Bachelorarbeit, 2009
108 Seiten, Note: Sehr gut
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 EINLEITUNG UND MOTIVATION
2 AUFBAU UND STRUKTUR
3 DEFINITIONEN UND ABGRENZUNGEN
3.1 KONSTRUKTE UND DIMENSIONEN
3.2 WERTE UND BEDÜRFNISSE
3.3 JUGEND
3.4 MEDIENSELEKTIONSFORSCHUNG UND MEDIENNUTZUNGSFORSCHUNG
3.4.1 DEFINITION UND ABGRENZUNG
3.4.2 GRUNDVORAUSSETZUNG FÜR DIE MEDIENNUTZUNG UND NUTZUNGSINTENSITÄT
3.4.3 GRUNDLEGENDE MOTIVE UND THESEN DER MEDIENSELEKTION UND -NUTZUNG
3.5 MEDIENWIRKUNGSFORSCHUNG
3.5.1 DEFINITION UND ABGRENZUNG
3.5.2 GRUNDLEGENDE THESEN DER MEDIENWIRKUNG
3.6 ZUSAMMENFASSUNG
4 KONSTRUKTE UND DIMENSIONEN DER MEDIENSELEKTIONS- UND MEDIENWIRKUNGSFORSCHUNG
4.1 WIRKUNGSBEEINFLUSSENDE INPUTFAKTOREN
4.2 ALLGEMEINE DIMENSIONEN UND KONSTRUKTE DER MEDIENSELEKTIONS- UND MEDIENNUTZUNGSFORSCHUNG
4.3 DIE BEDEUTUNG DER DIMENSIONEN KONTAKT, INVOLVEMENT UND AUFMERKSAMKEIT
4.4 MOTIVE FÜR DEN KONSUM VON COMPUTERSPIELEN
4.5 UNTERHALTUNGSERLEBEN UND SELBSTELABORATION
4.6 GEWALT UND ARTEN BZW. AUSWIRKUNGEN MEDIALER GEWALT
4.6.1 MERKMALE VON KONSUMENTEN MEDIALER GEWALT UND DES INHALTES
4.6.2 MOTIVE FÜR DIE INTERNETNUTZUNG IM ZUSAMMENHANG MIT GEWALT
4.7 EXTRAVERSION, INTROVERSION UND NEUROTIZISMUS
4.8 ZUSAMMENFASSUNG
5 RELEVANTE DIMENSIONEN FÜR JUGENDLICHE IM KONTEXT NEUER TECHNOLOGIEN UND MEDIEN UND DEREN MESSUNG
5.1 DIE BESONDERE STELLUNG JUGENDLICHER IN DER MEDIENFORSCHUNG
5.2 PROBLEMATIKEN VON FORSCHUNGSDESIGNS UND DER WANDEL IN DER FORSCHUNG
5.3 DIMENSIONEN AUS STUDIEN UND MÖGLICHE ERHEBUNGSMETHODEN
5.3.1 KONTAKT UND KONTAKTINTENSITÄT
5.3.2 MATERIALISTISCHE ORIENTIERUNG
5.3.3 NEGATIVES SELBSTWERTGEFÜHL
5.3.4 BEDÜRFNISWECKUNG UND -VERSTÄRKUNG
5.3.5 INVOLVEMENT
5.3.6 ALTER
5.3.7 GESCHLECHT
5.3.8 BILDUNGSGRAD VON REZIPIENTEN UND DEREN ELTERN
5.3.9 VERFÜGBARES HAUSHALTEINKOMMEN
5.3.10 EINFLUSS DER MEDIENNUTZUNG VON ELTERN UND GESCHWISTERN
5.3.11 SCHULISCHE LEISTUNGEN UND SUBJEKTIVE SELBSTEINSCHÄTZUNG DER EIGENEN FÄHIGKEITEN
5.3.12 IDENTIFIKATION, SELBSTFINDUNG BZW. -VERWIRKLICHUNG UND SELBSTWERTGEFÜHL
5.3.13 INFORMATIONSBEDÜRFNIS UND BEDEUTUNG DER MEDIENKOMPETENZ: SUCHE NACH INFORMATION UND RAT
5.3.14 KREATIVITÄT
5.3.15 BEDÜRFNIS NACH EMOTIONS- UND STIMMUNGSMANAGEMENT
5.3.16 GEWALT- UND AGGRESSIONSBEREITSCHAFT
5.3.17 ANGSTBEWÄLTIGUNG UND ANGSTEMPFINDEN
5.3.18 EMPATHIE, EINFÜHLVERMÖGEN, MITLEID, HILFSBEREITSCHAFT
5.3.19 BEDÜRFNIS NACH UNTERHALTUNGSERLEBEN UND ERHOLUNG
5.3.20 STRESSBEWÄLTIGUNG UND LANGEWEILE
5.3.21 GLÜCK UND LEID
5.3.22 BEDÜRFNIS NACH SOZIALER INTERAKTION
5.3.23 HUMOR
