Diplomarbeit, 2009
111 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung in die Problemstellung
1.1. Aktualität
1.2. Ziel der Arbeit
1.3. Vorgehensweise
2. Marketing im Sparkassensektor
2.1. Grundsätzliche Besonderheiten im Dienstleistungssektor
2.1.1. Konstitutive Merkmale einer Dienstleistung
2.1.2. Notwendigkeit von Personal-, Ausstattungs- und Prozesspolitik
2.2. Besonderheiten im Sparkassensektor
2.2.1. Erklärungsbedürftigkeit der angebotenen Leistungen
2.2.2. Vertrauensempfindlichkeit der angebotenen Leistungen
2.2.3. Öffentlicher Auftrag und gesellschaftliche Erwartungen
2.3. Bedeutung der dargestellten Besonderheiten für das Marketing in Sparkassen
3. Jugendmarketing
3.1. Abgrenzung des Jugendmarktes
3.2. Bedeutung des Jugendmarktes
3.2.1. Das gegenwärtige wirtschaftliche Potential Jugendlicher
3.2.2. Das zukünftige wirtschaftliche Potential Jugendlicher
3.3. Anforderungen an die zielgruppenspezifische Ansprache Jugendlicher
3.4. Empirische Erhebung zum Jugendmarketing
3.4.1. Ziel der Erhebung
3.4.2. Erhebungsdesign
3.4.2.1. Stichprobe
3.4.2.2. Erhebungsmethode und -instrument
3.4.3. Zentrale Ergebnisse
3.4.3.1. Grundlegende Aspekte
3.4.3.2. Produkte, Konditionen und Zusatzleistungen
3.4.3.3. Informationsverhalten
3.4.3.4. Abwicklung von Bankgeschäften und Gestaltung von Filialen
3.4.3.5. Vorstellungen zum „idealen“ Ansprechpartner
4. Marketingansätze für das Jugendmarketing von Sparkassen
4.1. Status-Quo-Betrachtung der Jugendmarketingansätze in Sparkassen
4.1.1. Jugendmarketingansätze im Überblick
4.1.2. Der Sparkassen-SchulService
4.1.2.1. Originäre Zielsetzung
4.1.2.2. Angebote des Sparkassen-SchulService
4.1.2.3. Rahmenbedingungen
4.2. Ziele des Jugendmarketings
4.3. Strategien
4.4. Marketing-Mix
4.4.1. Leistungspolitik
4.4.2. Preispolitik
4.4.3. Distributionspolitik
4.4.4. Kommunikationspolitik
4.4.5. Personalpolitik
4.4.6. Ausstattungspolitik
4.4.7. Prozesspolitik
4.5. Möglichkeiten zum Einsatz des Sparkassen-SchulService als vertriebsorientiertes Marketinginstrument im Marketing-Mix
5. Schlussbetrachtung
Ziel dieser Diplomarbeit ist die Erarbeitung konkreter Ansätze für einen Marketing-Mix, mit dem Jugendliche als Kunden für Sparkassen gewonnen und gebunden werden können. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der zukünftigen vertriebsorientierten Nutzung des Sparkassen-SchulService sowie der Berücksichtigung qualitativer Anforderungen, die sich aus der speziellen Zielgruppenansprache ergeben.
3.4.3.1. Grundlegende Aspekte
Welche grundlegenden Aspekte den befragten Jugendlichen an einer Bank besonders wichtig sind, ist in Abbildung 3 zunächst im Überblick dargestellt.
Besonders wichtig ist einem großen Teil (46%) der Jugendlichen eine gute, d.h. vor allen Dingen verständliche Beratung. Dazu gehört für Jugendliche insbesondere, dass keine Fachausdrücke, sondern stattdessen unkomplizierte, eingängige Erklärungen verwendet werden und dass umfangreiches und leicht verständliches Informationsmaterial zu den angebotenen Produkten und Leistungen eingesetzt wird. Weitere wichtige Faktoren für eine gute Beratung sind für die Befragten, dass die Beratung nicht unter Zeitdruck durchgeführt wird und Sachverhalte bei Bedarf auch mehrmals erklärt werden. Dass der Aspekt „gute und verständliche Beratung“ für die Jugendlichen eine grundlegende und besonders wichtige Rolle spielt, findet sich in den Daten immer wieder und zeigt sich auch in folgenden Punkten.
