Diplomarbeit, 2009
91 Seiten, Note: 13,5
A. Einleitung
1. Problemstellung
2. Ziel der Arbeit
B. Hauptteil
1. Standortmarketing
1.1 Definition
1.2 Trägerschaft
1.3 Zielgruppe
1.4 Verfahren zur Aufstellung eines Standortmarketing-Konzepts
1.4.1 Standortanalyse
1.4.2 Standortleitbilder und Ziele
1.4.3 Standortstrategien und Standortmaßnahmen
1.4.4 Implementierung und Kontrolle
1.5 Derzeitiges Standortmarketing in der Region Südlicher Oberrhein
2. Metropolregion
2.1 Metropolitan Governance
2.2 Governance am Oberrhein
2.3 Finanzierungsmöglichkeit über Interreg IVa
2.4 Metropolitaner Charakter des Oberrheins
3. Best Practices
3.1 Metropolregion Frankfurt
3.2 Metropolregion Nürnberg
3.3 Metropolregion Sachsendreieck
3.4 Metropole Wien
3.5 Metropolregion Hannover
3.6 Metropolregion Rhein – Neckar
4. Empirische Studie
4.1 Forschungsmethodischer Ansatz
4.2 Fragebogenerstellung
4.3 Auswertung des Rücklaufs
4.3.1 Ergebnisse derzeitiger Wirtschaftsförderer
4.3.2 Ergebnisse Metropolregionen
C. Fazit - Handlungsempfehlungen für die Region
1. Organisation
2. Finanzierung
3. Aufgaben
4. Zielgruppen
5. Fazit
Die Diplomarbeit hat das primäre Ziel, fundierte Handlungsempfehlungen für die Gestaltung des Standortmarketings im Kontext der Gründung einer trinationalen Metropolregion im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz zu entwickeln. Dabei wird der theoretische Rahmen des Standortmarketings mit empirischen Untersuchungen zu bestehenden Metropolregionen und den aktuellen Akteuren am Südlichen Oberrhein verknüpft, um eine wissenschaftlich basierte Grundlage für den weiteren Gründungsprozess zu schaffen.
1.1 Definition
Standortmarketing ist die Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle der zur Vermarktung des Wirtschaftsstandortes angewandten Strategien sowie die Standortanalyse. Im Kampf um international attraktive Zielgruppen dient es zur Stärkung der Wettbewerbsposition des jeweiligen Standortes. Es ist insofern ein ganzheitlicher Ansatz zur Profilierung des Standortes und zur Schaffung eines Markenprodukts. Der Wirtschaftsstandort als solcher, ist aus geografischer Sicht der „Ort der Erstellung und Verwertung von Produkten und Leistungen“.
Die Entscheidung für oder gegen einen Standort fällt eine Unternehmung anhand der für den Geschäftsbetrieb relevanten Standortfaktoren. Daneben spielen weiche Faktoren eine Rolle, wie z.B. Lebensqualität der Region, kulturelle Angebote, Ausbildungsmöglichkeiten für Kinder und Beschäftigungsmöglichkeiten für Familienangehörige. Somit ließe sich ein Wirtschaftsstandort auch als Konglomerat von Standortfaktoren bezeichnen. Im internationalen Standortwettbewerb wird um die so genannten mobilen Ressourcen konkurriert. Die wichtigsten sind Kapital, Wissen, Fachkräfte und Fördermittel. Entscheidend für die Attraktivität des Standorts sind ortsgebundene Produktionsfaktoren wie Infrastruktur, politische Verhältnisse, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Lebensqualität, Klima & Geografie, Image sowie Bodenverfügbarkeit. Zur Steigerung der Attraktivität ist es unabdingbar, eine unverwechselbare Identität nach innen und außen aufzubauen und die Kernkompetenzen der Region zur Sicherung der Konkurrenzfähigkeit und zur klaren Abgrenzung zu anderen Standorten, herauszuarbeiten.
1. Standortmarketing: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Standortmarketings, definiert zentrale Begriffe und beschreibt das Verfahren zur Aufstellung eines Marketingkonzepts sowie den aktuellen Status quo in der Region Südlicher Oberrhein.
2. Metropolregion: Hier werden Definition, Governance-Strukturen und Finanzierungsmöglichkeiten von Metropolregionen analysiert, wobei der metropoliten Charakter des Oberrheingebiets untersucht wird.
3. Best Practices: In diesem Teil werden sechs mit dem Oberrhein vergleichbare Metropolregionen (Frankfurt, Nürnberg, Sachsendreieck, Wien, Hannover, Rhein-Neckar) im Hinblick auf ihr Standortmarketing untersucht.
4. Empirische Studie: Dieses Kapitel beinhaltet eine empirische Untersuchung mittels Expertenbefragungen bei den identifizierten Metropolregionen und regionalen Wirtschaftsförderern, um praxisnahe Erkenntnisse zu gewinnen.
C. Fazit - Handlungsempfehlungen für die Region: Hier werden basierend auf den vorangegangenen Analysen konkrete Empfehlungen für die Organisation, Finanzierung, Aufgaben und Zielgruppen einer zu gründenden Metropolregion Südlicher Oberrhein ausgesprochen.
Standortmarketing, Metropolregion, Südlicher Oberrhein, Wirtschaftsförderung, Standortanalyse, Governance, Clusterinitiativen, Standortwettbewerb, Regionale Entwicklung, Investorenanwerbung, Best Practices, Empirische Studie, Standortfaktoren, Regionalmanagement, Standortpolitik.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der strategischen Ausrichtung des Standortmarketings zur Gründung einer trinationalen Metropolregion am Oberrhein.
Die Arbeit umfasst theoretische Grundlagen des Standortmarketings, die Analyse des Metropolregion-Konzepts sowie eine empirische Best-Practice-Studie und Handlungsempfehlungen.
Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Standortmarketing-Strategie unter Berücksichtigung der Herausforderungen einer trinationalen Metropolregion zu erarbeiten.
Es wurde ein forschungsmethodischer Ansatz gewählt, der deskriptive Theorieanalysen mit einer standardisierten schriftlichen Expertenbefragung kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Analyse von Best-Practice-Beispielen aus dem In- und Ausland sowie eine empirische Studie zur aktuellen Situation.
Zentrale Begriffe sind Standortmarketing, Region Südlicher Oberrhein, Metropolregion, Wettbewerbsfähigkeit und grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
Die Besonderheit liegt in der trinationalen Struktur und der Notwendigkeit, nationalstaatliche Grenzen sowie Unterschiede in Sprache und Mentalität zu überwinden.
Es wird ein jährliches Mindestbudget von 3 Millionen Euro empfohlen, wobei eine Anschubfinanzierung durch die öffentliche Hand und eine spätere Ko-Finanzierung durch Partner angestrebt wird.
Empfohlen wird die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) unter Einbindung der betroffenen Gebietskörperschaften als Gesellschafter.
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