Bachelorarbeit, 2023
37 Seiten, Note: 2,0
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
1. Einleitung
2. Die ethische Entwicklung der Tierzucht
2.1. Tierethische Auseinandersetzung
2.2. Die Tierzucht
2.3. Anfänge und Entwicklung der Tierzucht
2.4. Tierzucht heute
2.5. Rechtliche Aspekte der Tierzucht
3. Qualzuchten
4. Widersprüchlichkeit von Qualzuchten
5. Der Maßstab der ethischen Vertretbarkeit
5.1. Tierethische Positionen
5.2. Bedürfnisse von Tieren
6. Grenzen der ethischen Vertretbarkeit in der Züchtung – ein Lösungsansatz
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die ethische Vertretbarkeit der Tierzucht. Sie verfolgt das Ziel, eine klare Grenze zu definieren, ab der Züchtung – aufgrund fehlender Bedürfniserfüllung für das Tier – moralisch nicht mehr zu rechtfertigen ist, um daraus praxisnahe Handlungsrichtlinien abzuleiten.
Die ethische Entwicklung der Tierzucht
Im Folgenden wird erklärt, was man von einer tierethischen Auseinandersetzung mit der Thematik der Tierzucht erwarten kann. Darauffolgend wird eine allgemeine Grundlage zu dieser Thematik geschaffen, indem die Tierzucht definiert sowie in ihren Anfängen untersucht wird. Anschließend wird mit einem Blick auf die heutige Tierzucht auf deren Problematik hingewiesen und der unter anderem dafür verantwortliche rechtliche Aspekt näher beleuchtet.
Ehe die Folgen der Tierzucht aufbereitet werden, sollte eine klare Definition hinsichtlich des der Untersuchung zugrunde liegenden Teilbereichs der Ethik erfolgen: Die Tierethik ist „das systematische Studium der Frage, wie wir uns gegenüber nichtmenschlichen Tieren verhalten sollten und die Formulierung begründeter Antworten auf diese Frage.“ In der Regel erfüllt die Tierethik zweierlei Aufgaben: So zeigt sie zum einen Gründe für den moralischen Schutz von Tieren auf und äußert zum anderen Kritik an der Nutzung und Tötung von Tieren. Beides soll dazu führen, dass zugunsten der Tiere eine Veränderung hinsichtlich der vorherrschenden problematischen Situation erfolgt.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, wann Tierzucht ethisch nicht mehr vertretbar ist, und beleuchtet die grundlegende Problematik an Zuchtbeispielen.
2. Die ethische Entwicklung der Tierzucht: Dieses Kapitel definiert Tierethik, zeichnet die historische Entwicklung der Domestikation nach und hinterfragt heutige Zuchtpraktiken sowie rechtliche Rahmenbedingungen.
3. Qualzuchten: Hier werden Definitionen und konkrete Folgen von Züchtungen erläutert, die bei Tieren zu genetisch bedingten Schäden oder Leiden führen.
4. Widersprüchlichkeit von Qualzuchten: Das Kapitel analysiert, warum trotz erkannter negativer Folgen weiterhin Züchtungs- und Kaufentscheidungen getroffen werden, die auf menschlichen Präferenzen basieren.
5. Der Maßstab der ethischen Vertretbarkeit: Es werden klassische ethische Positionen geprüft und der Fähigkeitenansatz als fundierte Alternative zur Bestimmung tierlicher Bedürfnisse eingeführt.
6. Grenzen der ethischen Vertretbarkeit in der Züchtung – ein Lösungsansatz: Dieser Abschnitt formuliert einen praxisnahen Lösungsansatz, um die Zucht anhand der individuellen Bedürfnisse von Tieren zu regulieren.
7. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass erst die wissenschaftliche Fundierung tierlicher Bedürfnisse eine klare ethische Grenzziehung ermöglicht, die Zuchtpraktiken spürbar verbessert.
Tierzucht, Tierethik, Qualzucht, Tierschutzgesetz, Bedürfnisse von Tieren, Fähigkeitenansatz, Domestikation, künstliche Selektion, artgemäße Haltung, Moral, ethische Vertretbarkeit, Verhaltensforschung, Nutztierhaltung, Heimtiere.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wo die ethische Grenze für die Züchtung von Tieren verläuft und wann diese Praxis als nicht mehr vertretbar eingestuft werden muss.
Die zentralen Themen sind tierethische Positionen, die Kritik am aktuellen Tierschutzrecht, das Phänomen der Qualzucht sowie die Definition von Bedürfnissen als Maßstab für eine gesunde Tierzucht.
Das Ziel ist es, aus einer ethischen Problemdebatte heraus einen anwendbaren, praxisnahen Lösungsansatz zu formulieren, der auf objektiven, artspezifischen Kriterien beruht.
Die Arbeit nutzt eine philosophisch-tierethische Analyse, unterstützt durch Erkenntnisse der Biologie, Verhaltensforschung und Rechtswissenschaft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische und ethische Fundierung, eine Analyse von Qualzuchten sowie die Entwicklung einer Grenze der Vertretbarkeit durch den Fähigkeitenansatz nach Nussbaum.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Tierzucht, Qualzucht, ethische Vertretbarkeit, tierische Bedürfnisse und den Fähigkeitenansatz bestimmt.
Der Begriff gilt als diffus und interpretierbar, da die Innenperspektive von Tieren für den Menschen schwer zugänglich ist, was subjektiven Auslegungen Tür und Tor öffnet.
Er verschiebt den Fokus von einer abstrakten ethischen Diskussion hin zu einer konkreten Beschreibung der artspezifischen Fähigkeiten und Bedürfnisse, die für ein gedeihliches Leben zwingend erfüllt sein müssen.
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