Auf die Frage, was in einer Filiale für Jugendliche anders sein sollte als in einer normalen Filiale, antworteten 72%, dass dort die Beratung verständlicher und die Erklärungen einfacher sein sollten.
Wenn die Befragten die Möglichkeit hätten, das Bankangebot für Jugendliche zu gestalten, würden 31% eine bessere und verständlichere Beratung sowie umfangreichere Informationen zu den angebotenen Leistungen anbieten.
27% heben hervor, dass sie an ihrer Bank besonders die kompetente, verständliche Beratung schätzen. 13% bemängeln, dass die Beratung bei ihrer Bank schlecht und unverständlich sei.
Neben guter, verständlicher Beratung bzw. Mitarbeitern, die in der Lage sind, relevante Informationen verständlich darzustellen, ist vielen Jugendlichen (38%) auch sehr wichtig, dass die Mitarbeiter zudem freundlich und hilfsbereit sind.
1. Einführung in die Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert den Rahmen der Arbeit, begründet die Aktualität des Themas vor dem Hintergrund des verschärften Wettbewerbs im Bankensektor und definiert das Ziel sowie das Vorgehen der Diplomarbeit.
2. Marketing im Sparkassensektor: Hier werden die generellen Besonderheiten von Dienstleistungen und die spezifischen Aspekte des Sparkassensektors, wie der öffentliche Auftrag und die Vertrauensempfindlichkeit, detailliert dargelegt.
3. Jugendmarketing: Dieses Kapitel definiert die Zielgruppe der Jugendlichen, analysiert deren wirtschaftliches Potential und leitet Anforderungen für eine zielgruppenspezifische Ansprache ab, basierend auf Literaturrecherche und empirischer Forschung.
4. Marketingansätze für das Jugendmarketing von Sparkassen: Das Hauptkapitel entwickelt konkrete Konzepte für den Marketing-Mix, unter besonderer Berücksichtigung des Sparkassen-SchulService als vertriebsorientiertes Instrument.
5. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel reflektiert die Vorgehensweise und die Ergebnisse der Diplomarbeit und gibt Handlungsempfehlungen für die zukünftige Ausrichtung des Jugendmarketings.
Jugendmarketing, Sparkasse, Bankmarketing, Kundenbindung, Neukundengewinnung, Sparkassen-SchulService, Finanzdienstleistungen, Kundenzufriedenheit, Vertrauen, Zielgruppenansprache, Dienstleistungsmarketing, Jugendliche, Strategie, Marketing-Mix, Beratung.
Die Diplomarbeit untersucht, wie Sparkassen ihre Marketingaktivitäten für die Zielgruppe der Jugendlichen (14- bis 19-jährige Schüler) optimieren können, um sie langfristig zu binden und als Kunden zu gewinnen.
Im Zentrum stehen die Besonderheiten des Sparkassen-Dienstleistungssektors, die Analyse des Jugendmarktes, die empirische Untersuchung des Schülerverhaltens sowie die Entwicklung eines angepassten Marketing-Mix.
Das Ziel ist es, konkrete Ansätze für einen Marketing-Mix zu erarbeiten, wobei ein besonderes Augenmerk darauf liegt, wie der Sparkassen-SchulService als vertriebsorientiertes Instrument genutzt werden kann.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung und eine explorative empirische Studie mittels schriftlicher Befragung von über 600 Schülern an Gymnasien.
Der Hauptteil analysiert den Status-Quo des Jugendmarketings in Sparkassen und leitet daraus mittels der klassischen Marketing-Instrumente (Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik) spezifische Handlungsempfehlungen ab.
Zentrale Begriffe sind Jugendmarketing, Kundenbindung, Sparkassen-SchulService, Vertrauensaufbau und die differenzierte Zielgruppenansprache.
Das aktuelle Sparpotential Jugendlicher ist eher gering. Die eigentliche strategische Bedeutung liegt in der frühen Bindung („Konsumentensozialisation“), da die Kunden im Erwachsenenalter, wenn der Kreditbedarf und die Aktivgeschäfte steigen, profitabel werden.
Eltern fungieren als entscheidender „Faktor Eltern“; die empirische Erhebung zeigt, dass in der überwältigenden Mehrheit der Fälle (79%) die Eltern das Kreditinstitut für ihre Kinder auswählen.
Jugendliche haben einen hohen Bedarf an unkomplizierten, verständlichen Erklärungen ohne Fachjargon. Sie möchten sich ernst genommen und auf Augenhöhe behandelt fühlen, lehnen Belehrungen jedoch ab.
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