Bachelorarbeit, 2021
67 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Theoretische Einordnung der Themen „Tod“ und „Trauer“
1.1. Begrifflichkeiten zu den Themen „Tod“ und „Trauer“
1.1.1. Definition „Tod“
1.1.2. Der Tod im Alten und Neuen Testament
1.1.3. Definition „Trauer“
1.1.4. Die Trauer im Alten und Neuen Testament
1.2. Körper, Geist, Seele und Auferstehung im Alten und Neuen Testament
1.2.1. Körper, Geist, Seele
1.2.2. Auferstehung
1.3. Entwicklung eines kindlichen Todeskonzeptes
1.3.1. Entwicklung im Säuglingsalter
1.3.2. Entwicklung im Kleinkinderalter
1.3.3. Entwicklung im Vorschulalter
1.3.4. Entwicklung im Grundschulalter
1.3.5. Entwicklung im Jugendalter
1.4. Phasen der Trauer und Aufgaben der Trauer
1.4.1. Trauerphasen
1.4.2. Traueraufgaben
2. Umgang mit Tod und Trauer in der Gesellschaft unter Einbeziehung theologischer Aspekte
2.1. Tod und Trauer „Früher“ und „Heute“
2.2. Orthopraktische Thanatagogik nach Plieth
2.2.1. Orthopraktische Thanatagogik in der Familie
2.2.2. Orthopraktische Thanatagogik in der Gemeinde, ergänzt durch praktische Beispiele der Hohenwestedter Kirchengemeinde
2.2.3. Orthopraktische Thanatagogik in der Schule
3. Tod und Trauer im Religionsunterricht der Grundschule, analysiert anhand des Bilderbuches „Leb wohl, lieber Dachs“ von Susan Varley
3.1. Die Themen „Tod“ und „Trauer“ im Lehrplan des Faches Evangelische Religion
3.2. Bilderbucheinsatz im Unterricht
3.3. Analyse des Bilderbuches „Leb wohl, lieber Dachs“ von Susan Varley mit methodisch-didaktischen Anregungen, nach Kriterien von Martina Plieth
3.3.1. Kriterium I: Berücksichtigung literarästhetischer Aspekte
3.3.2. Kriterium II: Qualität bildhafter Elemente
3.3.3. Kriterium III: Authentizität der Todesdarstellungen
3.3.4. Kriterium IV: Veranschaulichungsgrad von Stimmungswerten
3.3.5. Kriterium V / VI: Plausibilität von Lösungs - und Bewältigungsstrategien, Tragfähigkeit von Konsolationselementen
3.3.6. Kriterium VII: Kontinuität von Kommunikations- und Interaktionsstrukturen
3.3.7. Kriterium VIII: Offenheitsgrad bzgl. religiöser und/oder christlicher Wertmaßstäbe
4. Schlussbetrachtung
Diese Arbeit analysiert praktisch-theologisch, wie das Bilderbuch „Leb wohl, lieber Dachs“ von Susan Varley im evangelischen Religionsunterricht der Grundschule eingesetzt werden kann, um Kindern den sensiblen Umgang mit den Themen Tod und Trauer zu vermitteln und Trauerprozesse pädagogisch zu begleiten.
1.1.1. Definition „Tod“
In der Literatur finden sich, je nach Fachrichtung, unterschiedliche Definitionen zum Begriff „Tod“. Im biologischen Lexikon wird vom „[…] Zustand eines Organismus nach Erlöschen aller Lebensfunktionen“ gesprochen. Otto Döhner bezeichnet im Handbuch psychologischer Grundbegriffe den Tod eines Organismus als „irreversibles Ende seiner physiologischen Anpassung an das innere und äußere Milieu“ und beschreibt den Tod eines menschlichen Individuums als „[…] das Ende der an die biologische Existenz gebundenen Subjektivität und Personalität.“ Als Sterben nennt er den Zeitraum des Übergangs vom Leben zum Tod. Eine Unterscheidung zwischen natürlichen und nicht natürlichen Todesarten ist auch aufgrund der Erfahrungswelt der Kinder angeraten und wird im Folgenden auch im Hinblick auf die Darstellung des Begriffes „Tod“ im Alten und Neuen Testament betrachtet.
1. Theoretische Einordnung der Themen „Tod“ und „Trauer“: Erläutert theologische Begrifflichkeiten, körperliche sowie seelische Aspekte im Alten und Neuen Testament und differenziert die Entwicklung kindlicher Todeskonzepte über verschiedene Altersstufen hinweg.
2. Umgang mit Tod und Trauer in der Gesellschaft unter Einbeziehung theologischer Aspekte: Beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit Abschieden und stellt das Konzept der orthopraktischen Thanatagogik nach Plieth als Handlungsrahmen für Familie, Gemeinde und Schule vor.
3. Tod und Trauer im Religionsunterricht der Grundschule, analysiert anhand des Bilderbuches „Leb wohl, lieber Dachs“ von Susan Varley: Analysiert das Bilderbuch anhand von acht Kriterien auf seine Eignung für den Religionsunterricht und bietet methodisch-didaktische Anregungen zur Trauerbegleitung.
4. Schlussbetrachtung: Fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass das analysierte Bilderbuch Kindern wertvolle Hilfe bietet, um Ängste abzubauen und Trauer konstruktiv zu durchlaufen.
Tod, Trauer, Religionsunterricht, Grundschule, Thanatagogik, Bilderbuch, Sterbebegleitung, Todeskonzept, Trauerphasen, Theologische Analyse, Pädagogische Herausforderung, Abschied, Hoffnung, Jenseitsvorstellungen, Religionspädagogik
Die Arbeit untersucht, wie Lehrkräfte im Grundschulunterricht sensibel und fachlich fundiert mit den Themen Tod und Trauer umgehen können und welche Rolle das Bilderbuch „Leb wohl, lieber Dachs“ dabei als Medium spielt.
Die Arbeit adressiert theologische Definitionen, psychologische Entwicklungsstufen des Kindes, gesellschaftliche Trauerpraktiken sowie konkrete methodische Ansätze im Religionsunterricht.
Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, dass Bilderbücher wie das von Susan Varley ein geeignetes Mittel sind, um Kindern einen angstfreien Zugang zum Thema zu ermöglichen und einen gelingenden Trauerprozess zu fördern.
Die Autorin nutzt eine praktisch-theologische Analyse, die durch Kriterien der Thanatagogik nach Martina Plieth ergänzt sowie durch Einblicke aus dem eigenen Vertretungsunterricht (Praktische Studien) gestützt wird.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Analyse des Bilderbuches „Leb wohl, lieber Dachs“ anhand von acht Kriterien, darunter literarästhetische Aspekte, Stimmungsdarstellung und die Eignung zur religiösen Wertvermittlung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Thanatagogik, kindliche Todeskonzepte, Trauerbegleitung, Religionsdidaktik und emotionale Kompetenzentwicklung zusammenfassen.
Die Autorin sieht den Tunnel als symbolisches Element für den Übergang vom Leben zum Tod, warnt jedoch vor möglichen Missverständnissen (Reise vs. Endgültigkeit), die im Gespräch geklärt werden müssen.
Die Vermenschlichung der Tiere ermöglicht Kindern einen schützenden Abstand, der es ihnen erlaubt, sich mit schwierigen Gefühlen wie Angst und Schmerz auseinanderzusetzen, ohne direkt persönlich betroffen zu sein.
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