Bachelorarbeit, 2023
88 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Motivation
2. Bedeutung des Begriffs Autarkie
3. PV-Anlage
3.1. Aufbau einer Solarzelle
3.2. Funktionsweise von Solarzellen
3.3. Arten von PV-Anlagen
3.4. Kosten für PV-Anlagen und deren Förderung
4. Batteriespeicher
4.1. Lithium-Ionen-Batterie – Aufbau und Funktionsweise
4.2. Blei-Säure-Batterie – Aufbau und Funktionsweise
4.3. Eigenschaften von Lithium-Ionen- und Blei-Säure-Batterien
4.4. Kosten für Batteriespeicher und deren Förderung
5. PV-Batteriespeichersystem
5.1. Aufbau und Funktionsweise eines PV-Batteriespeichersystems
5.2. Planung und Dimensionierung eines PV-Batteriespeichersystems
5.3. Betriebsstrategien eines PV-Batteriespeichersystems
5.4. Kosten eines PV-Batteriespeichersystems
6. Wärmepumpe
6.1. Aufbau und Funktionsweise einer Wärmepumpe
6.2. Planung und Dimensionierung einer Wärmepumpe
6.3. Kosten einer Wärmepumpe
7. Szenarioanalyse – Versorgungsszenarien für ein durchschnittliches Einfamilienhaus
7.1. Annahmen und Herangehensweise bei der Modellerstellung
7.2. Szenario A – PV-Anlage und konventionelle Ölheizung
7.3. Szenario B – PV-Anlage mit Batteriespeicher und konventionelle Ölheizung
7.4. Szenario C – PV-Anlage mit Wärmepumpe
7.5. Szenario D – PV-Anlage mit Batteriespeicher und Wärmepumpe
7.6. Zusammenfassung der Ergebnisse
8. Sensitivitätsanalyse
9. Kritische Diskussion privater Energieautarkie
10. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Versorgungstechnologien wie Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern und Wärmepumpen, um den Autarkiegrad eines durchschnittlichen Einfamilienhauses zu erhöhen und gleichzeitig deren wirtschaftliche Rentabilität zu bewerten.
3.2. Funktionsweise von Solarzellen
Für Festkörper existieren nach dem Energiebändermodell für Festkörper sogenannte Energiebänder für die einzelnen Energieniveaus der Elektronenbahnen. Jedes Energieband kann eine begrenzte Anzahl an Elektronen aufnehmen. Die Energiebänder werden vom ersten Band aus beginnend nacheinander gefüllt. Das oberste, vollständig gefüllte Band wird als Valenzband bezeichnet. Das nächsthöhere Band ist entweder leer oder nur teilweise befüllt und stellt das Leitungsband dar.
Dieses Prinzip wird von in Solarzellen verwendeten Halbleitern wie Silizium genutzt. In Abb. 4 sind die Bandlücke zwischen Valenz- und Leitungsband und die spezifischen Widerstände von Leitern, Halbleitern und Nichtleitern dargestellt. Im Leitungsband eines Halbleiters sind ausreichend viele Plätze für Elektronen frei. Zudem ist die Bandlücke und damit der spezifische Widerstand des Halbleiters gering genug für den inneren Fotoeffekt.
Abb. 5 zeigt schematisch den Vorgang beim inneren Photoeffekt. Ein Photon und damit thermische Energie trifft auf ein Elektron des Valenzbandes. Dadurch wird das Elektron auf das Leitungsband angehoben. Die Elektronen nehmen dabei aber nur einen spezifischen Teil der Energie des Photons auf. Ist die Energie des Photons höher als nötig, so wird das Elektron zwar auf das Leitungsband angehoben, verliert aber die überschüssige Energie in Form von Wärme. Ist die eingebrachte Energie des Photons dagegen zu gering, so fällt das Elektron auf das Valenzband zurück. Wird das Elektron auf das Leitungsband angehoben, so ist es im Kristallgitter frei beweglich.
1. Einleitung: Beschreibt die politische Motivation und Ziele der Energiewende sowie die zunehmende Rolle privater Haushalte als Prosumer.
2. Bedeutung des Begriffs Autarkie: Definiert verschiedene Abstufungsgrade der Energieautarkie und ordnet diese im Kontext von Privathaushalten ein.
