Diplomarbeit, 2005
82 Seiten, Note: 1,75
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung dieser Arbeit / Fragestellungen
2 Der Begriff „Soziale Kompetenz“
2.1 Erklärungsansätze aus sprachwissenschaftlicher Sicht
2.2 Der Begriff „Kompetenz“ – als eigener Begriff
2.3 Wissenschaftliche Definitionsversuche „Soziale Kompetenz“
2.4 Einige weitere Definitionsversuche
2.5 „Soziale Kompetenz“ aus Sicht des Verfassers
3 Dimensionen sozialer Kompetenz – Strukturen und Prozesse
3.1 Fähigkeiten der sozialen Kompetenz
4 Soziale Kompetenz in Abgrenzung zu weiteren Kompetenzen
4.1 Die wesentlichen Kompetenzbereiche
4.2 Die personale Kompetenz
4.3 Die Fachkompetenz
4.4 Die Methodenkompetenz
4.5 Die Medienkompetenz
5 Soziale Kompetenz im Wandel der Zeit
6 Soziale Inkompetenz
6.1 Ursachen für Defizite bei der sozialen Kompetenz
6.2 Emotionale Intelligenz
7 Die menschliche Persönlichkeit
7.1 Das positive Menschenbild
7.2 X-Y-Theorie nach Mc. Gregor
8 Verhalten
9 Führung
9.1 Personalführung
9.2 Die Bedeutung der Führungsaufgabe
10 Die soziale Kompetenz innerhalb der Personalführung
11 Methoden zur Diagnose / Messung sozialer Kompetenz
12 Wege zur Bildung sozialer Kompetenz
12.1 Theoretische Unterweisung
12.2 Rollenspiel / Verhaltensübung
12.3 Fallanalysen
12.4 Gruppendynamische Trainingsformen
12.5 Alternative Methoden zur Verbesserung sozialer Kompetenz
13 Umsetzung auf die Polizei Baden-Württemberg
13.1 Polizeiführungsakademie
13.2 Fachhochschule der Polizei
13.3 Akademie der Polizei
13.4 Bereitschaftspolizei
13.5 Weiterbildung im täglichen Dienst
13.6 Polizei-Online
14 Schlussbemerkungen
14.1 Kritik an der „Sozialen Kompetenz“
14.2 Fazit
Ziel dieser Diplomarbeit ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand zur sozialen Kompetenz im Kontext der Personalführung aufzuarbeiten und dessen Anwendungsmöglichkeiten sowie Grenzen innerhalb der Organisation der Polizei Baden-Württemberg kritisch zu beleuchten.
2 Der Begriff „Soziale Kompetenz“
Wie im weiteren Verlauf ersichtlich wird, gibt es keine einheitliche Definition für diesen Begriff. „Die Umschreibungen des Konstrukts der Sozialkompetenz gleichen einem Begriffsdschungel: bunt und vielfältig aber zugleich verwirrend und komplex. Sozialkompetenz ist ein abstraktes Konstrukt, dem unterschiedliche Eigenschaften und Fähigkeiten zugeordnet werden“.
Zum Begriff der Sozialkompetenz finden sich Ansätze aus den verschiedensten Forschungsbereichen, z.B. der Persönlichkeitspsychologie, der Verhaltenstherapie, der Sozialpsychologie, der Pädagogischen Psychologie und der Organisationsgestaltung.
„Die Ergebnisse einer Umfrage, die im Zusammenhang (...) unter Personalverantwortlichen durchgeführt wurde, zeigen deutlich die unterschiedlichen Vorstellungen und die Unklarheit über die Bedeutung des Begriffs. Ein Auszug aus der Fülle von individuellen Definitionen verdeutlicht die vielfältigen Auslegungsmöglichkeiten:
Sozialkompetenz ist zu verstehen als die Möglichkeit, Mitarbeitern die entsprechende Bedeutung für das große Ganze zu vermitteln.
Sozialkompetenz bedeutet, andere Menschen wahrzunehmen, ihre Persönlichkeit zu akzeptieren, sich für sie zu interessieren, zu versuchen, sich in ihre Situation hineinzuversetzen. Mit anderen reden, diskutieren, leben...
Sozialkompetenz ist die Fähigkeit des Umgangs mit anderen Menschen.
