Doktorarbeit / Dissertation, 2009
175 Seiten, Note: 1
Das Hauptziel dieser Arbeit war die Entwicklung und Optimierung von Verfahren zur Rauschminderung, zur selektiven Erfassung von Reflexionsebenen und zur numerischen Autofokussierung in der digitalholographischen Mikroskopie. Die Forschungsfrage konzentrierte sich darauf, wie kurzkohärente Lichtquellen und angepasste Autofokusalgorithmen die Abbildungsqualität verbessern und eine quantitative dreidimensionale Analyse dynamischer zellbiologischer Prozesse ermöglichen können.
Abstract
The aim of this work was to develop methods for noise reduction, the evaluation of defined reflective object planes and numerical autofocusing in digital holographic microscopy.
At first, the properties of the applied short-coherent superluminescent diodes were characterized and optimized. It was demonstrated that digital holograms that were recorded with these light sources can be reconstructed with methods of spatial phase-shifting interferometry. Convolution-based propagation enables the variation of the image distance of the reconstructed object wave. The experiments showed that using short-coherent light sources instead of a laser significantly reduces the resulting phase noise. In addition, the application of adapted methods of short-coherent interferometry in digital holographic microscopy enables the selective acquisition and reconstruction of reflective object planes. Here, the axial resolution is determined by the coherence length of the light; spectral band-pass filtering results in a defined increase in the coherence length, thus the sensitivity to fluctuations in the optical path length difference, by mechanical instabilities for example, can be reduced.
Since the interferometrically-selected object plane is generally not sharply focused, a versatile autofocus technique for digital holographic microscopy was developed by a combination of numerical propagation with spatial-frequency- or gradient-based methods for the quantification of the image sharpness. Thus, subsequent automated focus-stabilization and the simultaneous sharp imaging of objects in different distances were proven to be possible. In short-coherent digital holographic microscopy this makes available the reconstruction of defined reflective object planes with automated optimization of the imaging conditions. Hereby, for the first time, the phase delay of a living cell could be determined in reflected-light microscopy. Moreover, the data obtained from numerical autofocusing and from tracking the maximal phase delay enables a quantitative three-dimensional analysis of object dynamics. This method can be applied in the analysis of sedimentation and migration processes of cells, for example.
Kurzzusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die Entwicklung von Verfahren zur Rauschminderung, Reflexionsebenenselektion und numerischen Autofokussierung in der digitalholographischen Mikroskopie zusammen, wobei insbesondere der Einsatz kurzkohärenter Lichtquellen hervorgehoben wird.
Abstract: This chapter provides an English summary of the work's aim, which is the development of methods for noise reduction, evaluation of reflective object planes, and numerical autofocusing in digital holographic microscopy.
1 Einleitung und Motivation: Dieses Kapitel beleuchtet die Bedeutung der optischen Mikroskopie für zellbiologische Prozesse und stellt die digitale Holographie als vielversprechende Methode zur markerfreien, hochaufgelösten und quantitativen Analyse dynamischer Lebensvorgänge vor.
2 Theoretische Grundlagen und Vorbetrachtungen: Dieses Kapitel legt die wissenschaftlichen Fundamente der Arbeit dar, indem es Konzepte wie Kohärenz, die Prinzipien der digitalen Holographie und verschiedene Autofokusverfahren sowie deren mathematische Herleitungen detailliert erklärt.
3 Experimentelle Methoden: Hier werden die für die Untersuchungen entwickelten und verwendeten experimentellen Aufbauten, Lichtquellen und Softwaremodule beschrieben, einschließlich der Methoden zur Kohärenzfunktionsbestimmung und zur 3D-Positionsverfolgung von Phasenobjekten.
4 Ergebnisse und Diskussion: Dieses Kapitel präsentiert die experimentellen Resultate, diskutiert die Charakterisierung der Lichtquellen und die Performance der digitalholographischen Rekonstruktions- und Autofokusverfahren, und illustriert deren Anwendung anhand biologischer Zelluntersuchungen.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das finale Kapitel resümiert die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit, insbesondere die erfolgreiche Entwicklung und Anwendung rauschminimierter, ebenenselektiver und autofokussierender digitalholographischer Mikroskopie, und skizziert potenzielle zukünftige Entwicklungs- und Anwendungsfelder.
