Bachelorarbeit, 2021
38 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Definition Depression
2.1.1. Depressionen im Kindes- und Jugendalter
2.2. Kinder- und Jugendliteratur
2.2.1. Moderne Kinder- und Jugendliteratur
2.2.2. Moderne Erzähltechniken
2.2.3. Realistisches Erzählen
3. Die Analyse des discours in Ava Reeds ‚Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen‘
3.1. Fiktionalität – Faktualität
3.1.1. Die narrative Instanz
3.1.2. Die Stellung des Erzählers
3.1.3. Der Zeitpunkt der Narration
3.2. Der Modus
3.2.1. Die Distanz
3.2.2. Die Fokalisierung
3.2.3. Die Perspektive
3.3. Die Zeit
3.3.1. Die Dauer
3.3.2. Die zeitliche Ordnung der Erzählung
3.4. Die Analyse der histoire in Ava Reeds Roman ‚Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen‘
3.5. Die Thematik
3.6. Die Handlung
3.7. Die Figuren
3.8. Der Raum
4. Fazit
Die Arbeit analysiert die Erzählstruktur in Ava Reeds Roman „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ unter narratologischen Gesichtspunkten, um aufzuzeigen, wie literarische Mittel das Hineinfühlen in betroffene Figuren und das Verständnis für die Erkrankung Depression unterstützen.
3.1. Die narrative Instanz
Erzähltexte erzählen nicht unmittelbar, sondern verweisen auf einen Erzählakt, in dem ein fiktiver Erzähler als Urheber der Erzählung auftritt und seinem fiktiven Adressaten eine Geschichte erzählt.75 Der Erzähler stellt damit diejenige Instanz dar, die zwischen einem Autor und einem Leser vermittelt.76 Neben den Ebenen der Autor- und Erzählkommunikation taucht in Ava Reeds Roman eine dritte, fakultative Ebene, die Figurenkommunikation auf.77 Diese manifestiert sich immer dann, wenn eine der erzählten Figuren als Sprech- oder Erzählinstanz auftritt.78
Leni und Matti, die beiden Hauptfiguren des Romans stellen die zentralen Vermittlungsinstanzen in dem von Ava Reed produzierten Erzähltext dar, indem sie aus ihrer Sicht über sich erzählen. Die beiden Ich-Erzähler weisen im Roman eine explizite Darstellung auf, die sich in der Selbstpräsentation der Erzählinstanz, in der Selbstbeschreibung der Personen und in der Erzählung des eigenen Lebens zeigen und damit einen hohen Grad an Persönlichkeit preisgeben.79 Leni erzählt aus ihrem Leben, was sie gerne macht und was sie gerne mag, wer ihre Freundinnen sind und was sie beschäftigt.80 Ins Zentrum ihrer Erzählung rückt sie besonders ihre Depressionserkrankung, ihre traurige Stimmung und ihre Gedanken und Gefühle, die ihrer Depression Ausdruck und eine Stimme verleihen.81 Es sind vor allem die Erzähler, die auch als Figur in ihrer Geschichte auftreten, die im Laufe der Geschichte einen nahezu persönlichen Charakter gewinnen.82
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Thematisierung psychischer Erkrankungen in moderner Jugendliteratur ein und stellt die narratologische Untersuchungsbasis für den ausgewählten Roman dar.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert das Krankheitsbild der Depression im Kindes- und Jugendalter und verortet die erzähltheoretischen Grundlagen der modernen Kinder- und Jugendliteratur.
3. Die Analyse des discours in Ava Reeds ‚Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen‘: Dieser Hauptteil untersucht detailliert die erzähltechnischen Gestaltungsmittel wie Fiktionalität, Zeitstruktur, Modus und Fokalisierung im Roman.
4. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die analysierten erzähltheoretischen Parameter durch ihre spezifische Inszenierung erfolgreich Empathie für die depressive Hauptfigur erzeugen und ein tieferes Verständnis für die Erkrankung ermöglichen.
Depression, Jugendroman, Ava Reed, Narratologie, Erzähltheorie, Gérard Genette, Ich-Erzähler, Jugendliteratur, psychische Erkrankung, Identifikation, Fiktionalität, Erzählstruktur, Realismus, Therapie, Krankheit.
Die Arbeit untersucht die erzähltheoretische Struktur des Jugendromans „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ von Ava Reed, um zu analysieren, wie das komplexe Thema Depression literarisch dargestellt wird.
Zu den Schwerpunkten zählen die psychologische Definition von Depressionen, die Rolle realistischer Jugendliteratur, Fragen der Narratologie wie Erzählinstanz und Modus sowie die Bedeutung des Raums für die Charakterisierung.
Das Ziel ist es herauszuarbeiten, wie spezifische Erzählparameter es den Lesenden ermöglichen, sich in die depressive Protagonistin hineinzufühlen und die Erkrankung sowie deren Leidensweg authentisch nachzuvollziehen.
Es wird eine erzähltheoretische Analyse auf Basis der Konzepte von Gérard Genette angewandt, insbesondere durch die Trennung von „discours“ (Erzählweise) und „histoire“ (Erzählinhalt).
Im Hauptteil erfolgt eine tiefgehende Analyse von Fiktionalität, Erzählinstanz, Zeitgestaltung, Modus, Thematik, Handlungsaufbau, Figurenführung und der räumlichen Gestaltung im Roman von Ava Reed.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Depression, Narratologie, Jugendroman, Identifikation, Realismus und Erzählstruktur.
Die Tagebucheinträge fungieren als Bewusstseinsstrom-Technik, die einen unverwechselbaren, persönlichen Einblick in Lenis Gefühlswelt ermöglicht und die Authentizität des Erlebens für die Lesenden verstärkt.
Matti dient als Spiegelung im Erzählverlauf; durch seine parallele, aber krankheitsspezifisch andere Leidensgeschichte wird das Verständnis für psychiatrische Behandlungen und die Häufigkeit solcher Erfahrungen bei Jugendlichen unterstrichen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

