Masterarbeit, 2020
59 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen der Verhaltensökonomie
2.1 Grundlagen und Begriffsabgrenzung
2.1.1 Disziplinäre Abgrenzung der Verhaltensforschung
2.1.2 Verhaltensanomalien
2.1.3 Homo oeconomicus
2.2 Die Rolle des Homo oeconomicus in der Verhaltensökonomie
2.2.1 Abkehr von Mehrheitsverhalten
2.2.2 Implementierung irrationaler Verhaltensanomalien
3 Erklärung von Verhaltensanomalien durch kulturelle Grundlagen
3.1 Einflussfaktoren des Verhaltens
3.1.1 Normen
3.1.2 Narrative
3.1.3 Identitäten
3.2 Perspektivische Analyse der Prinzipal-Agent-Theorie
3.2.1 Grundlagen der Prinzipal-Agent-Theorie
3.2.2 Kritik an Prinzipal-Agent-Theorie vor dem Hintergrund der Verhaltensökonomie
3.2.3 Perspektivische Betrachtung des Prinzipals
3.2.3.1 Bürger
3.2.3.2 Arbeitnehmer
3.2.3.3 Familienmitglied
4 Anwendungsbereiche der Verhaltensökonomie
4.1 Nudging
4.1.1 Funktionsweise von Nudges
4.1.2 Diskussion im Kontext von Nudges
4.2 Bedeutung der Erkenntnisse für den Verbraucherschutz
5 Conclusio
5.1 Fazit und Zusammenfassung
5.2 Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Bedeutung verhaltensökonomischer Ansätze für die ökonomische Analyse und analysiert, wie Modelle wie der Homo oeconomicus durch psychologische Erkenntnisse realistischer gestaltet werden können. Ziel ist es, den Einfluss kultureller Faktoren auf menschliches Verhalten zu beleuchten und daraus Implikationen für die Prinzipal-Agent-Theorie sowie den Verbraucherschutz abzuleiten.
3.1.2 Narrative
„Tesla stock price is too high imo“99 twitterte Elon Musk, der Leiter des Elektroautoherstellers Tesla. Durch diese Nachricht verursachte er einen Absturz der Tesla-Aktie von über 9 Prozent. Dies ist ein Indiz dafür, wie einflussreich Nachrichten und Erzählungen für die Wirtschaft sein können. Neben Normen haben auch Narrative eine hohe Bedeutung in der Beeinflussung des Entscheidungsverhaltens. Anhand von Kausaltheorien, an die Menschen glauben, wird bestimmt, was sie angesichts ihrer identitätsbasierten Präferenzen als Verhalten wahrnehmen. Individuen erwerben das Verständnis für kausale Prozesse einerseits durch analytische Erklärungen, andererseits durch die direkte Beobachtung von Ereignissen und teils durch Narrative.
1 Einleitung: Einführung in das Thema der Verhaltensökonomie und die Relevanz der Ergänzung klassischer ökonomischer Modelle durch psychologische Erkenntnisse.
2 Grundlagen der Verhaltensökonomie: Disziplinäre Einordnung der Verhaltensforschung sowie detaillierte Auseinandersetzung mit dem Modell des Homo oeconomicus und dessen Kritikpunkten.
3 Erklärung von Verhaltensanomalien durch kulturelle Grundlagen: Analyse der Einflussfaktoren wie Normen, Narrative und Identitäten sowie deren Integration in die Kritik der Prinzipal-Agent-Theorie.
4 Anwendungsbereiche der Verhaltensökonomie: Erörterung der Methode des Nudgings als Instrument der Verhaltenslenkung und Bedeutung für den Verbraucherschutz.
5 Conclusio: Abschließende Zusammenfassung der zentralen Forschungsergebnisse und Ausblick auf die zukünftige verhaltensbasierte Forschung.
Verhaltensökonomie, Homo oeconomicus, Verhaltensanomalien, Nudging, Prinzipal-Agent-Theorie, Soziale Normen, Narrative, Identität, Rationalität, Entscheidungstheorie, Verbraucherschutz, Kognitive Verzerrungen, Verhaltenssteuerung, Psychologie, Ökonomische Analyse.
Die Arbeit untersucht kritisch die Integration psychologischer und soziologischer Erkenntnisse in die klassische ökonomische Theorie, um menschliches Verhalten besser abzubilden.
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen der Verhaltensökonomie, den kulturellen Einflussfaktoren wie Normen und Narrativen, der Prinzipal-Agent-Theorie sowie den Anwendungsbereichen des Nudgings.
Ziel ist es, den Realismus ökonomischer Modelle zu erhöhen, indem psychologische Konzepte einbezogen werden, um beispielsweise das Scheitern an einfacher Logik oder irrationales Handeln besser zu erklären.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Literaturrecherchen in Datenbanken wie Scopus und Springer sowie auf einer detaillierten Auseinandersetzung mit interdisziplinären Forschungsansätzen basiert.
Der Hauptteil analysiert Verhaltensanomalien (Kapitel 2), die kulturellen Grundlagen menschlichen Verhaltens (Kapitel 3) und konkrete Steuerungsinstrumente wie das Nudging (Kapitel 4).
Zentrale Begriffe sind Verhaltensökonomie, Homo oeconomicus, Nudging, Identität, Narrative und soziale Normen.
Narrative dienen als Geschichten, die wirtschaftliche Entscheidungen beeinflussen, indem sie Aufmerksamkeit lenken, Handlungen motivieren und kausale Zusammenhänge (oft fehlerhaft) interpretierbar machen.
Der Autor diskutiert Nudges sowohl als hilfreiches Instrument zur Vermeidung irrationaler Fehler als auch als potenzielle Gefahr für persönliche Autonomie und als Einfallstor für staatliche Manipulation.
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