Diplomarbeit, 2005
98 Seiten, Note: 1,8
1) Einleitung
2) Die Entwicklung der Liberalisierung des europäischen Strom- und Gasmarktes
2.1) Die Geschichte der Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie 96/92/EG
2.2) Beabsichtigte Marktöffnung durch die Richtlinie 96/92/EG
2.3) Die Entwicklung der Erdgasbinnenmarktrichtlinie 98/30/EG
2.4) Die Weiterführung der Liberalisierung durch die Richtlinien 2003/54/EG und 2003/55/EG
2.5) Die Umsetzung der Erdgas- und Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie in Deutschland durch das EnWG
3) Die Entwicklung des Energiemarktes in Deutschland
3.1) Die Geschichte der Energieversorgung bis 1998
3.2) Der deutsche Energiemarkt ab 1998
4) Die veränderte Rolle der Stadtwerke
4.1) Die Bedeutung kommunaler Energieversorgungsunternehmen für Städte und Gemeinden
4.2) Vorteile der Stadtwerke bei der Kundenbetreuung im liberalisierten Energiemarkt
4.3) Veränderte Aufgabenfelder
4.4) Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Strom- und Gasmarkt
4.5) Kooperationen als Chance für die Zukunft
4.6) Energiegewinnung aus erneuerbaren Ressourcen
5) Dienstleistung
5.1) Definition und Einordnung in die Betriebswirtschaft
5.2) Die Bedeutung der Dienstleistung in der Energiebranche
6) Dienstleistungen für kommunale Energieversorgungsunternehmen
6.1) Die Anforderungen an neue Dienstleistungen
6.2) Definition und Unterscheidung von Energiedienstleistungen
6.3) Die neuen Dienstleistungen
6.3.1) Energienahe Dienstleistungen
6.3.1.1) Telekommunikation und Internet
6.3.1.2) Wärmeservice
6.3.1.3) Thermografie
6.3.1.4) Facility Management
6.3.1.5) Vertrieb von SodaClub
6.3.2) Energieferne Dienstleistungen
6.3.2.1) Informationstechnologie
6.3.2.2) Baulanderschließung
6.3.2.3) Projektmanagement
6.3.2.4) Stadt- und Ortssanierung
6.3.2.5) Sonstige Dienstleistungen
7) Überblick über alle angebotenen Dienstleistungen der untersuchten Unternehmen
8) Zusammenfassung und Schlussbemerkungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung neuer Dienstleistungen durch kommunale Energieversorgungsunternehmen (EVU) infolge der Liberalisierung des Energiemarktes. Das Ziel besteht darin, einen Überblick über das Dienstleistungsangebot zu geben, diese Angebote zu bewerten und Empfehlungen für deren Einführung abzuleiten, um Kunden langfristig an das Unternehmen zu binden.
6.3.1.3) Thermografie
Bei Thermografie oder Wärmebildtechnik, wird mit Hilfe einer Wärmebild – Kamera eine Infrarotaufnahme von einem Gebäude gemacht. Anhand der unterschiedlichen Farben auf dem Foto kann erkannt werden, an welchen Stellen des Gebäudes die Außenwand erwärmt ist, also Wärme austritt. Je heller die Farbe, desto wärmer ist die Stelle.
Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass die Messung völlig ohne Berührung stattfindet und das Objekt damit unverändert bleibt.
Dieser Dienst bietet sich besonders für Käufer von Neubauten aber auch von Altbauten an, um die Schwachstellen des Hauses zu lokalisieren und die Instandsetzungskosten genauer abschätzen zu können.
Doch diese Technik ist nicht nur auf Gebäude beschränkt, sondern kann auch bei Schaltschränken, Hochspannungsanlagen, Generatoren, Sicherungen, usw. eingesetzt werden. An diesen Gegenständen sollen damit mögliche Brandherde lokalisiert werden.
Ein weiterer Einsatzpunkt ist die Qualitätsprüfung von Fertigungsteilen, Schweißnähten oder Lebensmitteln. Fertigungsteile und Schweißnähte werden auf Lufteinschlüsse und damit auf die Stabilität kontrolliert. Bei Lebensmitteln wird kontrolliert, ob sich Fremdstoffe im Produkt befinden.
Der Markt für Thermografie befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Erst in den 90er Jahren wurden in Deutschland die ersten Infrarotkameras entwickelt.
