutung der Medien im Kontext eines komplexen Bedingungsgefüges ein.
Aggression, Gewalt, Medienwirkungsforschung, Fernsehen, Internet, Cyber-Mobbing, Jugendkriminalität, Sozialisation, Lerntheorien, Medienkompetenz, Erziehungsstile, Risikofaktoren, General Aggression Model, Gewaltprävention, pädagogische Intervention.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Konsum gewalthaltiger Medien und einem erhöhten Aggressionspotential bei Kindern und Jugendlichen.
Der Schwerpunkt liegt auf den bei Kindern und Jugendlichen besonders beliebten Medien Fernsehen und Internet.
Ziel ist es zu klären, ob der Medienkonsum tatsächlich das Aggressionspotential steigert oder ob dies nur eine unzulässige Vereinfachung komplexer sozialer Prozesse ist.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Auswertung polizeilicher Kriminalstatistiken und der Einbeziehung relevanter psychologischer sowie medienpädagogischer Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen, Theorien), eine Analyse der Medienwirkung (Gewaltwirkungsforschung) und die Untersuchung konkreter Medienformen (Fernsehen, Internet) inklusive aktueller Statistiken.
Zentrale Begriffe sind Aggression, Gewalt, Medien, Sozialisation, Internet, Fernsehen, Delinquenz und Erziehungsstile.
Eltern fungieren als zentrale Vorbilder. Ein verantwortungsbewusster Erziehungsstil sowie eine enge emotionale Bindung wirken präventiv, während mangelnde Aufsicht oder dysfunktionale Erziehung das Risiko erhöhen können.
Cyber-Mobbing ist eine ernsthafte, digitalisierte Form der Gewalt, die durch die Anonymität und ständige Verfügbarkeit des Internets verstärkt wird und oftmals eine schleichende Belastung für die Opfer darstellt.
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