Bachelorarbeit, 2023
79 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
1.1 Einführung in die Reform
1.2 Zielsetzung und Gang der Ausarbeitung
2 Entwicklung der Reform der internationalen Besteuerung
2.1 Digitale Geschäftsmodelle
2.2 Veränderung der Wertschöpfung bei digitalen Geschäftsmodellen
2.3 Historische Entwicklung der „Two-Pillar“-Strategie
2.4 Status quo des Besteuerungsansatzes und dessen Probleme
3 Zwei-Säulen-Strategie der OECD
3.1 Säule 1
3.1.1 Zielsetzung der Säule 1
3.1.2 Ansätze zur Umsetzung
3.1.3 Umsetzung der Säule 1
3.1.4 Betrag A
3.1.4.1 Berechnung des Betrag A
3.1.4.2 Vermeidung der Doppelbesteuerung durch Betrag A
3.1.5 Betrag B
3.1.6 Tax Certainty
3.1.7 Kritische Analyse der steuerlichen Auswirkungen für inländische Konzerne
3.1.7.1 Kritische Analyse des Betrag A
3.1.7.2 Kritische Analyse des Betrag B
3.2 Säule 2
3.2.1 Zielsetzung der Säule 2
3.2.2 Anwendungsbereich
3.2.3 Umsetzung der globalen Mindestbesteuerung
3.2.3.1 Income Inclusion Rule
3.2.3.2 Undertaxed Profit Rule
3.2.4 Berechnung des effektiven Steuersatzes
3.2.4.1 Bestimmung der maßgeblichen Gewinne oder Verluste
3.2.4.2 Berechnung der angepassten erfassten Steuern
3.2.4.3 Berechnung des effektiven Steuersatzes und der Ergänzungssteuer
3.2.5 Safe-Harbour-Regelungen
3.2.5.1 Temporärer Safe-Harbour
3.2.5.2 Permanente Safe-Harbours
3.2.6 Kritische Analyse der steuerlichen Auswirkungen für inländische Konzerne
3.2.6.1 Latente Steuern
3.2.6.2 Temporäre Erleichterungen
3.2.6.3 Kosten und Nutzen aus Sicht der in Deutschland ansässigen Konzerne
4 Fazit
Die Arbeit untersucht kritisch die steuerlichen Auswirkungen der OECD „Two-Pillar“-Strategie auf in Deutschland ansässige multinationale Konzerne. Dabei stehen die Notwendigkeit der Reform als Reaktion auf die Digitalisierung sowie die praktische Umsetzung von Betrag A (Marktstaatsbesteuerung) und Betrag B (Vereinfachung von Verrechnungspreisen) unter Säule 1 sowie die globale Mindestbesteuerung unter Säule 2 im Fokus.
2.1 Digitale Geschäftsmodelle
Bereits im Jahr 2015 erkannte die OECD, dass die digitale Wirtschaft nicht mehr strikt von der restlichen Wirtschaft trennbar ist. 2018 stellte sie fest, dass durch die Digitalisierung die Stückkosten der Datenverarbeitung erheblich gesunken sind und die gewonnenen Daten mit einer hohen Geschwindigkeit verwendet werden können. Im Zwischenbericht wurde deshalb analysiert, wie sich der Wertschöpfungsprozess der Unternehmen verändert hat. Dabei wurden die gemeinsamen Merkmale der digitalisierten Unternehmen herausgearbeitet und Schlüsselfaktoren, welche typisch für diese Unternehmen sind, definiert.