1) Einleitung: Darstellung der Ausgangssituation für Stadtwerke nach der Marktliberalisierung 1998 und Erläuterung der Zielsetzung dieser Arbeit.
2) Die Entwicklung der Liberalisierung des europäischen Strom- und Gasmarktes: Analyse der EU-Richtlinien zur Marktöffnung und deren spezifische Umsetzung in Deutschland durch das EnWG.
3) Die Entwicklung des Energiemarktes in Deutschland: Historischer Rückblick auf die Versorgungsstrukturen bis 1998 und Beschreibung des Marktes nach Beginn der Liberalisierung.
4) Die veränderte Rolle der Stadtwerke: Untersuchung der neuen Wettbewerbssituation, der Vorteile kommunaler Akteure und der notwendigen Anpassung ihrer Aufgabenfelder.
5) Dienstleistung: Theoretische Grundlegung zum Dienstleistungsbegriff sowie dessen spezifische Einordnung und Bedeutung im Energiesektor.
6) Dienstleistungen für kommunale Energieversorgungsunternehmen: Detaillierte Untersuchung spezifischer energienaher und energieferner Dienstleistungsangebote anhand eines Anforderungskataloges.
7) Überblick über alle angebotenen Dienstleistungen der untersuchten Unternehmen: Empirische Übersicht der tatsächlichen Marktpraxis bei den 20 untersuchten Energieversorgungsunternehmen.
8) Zusammenfassung und Schlussbemerkungen: Fazit zur Dienstleistungsstrategie der EVU mit konkreten Handlungsempfehlungen zur Erweiterung der Wertschöpfungskette.
Energieversorgungsunternehmen, Liberalisierung, Stadtwerke, Dienstleistungen, Energiedienstleistungen, Contracting, Wärmeservice, Thermografie, Facility Management, Baulanderschließung, Projektmanagement, Kundenbindung, Wettbewerb, Energiemarkt, Effizienz
Die Arbeit analysiert die Strategien kommunaler Energieversorgungsunternehmen, sich durch das Angebot neuer Dienstleistungen in einem zunehmend liberalisierten Energiemarkt zu behaupten und Kunden zu binden.
Im Zentrum stehen die Auswirkungen der Liberalisierung auf die Branche, die Identifikation neuer Geschäftsfelder und die kritische Bewertung, welche dieser Dienstleistungen für Stadtwerke sinnvoll und rentabel sind.
Das Ziel ist es, EVU einen fundierten Überblick über verfügbare Dienstleistungsoptionen zu geben, die Erfolgschancen für diese Angebote zu bewerten und eine Empfehlung auszusprechen, ob und wie diese in das Portfolio aufgenommen werden sollten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Marktentwicklung sowie auf eine Untersuchung von 20 Beispielunternehmen, deren Dienstleistungsangebote anhand eines selbst entwickelten Anforderungskataloges analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung von Dienstleistungen und eine praktische Analyse spezifischer Angebote wie Wärmeservice, Thermografie, Facility Management, Baulanderschließung und IT-Dienstleistungen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Liberalisierung, kommunale Energieversorger (Stadtwerke), Dienstleistungsportfolio, Kundenbindung und Wettbewerbsfähigkeit geprägt.
Da die Wechselquoten bei Strom- und Gaskunden in Deutschland lange Zeit niedrig waren, werden zusätzliche Dienstleistungen als Strategie genutzt, um die emotionale Bindung zu stärken und die Abhängigkeit vom reinen Energieverkauf zu verringern.
Die Unternehmen dienen als praxisnahe Fallbeispiele, um zu dokumentieren, welche Dienstleistungen bereits erfolgreich am Markt implementiert wurden und welche Herausforderungen dabei auftreten.
Die Arbeit empfiehlt, sich primär auf Dienstleistungen zu konzentrieren, die auf dem Kerngeschäft aufbauen. Eine Expansion in fachfremde Bereiche wird aufgrund der hohen Konkurrenz und fehlender Kernkompetenzen meist kritisch bewertet.
Der Ausstieg oder die interne Beschränkung wird empfohlen, wenn die Kostenstrukturen (z.B. Tarifbindung) eine wettbewerbsfähige Preisgestaltung unmöglich machen oder die notwendigen Investitionen keinen entsprechenden monetären Gewinn oder strategischen Mehrwert versprechen.
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