Bachelorarbeit, 2022
46 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Der Inklusions- und Behindertenbegriff
2.1 Von der Exklusion zur Inklusion
2.2 Bildungspolitische Grundannahmen
2.3 Der Behindertenbegriff
3 Inklusiver Sportunterricht
3.1 Was macht einen inklusiven Sportunterricht aus?
3.2 Förderschwerpunkte und Handlungsanweisungen
3.3 Inklusiver Sportunterricht und das Kerncurriculum
3.4 Inklusion als Aufgabe der Sportlehrkräfte
3.4.1 Die eigene Einstellung reflektieren
3.4.2 Die Aufgaben der Sportlehrkraft hinsichtlich eines inklusiven Sportunterrichts
3.4.3 Die Benotung im inklusiven Sportunterricht
3.5 Inklusion als Herausforderung für den Sportunterricht
4 Handlungsmodelle eines inklusiven Sportunterrichts
4.1 TREE-Modell
4.2 CHANGE IT-Modell
4.3 6+1-Modell des adaptiven Sportunterrichts
4.4 Kritische Reflexion der Handlungsmodelle
5 Inklusion aus Sicht der (Sport-)Lehrkräfte
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Inklusion und Sportunterricht mit dem Ziel, Gestaltungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die allen Schülerinnen und Schülern eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen. Dabei werden neben normativen Grundlagen und der Rolle der Sportlehrkraft insbesondere praxisorientierte Handlungsmodelle kritisch reflektiert, um eine individualisierte Unterrichtsgestaltung im inklusiven Setting zu unterstützen.
3.1 Was macht einen inklusiven Sportunterricht aus?
Ein inklusiv gestalteter Sportunterricht ist nach Tiemann (2015a, S. 53) ein Sportunterricht, „der allen Schülern in ihrem individuellen Sein Wertschätzung zuteilwerden lässt und, unabhängig von ihren körperlich-motorischen, kognitiven oder sozial-emotionalen Potenzialen, eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht.“
Lütgeharm (2017, S. 8) betont dabei auch: „Pädagogisches Ziel im Sportunterricht muss es sein, ein gemeinsames Lernen und Üben von Schülern mit unterschiedlichen Voraussetzungen zu ermöglichen und dabei den persönlichen Voraussetzungen, Vorerfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten gerecht zu werden.“
Außerdem liegen dem Inklusionsbegriff verschiedene Grundannahmen zugrunde. Zum einen, „dass es normal ist, verschieden zu sein“ (Kapustin & Kapustin-Lauffer, 2009, S. 9). Zimmer (2014, S.24) bezieht sich überdies auf die Salamanca Erklärung und die zugrunde liegende Erkenntnis, dass die „Unterschiedlichkeit der Menschen nicht als Problem, sondern als Normalfall“ zu betrachten sei. Im Anschluss daran betont die Autorin (Zimmer, 2014) die Individualität der Bedürfnisse, Eigenschaften, Interessen und Fähigkeiten.
1 Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, stellt die zentrale Forschungsfrage zur Gestaltung inklusiven Sportunterrichts und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2 Der Inklusions- und Behindertenbegriff: Dieses Kapitel definiert Inklusion, grenzt den Begriff von Vorstufen wie Exklusion und Separation ab und erläutert bildungspolitische Grundannahmen.
3 Inklusiver Sportunterricht: Hier wird der Fokus auf spezifische Herausforderungen im Sportunterricht gelegt, inklusive der Analyse von Förderschwerpunkten und curricularen Vorgaben sowie der Aufgaben der Lehrkräfte.
4 Handlungsmodelle eines inklusiven Sportunterrichts: Das Kapitel stellt die Modelle TREE, CHANGE IT sowie das 6+1-Modell vor und reflektiert deren Eignung für die Planung inklusiver Sportstunden.
5 Inklusion aus Sicht der (Sport-)Lehrkräfte: Eine Auswertung der Einstellungen von Lehrkräften gegenüber der Inklusion, basierend auf empirischen Studien und Befragungen.
6 Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil führt die Ergebnisse zusammen, resümiert die Aufgaben der Sportlehrkraft und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Inklusion, Sportunterricht, Behinderung, Förderschwerpunkte, adaptive Didaktik, Handlungsmodelle, TREE-Modell, CHANGE IT-Modell, 6+1-Modell, Lehrereinstellung, Heterogenität, Nachteilsausgleich, Inklusionsdidaktik, Schulsport, Lehrkraftkompetenz.
Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten der Gestaltung eines inklusiven Sportunterrichts an allgemein bildenden Schulen, der alle Schülerinnen und Schüler ungeachtet ihrer individuellen Voraussetzungen oder Beeinträchtigungen einbezieht.
Zentrale Themen sind die Begriffsdefinitionen von Inklusion und Behinderung, die Aufgaben und Reflexion der Sportlehrkräfte, die Handhabung von Förderschwerpunkten sowie spezifische didaktische Modelle zur Unterrichtsplanung.
Die Arbeit untersucht, wie ein inklusiver Sportunterricht gestaltet werden kann, der alle Schülerinnen und Schüler einbezieht, wobei der Fokus auf der Darstellung und Reflexion dreier spezifischer Handlungsmodelle liegt.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Bachelorarbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche, der Analyse pädagogischer Konzepte und dem Vergleich aktueller sportdidaktischer Handlungsmodelle basiert.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Inklusions- und Behindertenbegriff, bildungspolitische Ansätze) erörtert, danach die Praxis des Sportunterrichts unter Berücksichtigung von Kerncurricula und Förderschwerpunkten analysiert, bevor schließlich Handlungsmodelle zur inklusiven Unterrichtsgestaltung detailliert vorgestellt und kritisch reflektiert werden.
Wichtige Begriffe sind Inklusion, Sportunterricht, Heterogenität, adaptive Didaktik, Förderschwerpunkte und Lehrerprofessionalität.
Das 6+1-Modell rückt die Haltung der Lehrkraft ins Zentrum, da diese als maßgebliche Voraussetzung für den Erfolg oder das Scheitern inklusiver Lernprozesse angesehen wird.
Beispiele umfassen zusätzliche Bearbeitungszeit für theoretische Aufgaben, technische Hilfsmittel wie Klingelbälle, die individuelle Anpassung von Leistungsanforderungen oder die Leistungsbewertung in Einzelsituationen statt vor der gesamten Klasse.
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