Diese digitalen Geschäftsmodelle vereint demnach, dass die Geschäfte in großem Umfang und über weite Entfernungen hinweg durchgeführt werden. Durch Kooperationsplattformen können Angebot und Nachfrage auf einem leicht zugänglichen virtuellen Markt zusammengeführt werden. Über Social-Media-Modelle können Daten der Kunden gesammelt und gleichzeitig gezielte Werbung für die jeweiligen Kundengruppen geschalten werden. Bei genauerer Betrachtung dieser Praktiken können drei verschiedene Merkmale herausgearbeitet werden, die im Folgenden dargestellt werden sollen:
Durch die grenzüberschreitende Ausdehnung ohne Masse ist es den Unternehmen teilweise möglich, in vielen Ländern ohne physische Präsenz hohe Umsätze zu realisieren. Zudem sind immaterielle Werte ein zentraler Bestandteil der eben erläuterten digitalen Geschäftsmodelle. Digitalisierte Unternehmen sind demnach oftmals im Besitz von geistigem Eigentum, welches häufig in Form von Algorithmen oder Software eingesetzt wird. Ein weiteres Merkmal betrifft Unternehmen, die dem Bereich der sozialen Netzwerke zuzuordnen sind. Hier kann man häufig die Bereitstellung von nutzergenerierten Inhalten beobachten. Man spricht dabei von Daten, Nutzerbeteiligung und Netzwerkeffekten. Die Nutzerbeteiligung wird, je nach Intensität der Beteiligung, in die aktive und passive Beteiligung untergliedert. Netzwerkeffekte ergeben sich aus der Wertsteigerung der Plattform durch steigende Nutzerzahlen. Außerdem ist es im Bereich der Plattformen möglich, Dritte sowie den Betreiber selbst durch die Platzierung von Werbungen zu bereichern.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen der Digitalisierung für internationale Steuersysteme und führt in die Notwendigkeit des BEPS-Projekts ein.
2 Entwicklung der Reform der internationalen Besteuerung: Dieses Kapitel analysiert digitale Geschäftsmodelle und die daraus resultierenden Probleme für das bestehende Besteuerungssystem, das auf einer physischen Präsenz basiert.
3 Zwei-Säulen-Strategie der OECD: Der Hauptteil erläutert detailliert die Mechanismen der Säule 1 (Betrag A/B, Tax Certainty) und der Säule 2 (globale Mindestbesteuerung) sowie jeweils die kritischen steuerlichen Implikationen für inländische Konzerne.
4 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die Reformen weitreichende administrative Belastungen mit sich bringen und noch kritische Aspekte hinsichtlich der praktischen Umsetzbarkeit und etwaiger Doppelbesteuerung offen sind.
Two-Pillar-Strategie, OECD, BEPS 2.0, Digitale Besteuerung, Betrag A, Betrag B, Mindestbesteuerung, Verrechnungspreise, Säule 1, Säule 2, Unternehmenssteuer, Doppelbesteuerung, Wertschöpfung, Compliance-Aufwand, Steueroasen.
Die vorliegende Arbeit analysiert kritisch die von der OECD initiierte „Two-Pillar“-Reform zur Neugestaltung der internationalen Unternehmensbesteuerung und deren Auswirkungen auf in Deutschland ansässige Konzerne.
Zentrale Themen sind die steuerlichen Herausforderungen der Digitalisierung, die Neuzuweisung von Besteuerungsrechten an Marktstaaten (Säule 1) sowie die Einführung einer globalen Mindestbesteuerung von 15 % (Säule 2).
Ziel ist es, den aktuellen Stand der Reform zu beleuchten und zu untersuchen, ob die neuen Regelungen für deutsche Konzerne praktikabel sind und welche administrativen sowie finanziellen Konsequenzen sich daraus ergeben.
Es handelt sich um eine wissenschaftliche Ausarbeitung, die auf einer fundierten Analyse des aktuellen Stands der OECD-Regelungen, Richtlinienentwürfe und der relevanten Fachliteratur sowie Kommentaren von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der beiden Säulen, inklusive der Berechnungsmethoden für Betrag A und B (Säule 1) sowie die Mechanismen der Mindestbesteuerung, IIR und UTPR (Säule 2), und enthält eine jeweils nachfolgende kritische Analyse für deutsche Unternehmen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Two-Pillar-Strategie, BEPS 2.0, Betrag A, Betrag B, globale Mindestbesteuerung, Verrechnungspreise, Compliance-Aufwand und Wertschöpfung.
Der Autor weist auf einen erheblichen administrativen und personellen Mehraufwand hin, da die Unternehmen für die Zuordnung von Einnahmen nach den neuen Regeln oft nicht über die erforderlichen Daten verfügen und komplexe technische Systeme implementieren müssen.
Die größte Sorge gilt der Gefahr einer Doppelbesteuerung, der hohen Compliance-Belastung sowie der fehlenden Vereinfachung durch die komplexen Scoping-Kriterien, insbesondere bei Betrag B, die das Ziel der Rechtssicherheit konterkarieren könnten.
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