Bachelorarbeit, 2020
75 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Hintergrund
2.1 Entwicklung des Torwartspiels im Verlauf der Geschichte
2.2 Aktuelles Anforderungsprofil eines Torwarts
2.3 Leitfaden Torwartspiel der U-Nationalmannschaftendes Deutschen Fußball-Bundes(DFB)
3 Forschung
3.1 Forschungsstand
3.2 Forschungsdefizite
4 Empirische Forschung
4.1 Datenmaterial
4.2 Untersuchungsverfahren
4.3 Beobachtungskriterien
4.4 Gütekriterien
4.3 Beobachtungskriterien
5 Ergebnisse
5.1 Anteile der drei Hauptkategorien am Torwartspiel
5.2 Vergleich zwischen den Teams anhand der unterschiedlichen Tabellenplatzierung
5.3 Vergleich der Torwartaktionen zwischen Hin- und Rückspiel
5.4 Detailanalyse der Defensivaktionen
5.5 Detailanalyse der Offensivaktionen
6 Diskussion
6.1 Konsequenzen für die Praxis
6.1.1 Offensivspiel
6.1.2 Raumverteidigung
6.1.3 Zielverteidigung
6.1.4 Zusammenfassende Konsequenzen für die Praxis
6.2 Methodendiskussion
7 Ausblick
8 Zusammenfassung
9 Abstract
Ziel dieser Abschlussarbeit ist es zu untersuchen, ob die Trainingsempfehlungen des DFB anhand des Leitfadens Torwartspiel auch im Bereich der A-Junioren (U19) Anwendung finden können oder ob eine Anpassung der Ausbildungsstrategie erforderlich ist, da die Gewichtung der Torwartaktionen in diesem Altersbereich variieren kann.
2.1 Entwicklung des Torwartspiels im Verlauf der Geschichte
„Jemand sagte mal: If you want to understand today, you have to search trough yesterday” (Hans Leitert, 2020, S. 13). Und das ist es, warum es so wichtig ist, der Entwicklung des Torwartspiels in der vorliegenden Arbeit ein eigenes Kapitel zu widmen. Hier soll aufgezeigt „werden, wie sich der Torwart im Laufe der Zeit geändert hat, auch was sein Ansehen in verschiedenen Ländern betrifft“ (Willson, 2014, S. 13). Es geht um den Spieler und die Mannschaft, sowohl als auch „wie der Sport die politische Kultur“ (Willson, 2014, S. 13) reflektiert und reagiert. Den Ansatz Hans Leiterts, die Geschichte des Torwarts in fünf Epochen einzuteilen, wird für dieses Kapitel der vorliegenden Arbeit als sinnvoll betrachtet.
Der Torwart hat sich im gleichen Atemzug weiterentwickelt wie es der Fußball im Gesamten getan hat. Mit dem oben erwähnten Zitat wird die erste Epoche der Gründung eingeleitet. Bereits in den Antiken Spielen, die als Vorreiter des heutigen Sportspiels Fußball dienen, „positionierte man langsamere Spieler weiter hinten. […]nannte diese Zone den ‚locus stantium‘ – den ‚Platz der Stehenden‘“ (Willson, 2014, S. 16). Es entwickelten sich Spiele, die einen immer näher werdenden Charakter aufweisen, zu unserem heutigen Spiel, wie wir es kennen. Doch selbst mit der Gründung der Football Association (Englische Fußballverband) und ersten offiziellen Regeln die 1863 in England niedergeschrieben wurden, war nirgends die Rede von einem Torwart. Zu dieser Zeit war es jedem Spieler gestattet, den Ball mit den Händen aus dem Tor abzuwehren. „Im Grunde wurde der Torwart aus einer Not geboren: Ein Spieler, der sich in dem wilden Gemenge […] verletzt hatte, stellte sich zwischen die beiden Pfosten“ (Hoek, 1996, S. 7). Mit dem Handel des Britischen Empire verbreitete sich auch das englische Spiel Fußball in der Welt.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zentrale Bedeutung der Torwartposition im modernen Fußball ein und unterstreicht die Notwendigkeit, das Anforderungsprofil im Nachwuchsbereich zu untersuchen.
