Diplomarbeit, 2003
84 Seiten, Note: 2,7
1. Konzentration in der Brauwirtschaft als Folge von Entwicklungsproblemen
1.1 Ursachen für die Konzentration in der Brauwirtschaft
1.2 Die Würzburger Hofbräu AG als Fallstudienunternehmen
1.3 Übernahmen als Wettbewerbsfaktor
1.4 Vorgehensweise zur Erreichung der gesetzten Ziele
2. Supply Chain in der Brauwirtschaft
2.1. Definitionen
2.2. Die Produktion von der Mälzerei bis zur Abfüllung
2.2.1 Die Flaschen- und Fassabfüllung
2.3 Die Distributions-Logistik
2.3.1. Die Auslieferung an die Kunden
3. Konzept zur Unternehmensakquisition in der Brauwirtschaft
3.1 Gründe und Motive für Wachstum durch Zukauf von Unternehmen
3.2 Ausgangspunkt für Akquisitionen
3.2.1 Akquisitionstypen
3.2.2 Akquisitionsstrategie
3.2.3 Planung des Akquisitionsprozesses
3.3 Die Unternehmensbewertung
3.3.1 Bedeutung und Risiken der Unternehmensbewertung
3.3.2 Bestimmung des Marktwertes des verwertbaren Sachanlagenvermögens
3.3.2.1 Maschinelle Einrichtungen
3.3.2.2 Fuhrpark
3.3.2.3 Gebinde
3.3.2.4 Sonstige Ausstattung
3.3.3 Bestimmung des Marktwertes der Kundenbeziehung
3.4 Der Kaufvertrag
3.5 Finanzierung des Kaufes
3.5.1 Finanzierungsformen der Akquisition
3.5.1.1 Eigenkapitalfinanzierung
3.5.1.2 Fremdkapitalfinanzierung
3.5.1.3 Mischform
3.6 Erstellung einer Plan Gewinn- und Verlustrechnung vor der vollständigen Integration
3.7 Gründung einer gemeinsamen Vertriebsgesellschaft
3.8 Die Zusammenlegung der Produktion
3.8.1 Teilstilllegung des Brauprozesses
3.8.2 Zusammenlegung der Fass- und Flaschenabfüllung
3.9 Abstimmung der Distributionslogistik
4. Anwendung des Konzepts bei der Übernahme der Brauerei Stumpf GmbH & Co KG durch die Würzburger Hofbräu AG
4.1 Die Brauerei Stumpf GmbH & Co KG
4.2 Verkauf der Brauerei aufgrund des verschärften Wettbewerbs
4.3 Die Unternehmensbewertung der Brauerei Stumpf GmbH & Co KG
4.3.1 Das verwertbare Sachanlagevermögen
4.3.1.1 Die Maschinellen Einrichtungsgegenstände
4.3.1.2 Die Wertermittlung der Flaschen, Kisten und Fässer
4.3.1.3 Bestimmung des Wertes des Fuhrparks nach der Schwackeliste
4.3.1.4 Sonstige Betriebsausstattungen
4.3.2 Der Kundschaftswert der Brauerei
4.4 Zustandekommen des Kaufvertrages
4.5 Gründung einer Vertriebsgesellschaft
4.6 Die Plan G+V vor Kauf der Brauerei
4.7 Zusammenlegung der Flaschen- und Fassabfüllung
4.7.1 Ab- und Aufbau der Bügelverschlussabfüllmaschine
4.8 Teilstilllegung der Produktion am Standort Lohr am Main nach Würzeanlieferung und Fertigstellung am Standort Würzburg
4.9 Das Auslieferungsgebiet der Würzburger Hofbräu AG und der Lohrer Bier GmbH
4.9.1 Abstimmung der Distributionslogistik beider Unternehmen
4.9.2 Auflösung des Standortes Lohr
5. Bewertung und Beurteilung der Akquisition
5.1 Synergieeffekte und Kostenvorteile, die durch die Zusammenlegung beider Unternehmen entstehen
5.2. Die Plan G+ V nach vollständiger Integration
6. Ausblick
Die Arbeit analysiert den Konzentrationsprozess in der deutschen Brauwirtschaft und entwickelt auf Basis eines konkreten Fallbeispiels – der Übernahme der Brauerei Stumpf GmbH & Co KG durch die Würzburger Hofbräu AG – ein systematisches Integrationskonzept zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen und Effizienzsteigerung.
3.3.1 Bedeutung und Risiken der Unternehmensbewertung
Der Gesetzgeber hat bisher keine allgemein verbindlichen Bewertungsregeln entwickelt, die für die Preisfindung beim Unternehmenskauf Gültigkeit beanspruchen können. Die Preisbestimmung hängt daher vom Markt ab, denn der Verkäufer wird versuchen, an den Meistbietenden zu verkaufen. In der Regel entrichtet der Käufer deshalb einen Preis, der über dem Buchwert des zu erwerbenden Unternehmens liegt.
Um einen ersten Überblick über das zu erwerbende Unternehmen und dessen Wert zu bekommen, kann anhand allgemeiner Informationen wie Marktanteil, Qualität des Managements und der bisher erzielte Gewinne ein ersten Eindruck erreicht werden. Die Bilanz bietet dabei einen ersten Anhaltspunkt sich, einen Überblick über die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zu verschaffen.
