Bachelorarbeit, 2019
53 Seiten, Note: 1,3
I. EINFÜHRUNG
II. DAS EVANGELIUM NACH JOHANNES
II.1 AUFBAU UND CHARAKTER DES EVANGELIUMS
II.2 UMFELD UND HERKUNFT
II.3 VERFASSERSCHAFT
II.4 LITERARKRITISCHE ANALYSE NACH F. SIEGERT
III. SYSTEMATISCHE ERARBEITUNG RELEVANTER AUSSAGEN IM JOH
III.1 JESUS VON NAZARETH UND DER JÜDISCHE GOTT JAHWE – EINZELBETRACHTUNGEN ANHAND DES JOHANNEISCHEN TEXTBEFUNDS
III.1.1 JESUS ALS „VEREINER“ CHRISTOLOGISCHER WÜRDENAMEN UND EIGENSCHAFTEN IN SICH
III.1.2 SCHLÜSSE FÜR DAS SELBSTVERSTÄNDNIS JESU
III.1.3 JAHWE ALS GOTT UND VATER
III.1.4 SCHLÜSSE FÜR DAS GOTTESBILD JESU
III.2 DAS VERHÄLTNIS „JESUS – JAHWE“
III.2.1 SENDUNG VOM VATER UND HIMMLISCHE HERKUNFT ALS IDENTITÄTSSTIFTUNG JESU
III.2.2 DIE RELATION VOM VATER ZUM SOHN
III.2.3 DIE RELATION VOM SOHN ZUM VATER
III.3 FAZIT
IV. DAS GEBET JESU FÜR SEINE JÜNGER IM HINBLICK AUF DAS GOTTESBILD UND DIE BEZIEHUNG JESU ZUM VATER (17,20-26)
IV.1 TEXTKRITIK BZW. VERGLEICH DEUTSCHER ÜBERSETZUNGEN
IV.2 SITUATIONSANALYSE UND EVALUIERUNG DES HISTORISCHEN ORTES
IV.3 KONTEXTANALYSE
IV.4 FORMANALYSE
IV.5 GATTUNGSANALYSE
IV.6 TRADITIONSANALYSE UND REDAKTIONSANALYSE
IV.7 MOTIVANALYSE
IV.8 FAZIT
V. ZUSAMMENFÜHRUNG DER ERGEBNISSE
Die Arbeit untersucht das Gottesbild und die Beziehung Jesu zu seinem Vater im Johannesevangelium, um zu klären, wie das spezifische Verhältnis des johanneischen Jesus zum jüdischen Gott Jahwe theologisch beschrieben und in das christologische Gesamtgefüge des Evangeliums eingeordnet werden kann.
III.1.1 Jesus als „Vereiner“ christologischer Würdenamen und Eigenschaften in sich
Die (christologischen) Würdenamen, mit denen Jesus von Nazareth betitelt wurde, bringen die Reflexion und Auseinandersetzung der Urgemeinde mit seinen Worten und seinem Wirken zum Ausdruck. Dabei sind es Bezeichnungen, die dem jüdischen Umfeld (und zum Teil auch nichtjüdischen) nicht unbekannt waren, sondern bestimmte Assoziationen wachriefen, die mit diesen Titeln in Verbindung standen. Dabei beziehen sie sich zuallererst auf „Jesu Verhältnis zu Gott und seine Stellung im Heilsplan Gottes für die Welt“. Im Folgenden wird auf ausgewählte christologische Titel etwas ausführlicher eingegangen, um deren Rezeption ins Joh und Bedeutung für das Verhältnis zum jüdischen Gott Jahwe nachzuvollziehen.