1 Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung der sozialen Kompetenz für Führungskräfte und Darstellung der Fragestellungen dieser Arbeit.
2 Der Begriff „Soziale Kompetenz“: Auseinandersetzung mit der Begriffsdefinition und dem „Begriffsdschungel“ durch verschiedene wissenschaftliche Sichtweisen.
3 Dimensionen sozialer Kompetenz – Strukturen und Prozesse: Analyse der multidimensionalen Struktur sozialer Kompetenz und der damit verbundenen Fähigkeiten.
4 Soziale Kompetenz in Abgrenzung zu weiteren Kompetenzen: Abgrenzung von der allgemeinen beruflichen Handlungskompetenz und Darstellung von Fach-, personaler, Methoden- und Medienkompetenz.
5 Soziale Kompetenz im Wandel der Zeit: Historischer Rückblick auf die Entwicklung der Vorstellungen von sozialer Kompetenz.
6 Soziale Inkompetenz: Untersuchung von Folgen sozialer Inkompetenz, deren Ursachen sowie der emotionalen Intelligenz.
7 Die menschliche Persönlichkeit: Betrachtung der Persönlichkeit als Basis für soziales Verhalten inklusive des positiven Menschenbildes und der X-Y-Theorie.
8 Verhalten: Erläuterung des Begriffs Verhalten und der einflussnehmenden Faktoren.
9 Führung: Analyse des Führungsbegriffs, der Personalführung und der Führungsaufgabe.
10 Die soziale Kompetenz innerhalb der Personalführung: Detaillierte Darstellung der hohen Relevanz sozialer Kompetenz für eine erfolgreiche Personalführung.
11 Methoden zur Diagnose / Messung sozialer Kompetenz: Vorstellung von Methoden und Herausforderungen bei der Messung sozialer Kompetenz.
12 Wege zur Bildung sozialer Kompetenz: Überblick über Trainingsmethoden zur Entwicklung sozialer Fähigkeiten, von theoretischen Unterweisungen bis zu Rollenspielen.
13 Umsetzung auf die Polizei Baden-Württemberg: Konkrete Betrachtung der Aus- und Fortbildungssituation innerhalb der baden-württembergischen Polizei.
14 Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Kritik und Fazit zur Bedeutung und Vermittelbarkeit sozialer Kompetenz in der Polizei.
Soziale Kompetenz, Personalführung, Führungskompetenz, Polizei, Personalentwicklung, Schlüsselqualifikationen, Sozialverhalten, Persönlichkeitsentwicklung, Emotionale Intelligenz, Training, Assessment-Center, Führungswissenschaft, Handlungsfähigkeit, Organisationsentwicklung, Führungserfolg.
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Begriff der sozialen Kompetenz und dessen zentraler Bedeutung bei der modernen Personalführung, insbesondere im Kontext der Polizei Baden-Württemberg.
Zentrale Themen sind die Definition sozialer Kompetenz, deren Abgrenzung zu anderen Kompetenzen, der Einfluss der Persönlichkeit auf das Führungsverhalten sowie Methoden zur Diagnose und Förderung dieser Kompetenzen.
Das Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand aufzuarbeiten und zu untersuchen, wie diese Erkenntnisse in der Ausbildung und Fortbildung der Polizei Baden-Württemberg praktisch umgesetzt werden können.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche und der Analyse von Fachkonzepten sowie der Untersuchung der polizeilichen Ausbildungsstrukturen in Baden-Württemberg.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der sozialen Kompetenz, ihre Abgrenzung, die Zusammenhänge mit Persönlichkeit und Verhalten, sowie verschiedene Diagnose- und Trainingsmethoden.
Wichtige Begriffe sind Soziale Kompetenz, Personalführung, Führungskompetenz, polizeiliche Ausbildung, Sozialverhalten, Persönlichkeitsentwicklung und Personale Kompetenz.
Der Autor sieht Fortschritte durch reformierte Ausbildungsansätze, identifiziert jedoch weiteres Optimierungspotenzial durch den gezielteren Einsatz moderner Methoden wie Assessment-Centern bei der Personalauswahl.
Der Autor betont, dass Fachkompetenz allein im Polizeialltag nicht ausreicht und soziale Kompetenz entscheidend ist, um den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und Führung erfolgreich auszuüben.
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