Bachelorarbeit, 2009
41 Seiten, Note: 1,3
1 Jugend und Zeitung
1.1 Auslaufmodell Tageszeitung? – Der Medienkonsum Jugendlicher
1.2 Warum Jugendliche zu Lesern oder Nichtleser werden
1.2.1 Alles eine Sache des Charakters? – Die Personenseite
1.2.2 Grau in grau? – Die Produktseite und das Image der Tageszeitung
1.3 ZiSch & Co. – Was tun die Zeitungen?
2 Lokalsport
2.1 Von Männern für Männer? – Bestandsaufnahme des Lokalsports
2.2 Woran liegt’s? – Widrigkeiten im Alltag eines Lokalsportjournalisten
2.3 „Mutig und innovativ“ – Forderungen an den Lokalsport
2.4 Lange Jahre überschätzt? – Wer den Lokalsport liest – oder eben nicht
3 Eine Zeitung für Jugendliche
3.1 Struktur schlägt Inhalt – Wie Zeitung für Jugendliche aussehen muss
3.2 „Ghettoseiten“ nicht erwünscht – Was erfolgreiche Jugendseiten ausmacht
3.3 Mehr Tipps, mehr Action – Was sich Jugendliche im Lokalsport wünschen
4 Die Jugendsportseite der Allgäuer Zeitung
4.1 Konzept und Rahmenbedingungen – Vorstellung der Jugendsportseite
4.2 Qualitätscheck – Bewertung von Platzierung, Layout, Stil und Inhalten
4.3 Und der Rest? – Was die Allgäuer Zeitung noch für Jugendliche bietet
Die Arbeit analysiert, wie Tageszeitungen durch jugendgerechte Angebote, insbesondere im Bereich des Lokalsports, dem Leserschwund entgegenwirken können. Dabei steht die Untersuchung der Jugendsportseite der Allgäuer Zeitung im Zentrum, um zu evaluieren, ob ein solches redaktionelles Konzept die junge Zielgruppe effektiv binden kann.
1.1 Auslaufmodell Tageszeitung? – Der Medienkonsum Jugendlicher
Legt man allein die Zahlen zugrunde, dann ist es um die Zukunft der Tageszeitung wahrlich nicht gut bestellt: Umfragen haben übereinstimmend ergeben, dass die Zahl der Jugendlichen – hier als 14- bis 19-Jährige definiert –, die täglich zur Zeitung greifen, von 1994 bis 2004 um die Hälfte geschrumpft ist. Mitte der 90er-Jahre war es noch jeder zweite Jugendliche, zehn Jahre später lediglich noch jeder vierte, schildert Rager (Roether, 2004).
Zu ähnlichen Zahlen kommt die ARD/ZDF-Langzeitstudie „Massenkommunikation“: Im Jahr 2005 lasen nur noch 27 Prozent der Jugendlichen täglich Zeitung, im Jahr 1990 waren es noch 49 Prozent (Ridder/van Eimeren, 2005, S. 495). Immerhin sei gegenüber 2000 (25 Prozent) der „Aderlass an jungen Lesern“ vorübergehend gestoppt worden (ebd.).
Im Laufe der letzten zehn Jahre beobachtete aber auch die JIM-Studie (Jugend, Information und (Multi-)Media) eine abnehmende Printnutzung. 1998 lag der Anteil der Jugendlichen, die zumindest mehrmals in der Woche zur Zeitung greifen, noch bei 59 Prozent, im Jahr 2008 war er auf 43 Prozent geschrumpft (Klingler, 2008, S. 627). Täglich lesen 29 Prozent eine Tageszeitung, zwölf Prozent besuchen mindestens mehrmals in der Woche die Internetpräsenz einer solchen (Feierabend/Kutteroff, 2008, S. 613).
1 Jugend und Zeitung: Dieses Kapitel beleuchtet den massiven Rückgang der Zeitungsnutzung bei Jugendlichen und analysiert die Ursachen, wie Sozialisation, das Image der Tageszeitung und die Konkurrenz durch das Internet.
2 Lokalsport: Der Abschnitt kritisiert die fußball- und ergebnisorientierte Ausrichtung des aktuellen Lokalsports und zeigt auf, warum dieser bei Jugendlichen oft an Bedeutung verliert.
3 Eine Zeitung für Jugendliche: Hier werden Anforderungen an eine jugendgerechte Zeitung formuliert, wobei Struktur und Optik vor der Sprache als wichtigste Faktoren für die Leserbindung identifiziert werden.
4 Die Jugendsportseite der Allgäuer Zeitung: Dieses Kapitel stellt das Konzept der Jugendsportseite der Allgäuer Zeitung vor und bewertet dessen Qualität sowie die Erfolgschancen im Hinblick auf die untersuchten Kriterien.
Sportjournalismus, Tageszeitung, Jugendseite, Leserschwund, Lokalsport, Mediennutzung, Zielgruppenansprache, Printmedien, Jugendbindung, Medienkompetenz, Layout, Redaktionelle Strategie, Sportberichterstattung, Allgäuer Zeitung, Leserbindung.
Die BA-Thesis untersucht die Herausforderungen von Tageszeitungen bei der Gewinnung jugendlicher Leser und analysiert, inwieweit spezielle Angebote wie Jugendsportseiten als erfolgreiches Instrument zur Bindung dieser Zielgruppe dienen können.
Die zentralen Themen sind das Mediennutzungsverhalten Jugendlicher, der Zustand des modernen Lokalsportjournalismus, die Anforderungen an eine jugendgerechte Zeitungsgestaltung sowie die konkrete Evaluation eines Praxisbeispiels.
Das Ziel ist es, auf Basis einer theoretischen Aufarbeitung und einer Analyse der Praxis, Empfehlungen und eine Einschätzung darüber zu geben, ob und wie eine Zeitung Jugendliche erfolgreich an das Produkt binden kann.
Die Arbeit kombiniert die Auswertung bestehender medienwissenschaftlicher Studien und Literatur mit einer qualitativen Analyse der Jugendsportseite der Allgäuer Zeitung im Zeitraum von Juli 2007 bis September 2008.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der allgemeinen Mediensituation Jugendlicher, eine Kritik am Zustand des Lokalsports, eine Herleitung von Qualitätskriterien für jugendgerechten Journalismus und die detaillierte Bewertung der Jugendsportseite der Allgäuer Zeitung.
Zu den zentralen Begriffen zählen unter anderem Sportjournalismus, Jugendbindung, Lokalsport, Mediennutzung, Leserschwund und Jugendsportseite.
Sie sieht im Lokalsport ein polarisierendes Ressort mit großem Potenzial, das jedoch aktuell oft zu einseitig auf Fußball und Ergebnisberichte fokussiert ist und somit die vielfältigen Lebenswelten junger Menschen nicht ausreichend widerspiegelt.
Die Autorin stellt fest, dass für Jugendliche eine jugendgerechte Optik (Layout, Fotos, Farbe) sogar wichtiger ist als eine spezifisch „jugendliche“ Sprache, da diese oft als anbiedernd empfunden wird.
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