Diplomarbeit, 2009
42 Seiten, Note: 10
1. Einleitung
2. Der Verschollene (Amerika) und das Schloβ
2.1 Kurzer Inhalt beider Romane
3. Zu der Form, Sprache und dem Stil
4. Von der Objektivität der Sinnlosigkeit
4.1 Was ist Sinnlosigkeit?
4.2 Einfluss von Nietzsche
5. Die Verquickung zwischen dem Inhalt und dem Thema
5.1 Figurenmilieu
5.1.1 K.
5.1.2 Karl Roβmannn
5.1.3 Die Frauenrollen
5.2 Verwaltungsmaschinerie
5.3 Amerika, ein Traumland oder eben nicht
6. Zusammenfassung
7. Schlusswort
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit besteht darin, die These zu verteidigen, dass in Franz Kafkas Romanen „Der Verschollene“ und „Das Schloβ“ nicht nur die Abwesenheit des Sinnvollen thematisiert wird, sondern dass eine allumfassende Sinnlosigkeit die moderne Welt dieser Werke regiert und bestimmt. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie sich diese Sinnlosigkeit durch enthumanisierte Gesellschaftssysteme manifestiert und wie die Hauptfiguren an ihrem Versuch scheitern, innerhalb dieser Strukturen Anerkennung und einen sinnerfüllten Lebensweg zu finden.
4.2 Einfluss von Nietzsche
Ich habe mich in den früheren Kapiteln bemüht, zu beweisen, dass in den beiden Romanen keine klare Deutung zu finden ist, keine mit einem Sinn erfüllte Botschaft. Die Perspektivlosigkeit durchzieht die Handlungen in beiden Romanen. Die meisten Expressionisten empfanden die moderne Welt als sinnlos. Dementsprechend wurde der Terminus „Die Sinnlosigkeit“ oft in Verbindung mit einer der ersten modernen Bewegungen gebracht, mit ‚Nihilismus‘.
Nietzsche lehnt jegliche Sinnrechtfertigung aus dem Jenseits ab. Es gibt für ihn keine vollkommene Welt auf die wir uns hinbewegen, es endet alles radikal im Tod. Jegliche jenseitige "Sinn-Rechtfertigung" aus dem Glauben lehnt er ab. Er schrieb:
„Nicht der Pessimismus (eine Form des Hedonismus) ist die große Gefahr, die Abrechnung über Lust und Unlust, und ob vielleicht das menschliche Leben einen Überschuß von Unlustgefühlen mit sich bringt. Sondern die Sinnlosigkeit alles Geschehens! Die moralische Auslegung ist zugleich mit der religiösen Auslegung hinfällig geworden: das wissen sie freilich nicht, die Oberflächlichen! Instinktiv halten sie, je unfrommer sie sind, mit den Zähnen an den moralischen Werthschätzungen fest. Schopenhauer als Atheist hat einen Fluch gegen den ausgesprochen, der die Welt der moralischen Bedeutsamkeit entkleidet. In England bemüht man sich, Moral und Physik zu verbrüdern, Herr von Hartmann Moral und die Unvernünftigkeit des Daseins. Aber die eigentliche große Angst ist: die Welt hat keinen Sinn mehr.“
1. Einleitung: Definition des Ziels der Arbeit, die Sinnlosigkeit als bestimmendes Merkmal der modernen Welt in Kafkas Romanen zu untersuchen.
2. Der Verschollene (Amerika) und das Schloβ: Kurze inhaltliche Darstellung der Handlungsstränge beider Romane zur Orientierung.
3. Zu der Form, Sprache und dem Stil: Untersuchung der stilistischen Mittel, die Kafka einsetzt, um die Absurdität und Sinnlosigkeit darzustellen.
4. Von der Objektivität der Sinnlosigkeit: Begriffliche Einordnung der Sinnlosigkeit und Analyse des Einflusses von Friedrich Nietzsche.
5. Die Verquickung zwischen dem Inhalt und dem Thema: Detaillierte Analyse der Figurenmilieus, der Verwaltungsmaschinerie und der Darstellung Amerikas.
6. Zusammenfassung: Resümee der zentralen Interpretationsergebnisse zu den Romanfragmenten.
7. Schlusswort: Zusammenfassendes Fazit über das Scheitern der Protagonisten als Opfer einer sinnentleerten modernen Welt.
Franz Kafka, Der Verschollene, Das Schloβ, Sinnlosigkeit, Absurdität, Nihilismus, Friedrich Nietzsche, Entfremdung, Verwaltungsmaschinerie, Existenzfrage, Gesellschaftskritik, Karl Roβmann, K., Moderne, Literarische Analyse
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse der Abwesenheit des Sinnvollen in den Romanen „Der Verschollene“ und „Das Schloβ“ von Franz Kafka.
Im Zentrum stehen die Konzepte von Sinnlosigkeit, Entfremdung, die Kritik an bürokratischen Apparaten sowie die Rolle des Individuums in einer kapitalistisch geprägten Welt.
Das Ziel ist die These zu verteidigen, dass die Sinnlosigkeit in Kafkas Romanen die moderne Welt regiert und bestimmt, wodurch ein sinnerfülltes Leben für die Protagonisten unmöglich wird.
Die Arbeit nutzt literaturwissenschaftliche Methoden, indem sie Textanalysen mit philosophischen (Nietzsche) und soziologischen Kontexten verknüpft und die Erzählweise Kafkas dekonstruiert.
Der Hauptteil gliedert sich in Untersuchungen zu Sprache und Stil, Begriffsdefinitionen der Sinnlosigkeit, den Einfluss von Nietzsche sowie die Verquickung von Inhalt und Themen durch die Analyse der Figurenmilieus und Verwaltungsstrukturen.
Wichtige Begriffe sind Kafkas Romane, Nihilismus, Absurdität, Entfremdung, Bürokratie und existenzielle Sinnsuche.
Die Arbeit stellt fest, dass alle Liebesverbindungen der Protagonisten scheitern und Frauen oft lediglich als Teil der entfremdeten, sinnleeren Machtstrukturen fungieren.
Die Arbeit analysiert die Bürokratie als System, das dem Menschen die Freiheit nimmt und ihn zu einem Rädchen im Getriebe macht, was die Sinnlosigkeit der Welt verdeutlicht.
Der Autor schließt, dass Kafka eine Welt ohne klare, gottgegebene Sinnstiftung beschreibt, in der der Mensch dennoch als „Trotz-Allem-Held“ versucht, einen individuellen Sinn zu finden.
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