5.3.24 ONLINESUCHT
5.3.25 COMPUTERSPIELSUCHT
5.3.26 NEGATIVE GESUNDHEITLICHE KONSEQUENZEN DER MEDIENNUTZUNG
5.4 ZUSAMMENFASSUNG
6 FAZIT UND AUSBLICK
Die Arbeit analysiert den Einfluss neuer Medien und Technologien auf die Entwicklung Jugendlicher und deren Persönlichkeit. Dabei wird untersucht, wie sich Medienselektion, Mediennutzung und Medienwirkung wechselseitig beeinflussen und welche Dimensionen und Konstrukte in diesem Kontext für Jugendliche von Bedeutung sind, um daraus fundierte Ansätze für Erhebungsmethoden abzuleiten.
Die Bedeutung der Medien im Sozialisierungsprozess
Die Bedeutung der Medien im Sozialisierungsprozess von Kindern wird beispielsweise in der KIM (Kinder und Medien, Computer und Internet) Studie 2008 deutlich: Es wird festgestellt, dass die Mediennutzung ein zentrales Thema für die Standortbestimmung der Situation von Kindern ist, da Medien sowohl in der Freizeit als auch in der Schule eine zentrale Rolle spielen. Kinder wachen mit dem Radiowecker auf, nutzen Lernprogramme in der Schule, hören Musik per MP3-Player auf dem Nachhauseweg, machen Hausaufgaben am Computer, kommunizieren mit Freunden über das Internet, verabreden sich zum Spielen per SMS, spielen Computerspiele alleine oder mit Freunden, sehen fern und lesen vor dem Schlafengehen. Die Studie beleuchtet dabei, welche Tätigkeit in welchem Alter und in welcher Häufigkeit durchgeführt wird.
Basierend auf der erwähnten Skepsis und der zunehmenden Bedeutung der Medien, erscheint eine nähere Betrachtung des Einflusses von Medien auf die Gesellschaft als notwendig. Ist die Skepsis gerechtfertigt? Haben Medien tatsächlich einen maßgeblichen Anteil an der Sozialisierung? Falls es Auswirkungen der Mediennutzung und Medienselektion gibt, welcher Art sind diese und welche positiven und negativen Einflüsse können damit in Verbindung gebracht werden?
Im Rahmen des Forschungsprojektes ‚MeTeOr‘ der Fachhochschule Oberösterreich wird eben dieser Einfluss, in diesem Falle neuer Medien und Technologien, auf die Werteorientierung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 18 Jahren untersucht.
Ausgegangen wird dabei davon, dass vor allem Jugendliche aufgrund der hohen Anpassungs- und Lernfähigkeit durch die Auseinandersetzung mit neuen Medien sowohl positiv wie auch negativ geprägt werden. Dabei sollte vor allem auch der mögliche positive Einfluss der Medien Berücksichtigung finden, da die Kinder- und Jugendmedienforschung sehr häufig den Fokus auf mögliche Gefahren richtet, anstatt neutral an diese Thematik heranzugehen.