Literaturverzeichnis: Listet alle im Text zitierten wissenschaftlichen Publikationen auf und dient als Referenz für die Grundlagen der Arbeit.
A Anhang: Dieser Abschnitt enthält ergänzende technische Details zu verwendeten Kamerasensoren, Filtern und Testtafeln sowie detaillierte Beschreibungen der im Rahmen der Arbeit entwickelten Softwaremodule für die Datenanalyse und Objektverfolgung.
Digitalholographische Mikroskopie, Kurzkohärente Lichtquellen, Numerische Autofokussierung, Phasenrauschen, Reflexionsebenenselektion, 3D-Positionsverfolgung, Superlumineszenzdioden (SLD), Interferometrie, Bildschärfequantifizierung, Zellbiologische Prozesse, Dynamikanalyse, Kohärenzfunktion, Wellenfelder, Optische Kohärenztomographie (OCT)
Diese Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Optimierung von Verfahren zur Rauschminderung, Reflexionsebenenselektion und numerischen Autofokussierung in der digitalholographischen Mikroskopie, insbesondere unter Einsatz kurzkohärenter Lichtquellen.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Charakterisierung kurzkohärenter Lichtquellen, die Anwendung kurzkohärenter Interferometrie für die Ebenenselektion, die Entwicklung und den Vergleich von Bildschärfequantifizierungsverfahren für den Autofokus sowie die quantitative dreidimensionale Analyse dynamischer zellbiologischer Prozesse.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung von Methoden, die eine rauschminimierte, ebenenselektive und automatisch fokussierte digitalholographische Mikroskopie ermöglichen, um damit eine quantitative 3D-Analyse dynamischer Objekte, insbesondere lebender Zellen, durchzuführen.
Die Arbeit verwendet primär die digitale Holographie in Kombination mit kurzkohärenter Interferometrie, numerischer Propagation von Wellenfeldern und verschiedenen Algorithmen zur Bildschärfequantifizierung für die Autofokussierung.
Der Hauptteil der Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der Kohärenz und Digitalholographie, die experimentellen Methoden zur Charakterisierung von Lichtquellen und zur Implementierung des Autofokus, sowie die Ergebnisse und Diskussion der entwickelten Verfahren und ihrer Anwendungen auf zellbiologische Proben.
Digitalholographische Mikroskopie, Kurzkohärente Lichtquellen, Numerische Autofokussierung, Phasenrauschen, Reflexionsebenenselektion, 3D-Positionsverfolgung, Superlumineszenzdioden, Interferometrie, Bildschärfequantifizierung, Zellbiologische Prozesse, Dynamikanalyse, Kohärenzfunktion, Wellenfelder, Optische Kohärenztomographie.
Kurzkohärente Lichtquellen reduzieren signifikant das Phasenrauschen und unterdrücken Specklebildung sowie parasitische Interferenzen. Sie ermöglichen zudem die selektive Akquisition und Rekonstruktion definierter reflektiver Objektebenen, wodurch die axiale Auflösung verbessert und die Empfindlichkeit gegenüber mechanischen Instabilitäten reduziert wird.
Eine Hann-Filterung ist entscheidend, um Randbeugungsartefakte, die bei der Propagation der Objektwelle auftreten, zu unterdrücken. Diese Artefakte könnten sonst als Unschärfe fehlinterpretiert werden und die eindeutige Ermittlung der fokussierten Bildebene beeinträchtigen.
Die Intervallschachtelung reduziert den Rechenaufwand erheblich, indem sie den gesamten Propagationsbereich zunächst grob abtastet und dann nur noch einen kleineren Bereich um das detektierte Extremum mit feinerer Schrittweite untersucht, anstatt den gesamten Bereich detailliert zu scannen.
Die entwickelten Methoden werden zur Analyse von Sedimentations- und Migrationsprozessen lebender Zellen eingesetzt. Dies umfasst die quantitative 3D-Positionsverfolgung von Erythrozyten und Tumorzellen, um deren Dynamik und Formveränderungen zu untersuchen.
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