3. PV-Anlage: Erläutert den Aufbau und die Funktionsweise von Solarzellen, verschiedene Anlagentypen sowie historische Kostenentwicklungen.
4. Batteriespeicher: Analysiert chemische Grundlagen und technische Unterschiede zwischen Lithium-Ionen- und Blei-Säure-Batterien im PV-Kontext.
5. PV-Batteriespeichersystem: Beschreibt Systemkomponenten, Kopplungsarten und Betriebsstrategien zur Optimierung des Eigenverbrauchs.
6. Wärmepumpe: Erläutert das Funktionsprinzip von Luft/Wasser-Wärmepumpen und deren Planung bzw. Dimensionierung im Heizungssystem.
7. Szenarioanalyse – Versorgungsszenarien für ein durchschnittliches Einfamilienhaus: Wendet die zuvor beschriebenen Technologien in vier spezifischen Szenarien (A-D) auf ein Modellhaus an.
8. Sensitivitätsanalyse: Untersucht, wie sich schwankende Energiepreise auf die Wirtschaftlichkeit und den Kapitalwert der verschiedenen Versorgungsszenarien auswirken.
9. Kritische Diskussion privater Energieautarkie: Reflektiert volkswirtschaftliche Aspekte wie die Entsolidarisierung beim Netzentgelt und ökologische Auswirkungen.
10. Fazit: Fasst zentrale Erkenntnisse zur Autarkie und Wirtschaftlichkeit zusammen und bewertet die technologische Kombination im Einfamilienhaus.
Energieautarkie, Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpe, Prosumer, Energiewende, Eigenverbrauch, Stromgestehungskosten, Kapitalwert, Szenarioanalyse, Solarenergie, Klimaneutralität, Wirtschaftlichkeit, Lastprofil, Netzparität
Die Arbeit untersucht, wie Privathaushalte durch den Einsatz von Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern und Wärmepumpen ihren Versorgungsgrad unabhängig vom öffentlichen Netz optimieren können.
Die Schwerpunkte liegen auf der technischen Funktionsweise der gewählten Versorgungstechnologien, deren Dimensionierung, der wirtschaftlichen Rentabilität und volkswirtschaftlichen Diskussionen.
Das Ziel ist es, durch eine Szenarioanalyse für ein durchschnittliches Einfamilienhaus zu ermitteln, welche Kombination dieser Technologien ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich tragfähig ist.
Es wurde ein energetisches Rechenmodell mittels MS Excel erstellt, um die Energieflüsse und Kapitalwerte für verschiedene Szenarien basierend auf Standardlastprofilen und technischen Daten zu modellieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit der Komponenten-Hardware sowie einer umfassenden szenariobasierten Analyse der Wirtschaftlichkeit und Autarkiegrade.
Die wichtigsten Schlagworte sind Energieautarkie, Eigenverbrauch, Wärmepumpen, PV-Anlagen, Batteriespeicher und deren wirtschaftliche Bewertung anhand von Kapitalwertanalysen.
Während die eigenverbrauchsoptimierte Strategie primär auf die interne Nutzung des Stroms abzielt, strebt die netzoptimierte Version danach, Netzeinspeisespitzen abzufedern, um das öffentliche Verteilnetz zu entlasten.
Die Ausrichtung bestimmt das Ertragsprofil über den Tagesverlauf. Eine Ausrichtung nach Ost-West deckt Lastspitzen morgens und abends effizienter ab als eine Südausrichtung, was den Speicherbedarf und die Effizienz des Gesamtsystems direkt beeinflusst.
Eine 100-prozentige Autarkie ist für ein durchschnittliches Einfamilienhaus technisch nicht effizient und wirtschaftlich aufgrund der extrem notwendigen Überdimensionierung der Komponenten derzeit nicht erstrebenswert.
Die Wärmepumpe erhöht den Eigenverbrauchsanteil des erzeugten PV-Stroms erheblich, kann jedoch bei gewöhnlicher Dimensionierung dazu führen, dass die Auslastung des Batteriespeichers geringer ausfällt, da Strom direkt für die Wärmeversorgung genutzt wird.
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