1 EINLEITUNG UND MOTIVATION: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, beleuchtet die Rolle der Medien bei der Sozialisation Jugendlicher und definiert die wissenschaftliche Relevanz sowie die Fragestellung der Arbeit.
2 AUFBAU UND STRUKTUR: Hier wird der methodische Aufbau der Arbeit erläutert, angefangen bei der Literaturrecherche über die empirische Auswertung bis hin zur Conclusio.
3 DEFINITIONEN UND ABGRENZUNGEN: In diesem Kapitel werden grundlegende Fachbegriffe definiert, die drei Forschungsfelder der Medienwissenschaft voneinander abgegrenzt und wesentliche theoretische Modelle vorgestellt.
4 KONSTRUKTE UND DIMENSIONEN DER MEDIENSELEKTIONS- UND MEDIENWIRKUNGSFORSCHUNG: Dieser Teil vertieft die Analyse von Variablen, die die Medienwahl und -wirkung beeinflussen, mit spezifischem Fokus auf Motive wie Computerspiele und Gewalt.
5 RELEVANTE DIMENSIONEN FÜR JUGENDLICHE IM KONTEXT NEUER TECHNOLOGIEN UND MEDIEN UND DEREN MESSUNG: Dieses Kernkapitel identifiziert konkrete Dimensionen für Jugendliche, analysiert Studienergebnisse und leitet Methoden zur Erhebung dieser Variablen ab.
6 FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bewertet die methodischen Herausforderungen der Forschung und bietet Anregungen für zukünftige wissenschaftliche Arbeiten.
Mediennutzung, Medienselektion, Medienwirkung, Jugendmedienforschung, Sozialisation, Konstrukte, Dimensionen, Computerspielsucht, Gewaltdarstellung, Emotionsmanagement, Medienkompetenz, Onlinesucht, Längsschnittstudien, Erhebungsmethoden, MeTeOr.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, wie neue Medien und Technologien die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beeinflussen, wobei sowohl positive als auch negative Aspekte der Mediennutzung betrachtet werden.
Die zentralen Felder sind die Medienselektions-, die Mediennutzungs- und die Medienwirkungsforschung, jeweils mit speziellem Fokus auf die Zielgruppe der Jugendlichen.
Das Ziel ist die Identifikation relevanter Dimensionen und Konstrukte, die in der Forschung genannt werden, sowie die Klärung, wie deren Wechselwirkungen und Auswirkungen empirisch erhoben werden können.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit auf Basis einer umfangreichen Literaturrecherche und der Auswertung bestehender nationaler und internationaler Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch Definitionen, eine detaillierte Analyse einflussnehmender Variablen (wie Gewalt oder Computerspiele) und die Identifikation spezifischer Messmethoden für jugendrelevante Medienphänomene.
Begriffe wie Mediensozialisation, Medienkompetenz, Bedürfnisweckung, Involvement und methodische Forschungsdesigns stehen im Mittelpunkt.
Da Konstrukte nicht direkt beobachtbar sind (wie z. B. Empathie), müssen sie über beobachtbare Dimensionen operationalisiert werden, was für die korrekte Durchführung empirischer Studien essenziell ist.
Computerspielsucht dient als Beispiel für komplexe verhaltensbezogene Auswirkungen, wobei die Arbeit die Mechanismen hinter exzessivem Spielverhalten und deren Ähnlichkeit zu stoffgebundenen Abhängigkeiten aufzeigt.
Der Autor ordnet diese als zwar mitunter lebensfremd, aber dennoch zielführend ein, sofern sie zur Komplexitätsreduktion und Erfassung spezifischer Kausalzusammenhänge genutzt werden.
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