Examensarbeit, 2007
27 Seiten
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
Einleitung
1. „Probleme“ eines undifferenzierten Wortschatzes im Bereich des schriftlichen Sprachhandelns.
1.1 Definition Wortschatz
1.2 Über die Bedeutung schriftlichen Sprachhandelns für Schüler einer 4. Klasse – theoretische Grundlagen
2. Die Wortschatzkiste als eine Möglichkeit der Wortschatzerweiterung
3. Beschreibung der Lerngruppe
3.1 Die Klasse 4a der xxxschule
3.2 Exemplarische Einzelfallbeschreibungen/Individuelle Lernausgangslage
4. „Wir gehen heut` auf Wortschatzsuche!“
4.1 Beschreibung des Lernszenariums
4.2 Internalisierung in konkrete Sachzusammenhänge
5. Die „Wirksamkeit“ der Arbeit mit der Wortschatzkiste
5.1 Beobachtungen und Rückschlüsse: Gibt es individuelle Lernfortschritte?!
5.2 Nebeneffekte: Fragen der Schüler auf der Metaebene
6. Konsequenzen für die Weiterarbeit/Ausblick
Diese Arbeit untersucht, ob der gezielte Einsatz einer "Wortschatzkiste" im Sprachunterricht einer 4. Klasse dazu beitragen kann, den aktiven Wortschatz der Kinder zu erweitern und zu differenzieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Schüler durch kreative Impulse dazu motiviert werden können, ihre schriftliche Ausdrucksfähigkeit durch eine bewusstere Wortwahl zu verbessern.
4.1 Beschreibung des Lernszenariums
Während einer vorangegangenen Projektarbeit zum „Kreativen Schreiben“ (Geschichtenbuch der 4a) wurde neben einer meist hohen Motivation gegenüber dem Verfassen von eigenen Texten deutlich, dass dem Gros der Klasse adäquate, differenzierte Ausdrucksmöglichkeiten noch fehlen. Dies ist, wie ich denke, in einer üblichen heterogenen Schulklasse alltäglich. Dennoch halte ich ein langsames Heranführen an die gestalterischen Aspekte von Sprache auch im Hinblick auf den Übergang in Klasse 5 für wichtig und sinnvoll.
Die Schüler verwendeten häufig Allgemeinaussagen, (das war gut/nicht gut, das fand ich schön/nicht schön, es war cool/nicht cool) umgangsprachliche Wendungen und Wiederholungen. Den meisten war es noch nicht möglich, Worte als Stilmittel zu nutzen sowie „bewusst Freude am Umgang mit Sprache zu empfinden“.
„Sprachnot ist ein Motor des Formulierens“. So kam ich, angeregt durch das Grundschulwörterbuch, auf die Idee der Wortschatzkiste mit dem Ziel, den Kindern Sprache als „Schatz“ zu vermitteln, der ihnen helfen kann, anschaulicher, abwechslungsreicher und treffender zu formulieren, sowie Freude am Umgang mit Sprache zu empfinden.
Um den natürlichen Forschergeist der Schüler einzubeziehen, arrangierte ich um den eigentlichen Lerngegenstand, das Wort, ein „Schatzsucherszenarium“ mit einer Schatzkiste, Goldtalern und einer Schatzinsel.
Einleitung: Die Verfasserin stellt die zentrale Fragestellung vor, ob eine Wortschatzkiste zu einer Differenzierung des aktiven Wortschatzes führt, und erläutert den Aufbau der Arbeit.
1. „Probleme“ eines undifferenzierten Wortschatzes im Bereich des schriftlichen Sprachhandelns.: Theoretische Definition von Wortschatz und Erläuterung der Bedeutung des schriftlichen Sprachhandelns für Grundschulkinder.
2. Die Wortschatzkiste als eine Möglichkeit der Wortschatzerweiterung: Das Konzept der Wortschatzkiste wird als Methode zur Hinführung zur Schriftkultur und Förderung der Sprachfreude vorgestellt.
3. Beschreibung der Lerngruppe: Vorstellung der Klasse 4a und Analyse der individuellen Lernausgangslagen verschiedener Schüler.
4. „Wir gehen heut` auf Wortschatzsuche!“: Beschreibung des konkreten Lernszenariums inklusive des spielerischen Einstiegs und der Verknüpfung mit Sachzusammenhängen.
5. Die „Wirksamkeit“ der Arbeit mit der Wortschatzkiste: Prozessorientierte Evaluation der Arbeit, Beobachtung von Lernfortschritten und Analyse auftretender Nebeneffekte.
6. Konsequenzen für die Weiterarbeit/Ausblick: Reflektion über die Weiterentwicklung des Konzepts, hin zu einer stärkeren Eigenverantwortung der Schüler beim Sammeln von Wörtern.
Wortschatzkiste, Sprachunterricht, Grundschule, Wortschatzerweiterung, kreatives Schreiben, Schriftkultur, Sprachbewusstheit, Ausdrucksfähigkeit, Sprachhandeln, Schüler, Differenzierung, Lernarrangement, Deutschunterricht, Wortschatz, Schreibkonferenz.
Die Arbeit untersucht den Einsatz einer sogenannten „Wortschatzkiste“ als pädagogisches Instrument im Deutschunterricht der 4. Klasse, um den Wortschatz der Kinder differenzierter und kreativer zu gestalten.
Im Fokus stehen die theoretische Einbettung des Schriftspracherwerbs, die praktische Umsetzung eines „Schatzsucher“-Szenariums, die Analyse von Schülerleistungen und die Reflexion über die sprachliche Entwicklung von Kindern.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, ob der Einsatz der Wortschatzkiste im Unterricht zu einem differenzierteren aktiven Wortschatz der Schüler führt und ob Sprache dadurch als ästhetisches Gestaltungsmittel entdeckt wird.
Die Arbeit basiert auf einer prozessorientierten Beobachtung, unterstützt durch den Einbezug fachdidaktischer Literatur und die Analyse von Schülertexten vor und während des Einsatzes der Wortschatzkiste.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung des Lernszenariums, die Vorstellung der Lerngruppe sowie die Auswertung und Diskussion der beobachteten Effekte.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wortschatzarbeit, kreatives Schreiben, Sprachbewusstheit, Grundschule und Schriftspracherwerb charakterisiert.
Die Wortschatzinsel dient als sichtbarer Ort im Klassenraum, an dem neue und bedeutsame Wörter gesammelt und präsentiert werden, um sie den Schülern für ihre Schreibprozesse ständig präsent zu halten.
Die Reaktionen waren individuell unterschiedlich, jedoch zeigte sich bei der Mehrheit eine erhöhte Motivation. Die Kinder entwickelten Freude am bewussten Umgang mit Sprache und begannen, Wörter gezielter für ihre eigenen Texte auszuwählen.
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