Die Betitelung „Christus“ (griech.) bzw. „Messias“ (hebr.), insgesamt 17 Mal im Joh, bedeutet übersetzt zunächst einmal „Gesalbter“. Sie rührt aus dem Königtum Israels her, in welchem der König bei seiner Inthronisation gesalbt wurde und daher im AT „vom HERRN und seinem Gesalbten“ (Ps 2,2) die Rede ist (vgl. Ps 2; 18,51; 1Sam 2,10.35; 12,3.5; 2Sam 22,51; u.a.m.). Das Erwarten einer „königliche[n] Herrschergestalt im politisch-nationalen Raum“, der als Repräsentant Jahwes Israel aus der gegenwärtigen Bedrängnis herausführt (später in Verbindung mit apokalyptisch-eschatologischen Erwartungen), war im Judentum des ersten nachchristlichen Jahrhunderts keineswegs in allen Gesellschaftsschichten so allgegenwärtig wie manchmal vermutet. So wertet G. Baltes die Messiaserwartung in den jüdischen Quellen (d.h. v.a. Mischna, Talmud und Midrasch) als eine Randerscheinung, verknüpft mit unterschiedlichen Vorstellungen über dessen Auftreten. Assoziiert wurde dabei mit einem Messias vor allen Dingen Gerechtigkeit, Weisheit und Heiligkeit, wobei er zur Errichtung eines Friedensreiches, wohl in Gegensätzlichkeit zu den politischen Systemen der Umwelt, erst durch die herausragende Gottesbeziehung befähigt wurde. Dadurch, dass mit dem Christustitel sehr variable Vorstellungen verbunden waren, wurde es auch ermöglicht, diesen auf Jesus von Nazareth zu übertragen. Dabei besteht der ausschlaggebende Verdienst gerade darin, die „Integration von Kreuzestod und Erweckung Jesu in die frühjüdische Messias-Konzeption“ aufzunehmen und diese inhaltlich neu zu prägen, was in dem Maße gut gelang, dass der Christustitel bald exklusiv für Jesus verwendet wurde.
I. EINFÜHRUNG: Die Einleitung umreißt die Bedeutung des Johannesevangeliums als eigenständiges Werk und definiert den Fokus der Arbeit auf das Gottesbild und die Beziehung Jesu zum Vater.
II. DAS EVANGELIUM NACH JOHANNES: Dieses Kapitel erörtert Aufbau, Umfeld und Verfasserschaft des Evangeliums sowie die literarkritische Herangehensweise nach F. Siegert.
III. SYSTEMATISCHE ERARBEITUNG RELEVANTER AUSSAGEN IM JOH: Zentraler Hauptteil, der christologische Titel und die spezifische Relation zwischen Jesus und Gott Jahwe systematisch untersucht.
IV. DAS GEBET JESU FÜR SEINE JÜNGER IM HINBLICK AUF DAS GOTTESBILD UND DIE BEZIEHUNG JESU ZUM VATER (17,20-26): Eine detaillierte Exegese des Hohepriesterlichen Gebets, die zentrale Motive wie Einheit und Herrlichkeit analysiert.
V. ZUSAMMENFÜHRUNG DER ERGEBNISSE: Abschließende Synthese, die Jesus als Bindeglied und Offenbarer der rettenden Liebe Gottes in der johanneischen Theologie würdigt.
VI. LITERATUR- UND ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS: Verzeichnis der verwendeten Forschungsliteratur und Abkürzungen.
Johannesevangelium, Jesus von Nazareth, Gottesbild, Vater-Sohn-Relation, Jahwe, Messias, Christologie, Präexistenz, Einheitsverständnis, Hoheitstitel, Soteriologie, Verherrlichung, Johannes 17, Biblische Exegese, Trinitätsverständnis
Die Arbeit analysiert das Gottesbild und das besondere Verhältnis Jesu zu Gott, dem Vater, im Johannesevangelium, um das dort entworfene christologische Profil zu verstehen.
Zu den Schwerpunkten gehören das johanneische Verständnis von Jesu Herkunft, die Bedeutung seiner Sendung sowie die Dynamik der Einheit zwischen Vater und Sohn.
Ziel ist es, die systematische Beziehung Jesu zu Jahwe innerhalb der johanneischen Theologie aufzuarbeiten und zu zeigen, wie Jesus das Wesen Gottes offenbart.
Es werden methodisch verschiedene exegetische Werkzeuge genutzt, insbesondere die historische Kritik, literarkritische Analysen (nach F. Siegert) sowie eine eingehende Motivanalyse der johanneischen Texte.
Der Hauptteil erarbeitet systematisch die christologischen Aussagen des vierten Evangeliums, betrachtet Jesus als „Vereiner“ von Würdenamen und untersucht die gegenseitige Relation von Vater und Sohn.
Wesentliche Begriffe sind „Einheit von Vater und Sohn“, „Sohn Gottes“, „Messias“ sowie die „Verherrlichungstheologie“ des Johannesevangeliums.
Der Autor ordnet diese Aussagen primär als funktionale Einheit ein, die das gemeinsame Wirken und die göttliche Vollmacht Jesu im Kontext seiner engen Verbundenheit mit dem Vater betont.
Das Gebet dient als krönender Abschluss der Lehren Jesu und zentraler Fokuspunkt, um seine Sorge um die Einheit und Vollendung der Gläubigen in der Liebe Gottes darzustellen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