Um sich einen langfristigen Überblick über die Gesellschaft zu verschaffen, sollte vom Erwerber eine kritische Überprüfung der Betriebsergebnisse der letzen 5 Jahre vorgenommen werden. Diese kritische Betrachtung zeigt die Fluktuation dieser Ergebnisse der zu erwerbenden Brauerei sowie deren Wachstumstrend und führt zu einem besseren Verständnis der laufenden Ergebnisse der Gesellschaft. Besonderes Augenmerk ist auf die Gewinn- und Verlustrechnung der letzen Jahre zu richten. Hier genügt es nicht, die gesamte Gewinn- und Verlustrechnung, welche die Ergebnisse einiger Produktgruppen enthält, insgesamt zu betrachten, da hier viele Faktoren wirken, die sich eventuell aufheben können. Es empfiehlt sich vielmehr eine Aufteilung der Umsätze, der Grenzkosten, des Deckungsbeitrages und des Bruttoertrages nach Produkten vorzunehmen.
1. Konzentration in der Brauwirtschaft als Folge von Entwicklungsproblemen: Erläutert die Ursachen des marktwirtschaftlichen Konzentrationsdrucks in der deutschen Braubranche unter Berücksichtigung demographischer und sozioökonomischer Faktoren.
2. Supply Chain in der Brauwirtschaft: Analysiert logistische Prozesse vom Einkauf der Rohstoffe über die Produktion bis hin zur komplexen Distributionslogistik bei der Auslieferung an den Kunden.
3. Konzept zur Unternehmensakquisition in der Brauwirtschaft: Entwickelt einen theoretischen und methodischen Rahmen für den Unternehmenskauf, von der Motivationsanalyse über die Bewertung bis hin zur Zusammenlegung von Produktionsstandorten.
4. Anwendung des Konzepts bei der Übernahme der Brauerei Stumpf GmbH & Co KG durch die Würzburger Hofbräu AG: Transferiert das entwickelte theoretische Modell auf ein praktisches Fallbeispiel und beschreibt die konkrete operative Umsetzung der Übernahme.
5. Bewertung und Beurteilung der Akquisition: Beurteilt die Synergieeffekte, die Kosteneinsparpotenziale und die Auswirkungen der vollständigen Integration auf das Gesamtergebnis.
6. Ausblick: Skizziert zukünftige Herausforderungen und die fortbestehende Notwendigkeit einer klaren Markenpolitik innerhalb der Konzernstrategie.
Brauwirtschaft, Unternehmensakquisition, Integrationskonzept, Würzburger Hofbräu, Unternehmensbewertung, Distributionslogistik, Sachanlagevermögen, Kundschaftswert, Brauerei Stumpf, Produktionszusammenlegung, Synergieeffekte, Konzentrationsprozess, Bierabsatz, Unternehmensführung, Plan-GuV
Die Arbeit untersucht den Konsolidierungsprozess in der Braubranche und leitet daraus ein methodisches Konzept zur erfolgreichen Akquisition und Integration mittelständischer Brauereien durch Großkonzerne ab.
Die zentralen Felder sind die Unternehmensbewertung, die strategische Planung von Unternehmenskäufen, die Logistik in der Braubranche sowie das Management von Integrationsprozessen nach einer Übernahme.
Ziel ist es, den gesamten Ablauf einer Brauereiübernahme – von der Bewertung bis zur operativen Zusammenlegung von Standorten – systematisch darzulegen und am Fallbeispiel der Übernahme der Brauerei Stumpf GmbH & Co KG durch die Würzburger Hofbräu AG zu evaluieren.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zu Akquisitionstheorien und einer fallstudienbasierten Untersuchung (Case Study) eines realen Unternehmensübernahmeprozesses.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung logistischer Grundlagen, die Entwicklung eines Akquisitionskonzepts inklusive Unternehmensbewertungsverfahren und die praktische Anwendung dieses Konzepts auf das gewählte Fallbeispiel der Würzburger Hofbräu AG.
Zu den prägenden Begriffen zählen: Unternehmensakquisition, Brauwirtschaft, Integrationskonzept, Kundschaftswert, Unternehmensbewertung, Deckungsbeitrag und Logistikkosten.
Im Braugewerbe stellt der Absatzmarkt den entscheidenden Engpass dar. Daher priorisiert das Konzept den Erwerb der Lieferbeziehungen (Kundschaft) gegenüber der Übernahme von physischer Substanz (Grundstücke/Anlagen), da Letztere oft rationalisiert werden.
Das Konzept schlägt eine langsame Integration vor, um bestehende Verträge und Kundenbeziehungen zu wahren, und nutzt die Gründung einer Vertriebsgesellschaft als Übergangsmodell, bevor Standorte nach mehreren Jahren komplett aufgelöst werden.
Die Arbeit beziffert die Einsparungen durch Synergien – insbesondere bei Personal, Produktion und Fuhrpark – auf ca. 1,1 Mio. Euro pro Jahr, wobei die Integration der Abfüllung einen wesentlichen Beitrag leistet.
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