Bachelorarbeit, 2023
59 Seiten
1. Teil: Sterbehilfe- Begriffserklärung und Rechtsgrundlage
§ 1. Begriffserklärungen
§ 2. Geschichtlicher Hintergrund der Sterbehilfe
§ 3. Strafrechtliche Aspekte der Sterbehilfe
§ 4. Arten der Sterbehilfe
2. Teil: Ausgang, Vorschläge und Darstellung des aktuellen Standes der Diskussion des assistierten Suizides in Deutschland
§ 1. Urteil BVerfG v. 26.02.2020, 2 BvR 2347/15
§ 2. Beschluss BGH v. 28.06.2022, 6 StR 68/21
§ 3. Gesetzesentwürfe vom 24.06.2022
A. Entwurf eines Gesetzes zum Schutz des Rechts auf selbstbestimmtes Sterben und zur Änderung weiterer Gesetze, Drucksache 20/2293
I. Gesetz zum Schutz des Rechts auf selbstbestimmtes Sterben (SbStG)
II. Änderung Betäubungsmittelgesetzes
III. Kritische Auslegung des Gesetzesentwurfs
B. Entwurf eines Gesetzes zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Hilfe zur Selbsttötung und zur Sicherstellung der Freiverantwortlichkeit der Entscheidung zur Selbsttötung, Drucksache 20/904
I. § 217 StGB neu Fassung
II. § 217 a StGB
III. Kritische Auslegung des Gesetzesentwurfs
C. Entwurf eines Gesetzes zur Regelung der Suizidhilfe, Drucksache 20/2332
I. Suizidhilfegesetz
II. Änderung des Betäubungsmittelgesetz
III. Änderung des StGBs
IV. Kritische Auslegung des Gesetzesentwurfs
3. Teil: Assistierter Suizid und Suizidteilnahme am Beispiel der Niederlande
§ 1. Euthanasiegesetz in den Niederlanden
A. Die Sorgfaltskriterien
B. Das Meldeverfahren
C. Regionale Kontrollkommission
D. Status von Patientenverfügung
E. Lebensbeendigung bei Minderjährigen
§ 2 Vergleich Sterbehilfe in Deutschland – Euthanasie Niederlande
Schluss
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwiefern eine umfassende gesetzliche Legalisierung des assistierten Suizids in Deutschland einen Beitrag zur Förderung der Selbstbestimmung am Lebensende leisten kann, wobei insbesondere die aktuelle Debatte nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020 im Fokus steht.
§ 1. Begriffserklärungen
Der Begriff „Sterbehilfe“ fungiert als Sammelbegriff für Maßnahmen, die das Ziel haben, das Töten oder Sterben eines sterbenden, schwer kranken oder leidenden Menschen aufgrund seines eigenen, ausdrücklichen oder mutmaßlichen Verlangens oder Interesses verfolgen. Es ist das Ziel, dass Menschen zu einem möglichst schmerzfreien und selbstbestimmten Sterben verhelfen wird. Dies sind nicht immer lebensverlängernde Maßnahmen, weil bereits der Verzicht auf eine lebensverlängernde Behandlung als Entscheidung für ein Lebensende gilt.
Zentrale Begriffe beim Thema Sterbehilfe ist das Leben und Tod, da der Schutz der Tötungsbestände der §§ 211 StGB dort endet, wo ein Mensch tot ist.
1. Teil: Sterbehilfe- Begriffserklärung und Rechtsgrundlage: Einleitend wird der Begriff der Sterbehilfe definiert und in den historischen Kontext sowie die strafrechtliche Einordnung in Deutschland gesetzt.
2. Teil: Ausgang, Vorschläge und Darstellung des aktuellen Standes der Diskussion des assistierten Suizides in Deutschland: Dieses Kapitel fasst die wegweisende Rechtsprechung des BVerfG und des BGH zusammen und analysiert kritisch die drei eingebrachten Gesetzesentwürfe zur Neuregelung.
3. Teil: Assistierter Suizid und Suizidteilnahme am Beispiel der Niederlande: Hier wird das niederländische Euthanasiegesetz als europäisches Vergleichsbeispiel herangezogen, um Sorgfaltskriterien und Kontrollmechanismen für die deutsche Debatte zu reflektieren.
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Die Arbeit befasst sich mit der Legalisierung des assistierten Suizids in Deutschland nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020 und der Frage, wie dies die Selbstbestimmung am Lebensende beeinflussen kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Definition der Sterbehilfe, der Aufarbeitung der deutschen Debatte durch aktuelle Gesetzesentwürfe sowie dem Vergleich mit der Euthanasiepraxis in den Niederlanden.
Das Ziel ist es zu analysieren, ob eine umfassende gesetzliche Regelung des assistierten Suizids tatsächlich die Selbstbestimmung des Einzelnen stärkt und welche rechtlichen Hürden hierfür überwunden werden müssen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse rechtlicher Grundlagen, einer Auswertung relevanter Urteile (BVerfG, BGH) sowie einer rechtsvergleichenden Analyse der niederländischen Rechtslage.
Der Hauptteil gliedert sich in die Behandlung der deutschen Rechtsgrundlagen, eine kritische Auslegung der aktuellen legislativen Vorschläge zur Neuregelung der Suizidhilfe und eine detaillierte Betrachtung des niederländischen Modells.
Neben Sterbehilfe und assistierter Suizid sind dies insbesondere Patientenautonomie, das Recht auf selbstbestimmtes Sterben, das Euthanasiegesetz sowie die strafrechtlichen Aspekte des StGB.
Es fungiert als zentrale Basis, da es das Recht auf selbstbestimmtes Sterben als Ausdruck der persönlichen Autonomie rechtlich verankert und das pauschale Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe (§ 217 StGB a.F.) für nichtig erklärt hat.
In den Niederlanden ist die aktive Sterbehilfe unter strengen Sorgfaltskriterien und nach einem festgelegten Meldeverfahren seit 2002 gesetzlich geregelt, während in Deutschland die Grenze zur Legalität nach wie vor komplex und noch in der legislativen Neufindung ist.
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