2 Theoretische Hintergrund: Hier wird die historische Entwicklung der Torwartposition in fünf Epochen skizziert und der wissenschaftliche sowie inhaltliche Rahmen durch den DFB-Leitfaden Torwartspiel geschaffen.
3 Forschung: Das Kapitel gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur Leistungsdiagnostik von Torhütern und identifiziert bestehende Forschungslücken, insbesondere im Jugendsektor.
4 Empirische Forschung: Dieser Abschnitt beschreibt das spezifische Studiendesign, die Wahl der Untersuchungsgruppe (U19 Viktoria Köln) und das methodische Vorgehen bei der Spielbeobachtung.
5 Ergebnisse: Die zentralen statistischen Erkenntnisse zur Verteilung der Torwartaktionen (offensiv, Raum-, Zielverteidigung) werden hier ausgewertet und grafisch aufbereitet.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert und auf ihre Relevanz für die praktische Trainingsgestaltung hin untersucht.
7 Ausblick: Der Ausblick formuliert notwendige Folgeschritte und weiterführende Forschungsansätze für das Torwarttraining.
Torwart, Fußball, Jugend-Bundesliga, Anforderungsprofil, DFB-Leitfaden Torwartspiel, Offensivspiel, Raumverteidigung, Zielverteidigung, Spielanalyse, Trainingsempfehlungen, Nachwuchsförderung, Spieltaktik, Leistungsdiagnostik, Torwarttraining, Spielbeobachtung.
Die Arbeit untersucht das spezifische Anforderungsprofil von Torhütern im Junioren-Leistungsfußball (U19 Bundesliga West) und vergleicht dieses mit den Trainingsempfehlungen des DFB-Leitfadens Torwartspiel.
Zentral sind die Kategorisierung des Torwartspiels in Offensivaktionen, Raumverteidigung und Zielverteidigung sowie der Vergleich dieser Aktionen unter unterschiedlichen Wettkampfbedingungen.
Ziel ist es zu klären, ob die für den Profibereich entwickelten Leitlinien und Trainingsempfehlungen auch für Jugendtorhüter zweckmäßig sind oder ob im Nachwuchsbereich andere Kriterien priorisiert werden sollten.
Es handelt sich um eine quantitative und teils qualitative Spielbeobachtung von 14 Partien der U19-Bundesliga West, basierend auf einer computergestützten Videoanalyse.
Neben dem theoretischen Hintergrund umfasst der Hauptteil eine detaillierte Auswertung der Spielhandlungen von Juniorentorhütern, den Vergleich zwischen verschiedenen Mannschaften und die Diskussion der Konsequenzen für das Praxistraining.
Sie liefert eine datenbasierte Grundlage für das Training im U19-Bereich, die speziell die Wechselwirkung zwischen Spielstärke des Gegners und dem individuellen Anforderungsprofil des Torhüters beleuchtet.
Die Analyse zeigt, dass Torhüter gegen schwächere Teams einen signifikant höheren Anteil an Offensivaktionen aufweisen, da sie intensiver in den Spielaufbau eingebunden sind, während gegen starke Gegner defensivere Anforderungen dominieren.
Die Arbeit stellt fest, dass die Neuregelung, die das Anspielen eigener Mitspieler im Strafraum erlaubt, die Spielweise der Torhüter maßgeblich beeinflusst und zu einer detaillierteren Betrachtung der Spieleröffnung zwingt.
Das Training sollte eine ausgewogene Mischung aus Offensiv- und Defensivtechniken bieten, wobei die spielentscheidende Natur defensiver Aktionen trotz prozentualer Dominanz des Offensivspiels immer im Fokus stehen muss.
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